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Machbarkeitsstudie vorgestellt

Burghauser Stadtrat einstimmig für einen durchgängigen Radweg an der Salzach

Salzachradweg
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Das Bild zeigt (v.l.) Zweiten Bürgermeister Burghausen Norbert Stranzinger, Geologen Dr. Gert Furtmüller, Umweltamtsleiter Max Hennersperger, Burgkirchens Bürgermeister Johann Krichenbauer, Tittmonings Bürgermeister Andreas Bratzdrum, Haimings Bürgermeister Wolfgang Beier und Burghausens Bürgermeister Florian Schneider.

Burghausen - Seit etwa 1995 führen die Städte und Gemeinden entlang der Salzach Gespräche, dass es einen durchgängigen Radweg zwischen Tittmoning und Haiming braucht. Große Einigkeit herrschte darüber auch am 19.01.2022 im Burghauser Stadtrat, als Erster Bürgermeister Florian Schneider, Geologe Dr. Gert Furtmüller und Zweiter Bürgermeister Norbert Stranzinger die Machbarkeitsstudie zum durchgängigen Radweg vorstellten. 

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Der Stadtrat hat einstimmig der Bewerbung bei „LEADER Traun-Alz-Salzach“ zugestimmt. Etwa 50 Prozent der Nettokosten könnten dadurch gefördert werden. Die Kosten belaufen sich auf ca. 1,3 Mio. Euro. Zur Burghauser Stadtratssitzung waren auch alle beteiligten Bürgermeister gekommen: Andreas Bratzdrum (Tittmoning), Johann Krichenbauer (Burgkirchen/Alz) und Wolfgang Beier (Haiming).

Am kostenintensivsten bei dem Projekt sind die Hangsicherungsmaßnahmen im Bereich des Kreuzfelsens in Burghausen. Unterhalb des Burghauser Krankenhauses ist die Salzachschlaufe, der sog. Salzachdurchbruch, wo sich der in der Region einzigartige Nagelfluh (Gesteinsformation) befindet. Durch den Ausläufer einer gigantischen Gletschermuräne ist der Nagelfluh entstanden. Der Nagelfluh ist teilweise auch durch Regeneintrag hinter spült und es können Segmente abbrechen. „Wir wissen nur nicht wann, daher brauchen wir eine entsprechende Steinschlagsicherung“, erklärt Geologe Dr. Furtmüller. Er ist spezialisiert auf den Bereich Naturgefahren und hat unter anderem die Sicherung für die Hochalpenstraße am Großglockner geplant und vor allem auf der gegenüberliegenden Uferseite im österreichischen Gemeindebereich Hochburg die Hangsicherung am Acher Berg. Der erfahrene Experte hat sich selbst in den Burghauser Steilhängen über der Salzach abgeseilt, eine entsprechende Dokumentation angefertigt und verschiedene Sicherungsvarianten für das „Schutzziel Radweg“ erarbeitet.

Folgende Variante ist die favorisierte:

Schutz des Aussichtspunktes mittels Lisenen und Spritzbeton (punktuell und lokal beschränkter Eingriff) und geringfügige Verlegung des Weges (Panoramaweg) in anderen Bereichen sowie Errichtung von Steinschlagschutzbauwerke (Seilsperren) zur Sicherung des Radweges entlang der Salzach.

Der Radweg entlang der Salzach wird analog zum Radweg Richtung Raitenhaslach ertüchtigt, so dass er entsprechend gut befahren werden kann. Außerdem sollen auf Antrag des Dritten Bürgermeisters Stefan Angstl Informationstafeln zur heimischen Natur- und Artenvielfalt in Zusammenarbeit mit dem städtischen Umweltamt angebracht werden. Der Panoramaweg oberhalb des Radweges muss ein paar Meter nach hinten versetzt und der Aussichtspunkt gesichert werden.

Die Umsetzung der Hangsicherungsmaßnahmen im Stadtbereich Burghausen belaufen sich auf ca. vier Monate und sollten im besten Fall in den Sommermonaten stattfinden. Nun geht der gemeinsame Förderantrag von Tittmoning, Burgkirchen, Burghausen und Haiming an „LEADER Traun-Alz-Salzach“ raus. Bei einem positiven Bescheid könnten die Maßnahmen im Sommer 2022 starten. „Eine realistische Fertigstellung ist freilich dann erst für Frühjahr 2023 zu erwarten“, sagt Norbert Stranzinger, Zweiter Bürgermeister und Projektkoordinator.

Erster Bürgermeister Florian Schneider wird die Pläne im Februar 2022 auch im Haiminger Gemeinderat vorstellen. „Ich bin sicher, dass wir hier die Menschen in unserem geeinten Europa noch näher zusammenbringen können. Es handelt sich um ein enorm wichtiges Projekt für die ganze Region, touristisch, aber eben auch für die Bürgerinnen und Bürger“, so Florian Schneider. Auch Haimings Bürgermeister Beier bedankte sich beim Stadtrat und allen Beteiligten: „Wir haben auch viele Schülerinnen und Schüler, die am Stadtplatz zur Schule gehen oder Beschäftigte, die täglich nach Burghausen fahren. Für all jene stellt der Radweg an der Salzach eine gewichtige Alternative zum Auto dar.“ Abgesehen davon sei das gelebter Naturschutz und der Weg traumhaft schön, wie sich der Stadtrat einig war.

Pressemeldung der Stadt Burghausen/köx.

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