Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

„Mein sozialer Beitrag für Burghausen“

Stadt Burghausen dankt Engelbert Loher für seinen Einsatz im (T)Raumgarten

Max Hennersperger als Leiter des Umweltamtes und Hobby-Gärtner Engelbert Loher im (T)Raumgarten in der Neustadt.
+
Max Hennersperger als Leiter des Umweltamtes und Hobby-Gärtner Engelbert Loher (re.) im (T)Raumgarten in der Neustadt.

2008 ist Engelbert Loher in den Ruhestand gegangen und seitdem ist er ehrenamtlicher Kümmerer des Traumgartens im Stadtpark gleich in der Nähe der Mosaik Schlange in der Neustadt. Der sog. „Traumgarten“ wurde zur Landesgartenschau (LGS) 2004 von Landschaftsarchitekt Wolfgang Wagenhäuser aus Töging entworfen. 

Die Meldung im Wortlaut:

Burghausen - Nach der LGS wurde er im Bauhof eingelagert und 2007 an seinem jetzigen Standort wieder reaktiviert. Das Besondere: Es handelt sich um einen (T)Raumgarten mit Wohnzimmer, Waschtisch, Badewanne und Kochstelle. Wer sich auf den Garten einlässt und genau hinschaut, kann all diese Elemente erkennen und versteht das Konzept dahinter noch heute. „Mit Engelbert Loher haben wir Bürger, die sich für ihre Stadt engagieren und sich ehrenamtlich um diese sog. Patengärten kümmern“, sagt Erster Bürgermeister Florian Schneider.

Ohne den Einsatz aus der Bürgerschaft könnte die Stadt diese einmaligen Kleinode nicht in der Form unterhalten, wie Max Hennersperger als Leiter des Umweltamtes immer wieder betont. „Die Stadtgärtner unterstützen mich mittlerweile beim Heckenschnitt und ich kann mich jederzeit an das Umweltamt wenden, wenn ich Unterstützung brauche“, erklärt Engelbert Loher, der in einer Wohnung direkt über dem Traumgarten in der Marktler Straße wohnt. Dies sei Fluch und Segen zugleich, denn leider gibt es auch immer mehr Vandalismus im Traumgarten. „Das sehe ich dann von oben vom Balkon und geh auch runter und stelle die Vandalen zur Rede“, sagt Loher. Und dies sei sehr zum Unwohlsein seiner Frau, die dann Angst hat um ihren Mann. „Aber außer verbaler Attacken ist bisher nichts geschehen“, so Loher, der heuer 80 Jahre alt ist.

Er nennt das Garteln im Traumgarten einen „Traumjob“ in der Pension, der jung hält. Als ehemaliger Physiotherapeut war die Gartenarbeit für ihn auch körperlich ein guter Ausgleich. Jeden Tag ist er im Traumgarten zum Gießen, aber auch zum Genießen. „Das Plätschern des Wassers, die Ruhe mitten in der Stadt, das Schattenplätzchen auf den Bänken – es ist ein herrlicher Ort zum Verweilen“, schwärmt der 80-jährige Hobby-Gärtner.

Der (T)Raumgarten hat einen Eingang, eine Badewanne, ein Wohnzimmer, eine Küche – alles was ein Haus oder eine Wohnung hat.

Viele schöne Begegnungen habe er auch schon erlebt bei der Arbeit. Da kämen Touristen aus nah und fern vorbei, die gerne hereinschauen in den Traumgarten und da geht sich dann auch mal ein Ratsch aus über die Gärten in der Welt, aber auch über Lohers Heimat Burghausen. Dann gibt er Tipps, was es in Burghausen alles zu sehen und zu erleben gibt. „Das sind Botschafter, die wir brauchen“, unterstreicht Bürgermeister Schneider.

Max Hennersperger vom städtischen Umweltamt ist wichtig zu betonen: Ohne diesen Einsatz der ehrenamtlichen Gärtner auch in den Gartenkabinetten Richtung Spielgebirge wäre die Burghauser Gartenwelt ein großes Stück ärmer. Es würden immer auch noch Unterstützer gesucht, man könne sich gerne beim Umweltamt melden.

„Mein Einsatz im Traumgarten ist mein sozialer Beitrag für Burghausen. Auch wenn ich mich sehr ärgere, wenn manchmal der Müll und v.a. die Kippen rumliegen überwiegt die Freude“, betont Engelbert Loher, der großer Fan der Burghauser kippenfrei Aktion ist. Er will sein Ehrenamt weiter machen „so lange ich eben kann“. „Die Stadt Burghausen dankt Engelbert Loher stellvertretend für alle ehrenamtlichen Gärtnerinnen und Gärtner in Burghausen. Eine starke Stadtgemeinschaft, die zusammenhält und die Stadt grün und sauber hält“, erklärt das Stadtoberhaupt.

Übrigens: Die Teichpflanzen aus der „Badewanne“ des (T)Raumgartens überwintern im Teich der Jugendherberge und die Mülleimer im Stadtpark werden von Mitarbeitern der Diakonie geleert. Hier helfen alle mit, damit die grüne Lunge der Neustadt schön und sauber bleibt.

Pressemeldung der Stadt Burghausen/köx.

Kommentare