Baubeginn frühestens 2027

Ortsumfahrung B20 Burghausen: Aktuelle Linie für Steindl unverständlich

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Hans Steindl präferiert weiterhin einen anderen Verlauf der Ortsumfahrung.
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Burghausen – In der jüngsten Stadtratssitzung informierte Bürgermeister Hans Steindl das Gremium über den aktuellen Status der Ortsumfahrung der B20 sowie deren Umstufung.

Die aktuelle Linienführung ist für mich nicht verständlich“, so Bürgermeister Hans Steindl. Diese würde in Richtung Emmerting erst vor dem Alzkanal links an Mehring vorbeiführen. Die favorisierte Variante des Stadtoberhauptes über das Lengthal ist damit erst einmal vom Tisch. Eine minimale Chance sieht Steindl, wenn sich der Naturschutzbund oder die Gemeinde Mehring nochmal aktiv mit dieser Alternative auseinandersetzen würden.

Die aktuelle Linienführung hätte einen größeren Landschaftsverbrauch und würde durch zu viele Felder führen. Daraus ergeben sich sehr viele Schwierigkeiten beim Grundstückserwerb. Zudem wärediese Umfahrung deutlich länger und damit auch teurer. „Verwendet die dann wirklich jeder?“, so die Frage von Steindl.

Steindl: "Lengthal kein Biotop"

Das Lengthal sei für den Bürgermeister kein Biotop: „Dort führen Pipelines und Hochspannungsleitungen durch. Zudem findet man in diesem Gebiet meist nur Maisfelder“. Der Overfly auf der B20 wäre auch so ausgerichtet, dass die Ortsumfahrung idealerweise über das Lengthal führen sollte. Es sei sehr umständlich an dieser Stelle Richtung Emmerting zur geplanten Linienführung abzubiegen. Daher appelliert er nochmal an alle Beteiligten diese Option in Betracht zu ziehen. „Wenn es so gebaut wird, wird es uns noch vor die Füße fallen“, ist sich Steindl sicher. Die Stadt und das Landratsamt könnten aber jetzt nichts mehr dagegen machen.

Über 20 Millionen Euro wird das Projekt schätzungsweise kosten. Mit einem Baubeginn wird frühestens im Jahr 2027 gerechnet. Die weitere Planung übernimmt ab sofort das staatliche Bauamt Traunstein. Bis Ende wird es ein naturschutzrechtliche Bewertung für die aktuelle Linienführung geben, ehe ein dreijähriges Planfeststellungsverfahren geben wird. Mit einem Feststellungsbeschluss wird nicht vor 2025 gerechnet. Im Anschluss, sollte es keine Klagen gegen dieses geben, kann eine europaweite Ausschreibung erfolgen.

Immerhin wird die Umstufung der B20 voraussichtlich zum 1. Januar 2020 erfolgen. Damit würde die aktuelle B20, die durch den Stadtkern zu einer Stadtstraße führen. Dabei hätte die Stadt viel mehr Möglichkeiten beispielsweise bei Geschwindigkeitsbegrenzungen, aber auch mehr Pflichten - etwa beim Winterdienst.

jz

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