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Burghausen Jazznight, Jazz-Frühschoppen und Swinging Sunday

Locker in den Frühling swingen: Burghausen und ein sorgloses Jazz-Wochenende

Übertragungswagen, internationale Gäste in den Biergärten am Stadtplatz bei fast 20 Grad und Sonnenschein. Am Samstag schloß die 51. internationale Jazz-Woche in Burghausen mit dem traditionellen Konzert-Marathon, der Jazznight. Auch heute am 27. März können Ausflügler Frühlingsgefühle in Burghausen erleben: Vormittags beim Jazz-Frühschoppen und dann swingend in den verkaufsoffenen Straßen der Alt- und Neustadt.

Locker in den Frühling swingen: Burghausen und ein sorgloses Jazz-Wochenende

Sonne am Stadtplatz Burghausen
Ein Eis von der Eisdiele am Swinging Sunday in Burghausen © Haindl
Jazzmusiker am Stadtplatz in Burghausen
Auch am Stadtplatz spielte Musik. © Haindl
Jazzband am Stadtplatz in Burghausen
Jazz am Swinging Sunday in der Altstadt. © Haindl
Eisdielen waren gestern ein beliebter Anlaufpunkt.
Meterlange Schlangen vor der Eisdiele in der Burghauser Altstadt. © Haindl
Bei 20 Grad und Frühlingsblüten lässts sich wunderbar Flanieren.
Frühlinghafte Temperaturen lockten viele Spaziergänger zum Swinging Sunday © Haindl
Die neue Eisdiele in der Burghauser Neustadt am Bürgerplatz.
Auch in der Neustadt meterlange Schlangen vor der neuen Eisdiele am Bürgerplatz. © Haindl
Fast wie früher: Ohne Pandemie und Kriegssorgen das Eis genießen.
Sonnenstrahlen und Eis genießen: Fast wie früher. © Haindl
Jazzband in der Neustadt Burghausen.
Jazzmusiker in der Neustadt. © Haindl
Jazzmusiker in der Marktler Strasse, Burghausen.
Jazzmusik auch in der Burghauser Neustadt. © Haindl
Gästeführungen auf der Burghauser Burg.
Viele Gäste besuchten auch die Burg. © Haindl
In den Grüben spielten auch zwei Jazz-Bands.
In den Grüben war auch Musik geboten. © Haindl
Bill Evans bei der Jazzwoche in Burghausen
Bill Evans während der Jazzwoche in Burghausen. © Andrea Mueller
Joy Denalane in Burghausen
Joy-Denalane_(c)Uwe-Dreier.jpg © U3FOTO
Internationale Jazz-Berühmtheiten in Burghausen
Während der Jazzwoche in Burghausen: Bill Evans and The Spy Killers  © FRANK RASIMOWI
Internationale Stars in Burghausen
Das Joy Denalane Quartett in Burghausen. © FRANK RASIMOWI
Jazzwoche in Burghausen
Jungle by Night  © FRANK RASIMOWI
Jazzmusiker in Burghausen
Philipp Fankhauser während der 51.Jazzwoche in Burghausen. © FRANK RASIMOWI
Philipp Fankhauser in Burghausen
Philipp Fankhauser während der Jazzwoche in Burghausen. © FRANK RASIMOWI

Burghausen – „Trotz der noch herrschenden Regelungen war bisher die Stimmung bei Publikum und Künstlern wirklich toll. Man spürt (und hört), dass unsere Gäste sehr glücklich sind, dass die Jazzwoche zurück ist!“, sagt Andreas Bentlage von der IG Jazz Burghausen. Als Beobachter lässt sich dies bestätigen: Die Gastronomen am Stadtplatz bis auf den letzten Platz ausgebucht, kaum Parkplätze und selbst In den Grüben herrschte wieder buntes Treiben. Bei den frühlinghaften Temperaturen pilgerten viele Besucher in die sonnenbeschienene „ville souterraine“ (Stadt unter der Erde), wie Napoleon die Stadt mit der längsten Burg der Welt einst taufte. Der französische Feldherr fand Burghausen dennoch „très chic“, und so auch die vielen Touristen und Ausflügler, die am Wochenende die Gästeführungen der Stadt und die Konzerte der Jazzwoche genossen.

Moka Efti war am 25. März in der Wackerhalle zu sehen.

„Entwöhnung von der Kultur wieder aufbrechen“

„Noch haben alle Veranstalter mit reduzierten Ticketverkäufen zu kämpfen, was auch bei uns der Fall ist. Unter den aktuellen, besonderen Bedingungen sind wir dennoch zufrieden mit der Auslastung, wobei uns natürlich ausverkaufte Hallen viel lieber wären“, sagt Bentlage von der IG Jazz. Die Interessengemeinschaft organisiert alljährlich die Jazz-Events in der Stadt. In den letzten beiden Jahren, musste das internationale Festival ausfallen. „Wir hoffen, mit der Jazzwoche trotzdem dazu beizutragen, dass die coronabedingte „Entwöhnung von der Kultur“ wieder aufbricht“, so Bentlage. Vor allem am Samstag eine Herausforderung: Beginn der Jazznight war um 23 Uhr, eine Zeit wo man sich in Pandemiezeiten maximal mit einem Smartphone beschäftigte.

Bei Jazznight „nur“ fünf Bands in fünf Lokalen

Knoxoleum, Augustiner Brückenwirt, Cabaret des Gauens, Herzog-Georg-Stuben, Café am Bichl: Sie waren heuer als Gastgeber für die Jazznight-Bands nicht mit dabei. Grund dafür waren Planungsunsicherheiten wegen Corona und auch die pandemiebedingten Auflagen. So spielten am Samstag um 23 Uhr „nur“ fünf Bands in fünf Lokalen. Mit einem Ticket konnte man so nach 24 Uhr zwischen Bayerischem Hof, Strizzi‘Bar, Geistreich, Grübenbar und Jazzkeller hin und her wechseln, und das bis 4 Uhr morgens.

Dabei legte die Grübenbar einen ganz besonderen Wieder-Einstieg ins Nachtleben hin: Die traditionsreiche Bar In den Grüben musste kurzerhand als Ausweich-Spielort für Matthias Heiligensetzer & Gentlemen of Boogie eingesetzt werden. Für Jean-Yves Terrier, der die Kultbar erst kürzlich mit seiner Frau wieder eröffnete aber kein Problem: „Ich konnte glücklicherweise noch genug Personal auftreiben. Nur die Gästezahl musste reduziert werden.“ Eigentlich wäre die Bar „Mathilda“ Gastgeber gewesen, doch ein positives Testergebnis machte einen Strich durch die Rechnung.

Jazz-Frühschoppen und Swining Sunday

Sonntag vormittag ab 10.30 geht es dann auch gleich weiter mit dem Jazz-Frühschoppen im Jazzkeller. Dann kann man in vielen anderen Lokalen und Biergärten Burghausens einen Swining Sunday genießen. Zwischen 13 und 17 Uhr kann man flanieren, die Sonnenstrahlen genießen und sich mit allerhand Köstlichkeiten verwöhnen lassen. Dabei wird das Publikum in der Neustadt mit Klängen der Bands Gmahde Wiesn, N‘aschling Brass und Brasshüpfer begleitet, während am Stadtplatz in der Altstadt Trihops und In den Grüben Wolfgang Hanninger & Paul Brändle musikalisch Gas geben.

Besonderes Highlight wird die Ehrung eines Mitbegründers der Jazzwoche, Joe Viera, mit einer Bronzeplatte. Diese wird in das Pflaster der „Street of Fame“ eingelassen und trägt, Namen, Unterschrift, Lebens- und Auftrittsdaten des Sängers und Saxophonisten. „Den Spruch ‚Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist‘ habe ich noch nie für sehr sinnvoll gehalten“, soll Joe Viera einmal gesagt haben. Und recht hat er. Leider kann er aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich bei der Ehrung dabei sein, was die IG Jazz laut Andreas Bentlage sehr betrübt.

Rubriklistenbild: © Joachim Gern

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