Bahn testet niedrige Lärmschutzwand

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Burghausen - Niedrige Wand, große Wirkung? Im Rahmen des Programms "Lärmschutz Schiene" testet die Südostbayernbahn in Burghausen moderne, niedrige Lärmschutzwände.

Sie ist kleiner, soll aber mehr Lärm abhalten: die niedrige Lärmschutzwand. Im Rahmen des Sonderprogramms "Lärmschutz Schiene" möchte die Südostbayernbahn den innovativen Lärmschutz noch 2013 im Stadtgebiet von Burghausen testen. Der Testabschnitt verläuft zwischen den Streckenkilometern 31,000 (Hans-Carossa-Weg) und 31,700 (Klausenstraße/Hechenbergstraße). Einer entsprechenden Planung hat der Stadtrat bereits seine Zustimmung gegeben.

Bis zu sechs Dezibel weniger Lärm?

 

Nach Informationen der Bahn verlaufen niedrige Schallschutzwände etwa 38 oder 76 Zentimeter über der Schienenoberkante. Ihr Vorteil: Sie können näher am Gleis aufgestellt werden als höhere Schallschutzwände. Insgesamt wird deshalb mit einer Lärmminderung von zwei bis sechs Dezibel gerechnet.

Der Lärmminderungseffekt der niedrigen Lärmschutzwand muss aber erst noch nachgewiesen werden - unter anderem im Burghauser Modellversuch.

Burghausen verlagert Güterverkehr auf die Schiene

Wegen des gegenwärtig im Bau befindlichen Güterverkehrsterminals ist der Lärmschutz der Bahn ein viel diskutiertes Thema in Burghausen. Mit dem "Terminal für den kombinierten Verkehr" (KV-Terminal) soll ein erheblicher Teil des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Pro Tag wird mit 216 Lkw-Umläufen und vier ein- und ausgehenden Zügen kalkuliert. Voraussichtliche Inbetriebnahme des Güterterminals ist im März 2014.

Bürgerinitiative kämpft für mehr Lärmschutz

Anwohner befürchten eine hohe Lärmbelastung durch vorbeifahrende Züge, weshalb die "Bürgerinitiative Verkehrskonzept Burghausen" für ein verbessertes Lärmschutzkonzept kämpft.

Rubriklistenbild: © pa/obs/obs/Deutsche Bahn AG

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