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Nutzung von Wasserstoff für die klimaneutrale Transformation

Staatssekretärin Kofler besucht H2 Reallabor in Burghausen

Bildunterschrift v.l.: Hans Steindl, Altbürgermeister Burghausen, Anton Steinberger Leiter H2-Reallabor Burghausen gGmbH, Dr. Bärbel Kofler, MdB.
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Bildunterschrift v.l.: Hans Steindl, Altbürgermeister Burghausen, Anton Steinberger Leiter H2-Reallabor Burghausen gGmbH, Dr. Bärbel Kofler, MdB.

Die Traunsteiner SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Bärbel Kofler war in Burghausen, um sich bei dem Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Burghausen, Anton Steinberger, über die Entwicklungen zur Umstellung der chemischen Industrie auf Wasserstoff zu informieren.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Burghausen - Steinberger leitet dabei auch die H2-Reallabor Burghausen gGmbH, ein kooperatives Projekt der Gesellschafter Stadt Burghausen, Landkreis Altötting, Wacker Chemie AG, OMV Deutschland GmbH, Linde GmbH, Vinnolit GmbH & Co. KG, InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG und DB Cargo BTT GmbH. Das Ziel des Projektes ist die Nutzung von Wasserstoff für die klimaneutrale Transformation der chemischen Industrie zügig umzusetzen. „Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine führt uns im Moment deutlich vor Augen, wie dringend wir die Transformation unserer Energiegewinnung in Deutschland anpacken müssen. Es ist gut zu hören, dass das Chemiedreieck als größte Chemieregion in Bayern mit vielen Firmen und 20.000 Beschäftigten sich den Herausforderungen stellt“, so Kofler.

Steinberger stellte vor, welche konkreten Konzepte erarbeitet werden um künftig zum einen die Erzeugung von grünem Wasserstoff zu ermöglichen, und zum anderen die Produktion chemischer Produkte auf Wasserstoffbasis, weg vom Erdöl, weiterzuentwickeln. „Wir haben hier im Chemiedreieck um Burghausen durch ein dichtes Pipelinenetz, auch durch die Ethylenpipeline nach Rotterdam oder die Ölpipeline nach Triest sehr gute Voraussetzungen, um Wasserstoff zu transportieren. Nun geht es darum, unsere Projektskizzen für diese Transformation, die wir in Zusammenarbeit u.a. mit der TU München und der TH Rosenheim/Campus Burghausen erstellt haben, weiter auszuarbeiten und schließlich vor Ort umzusetzen. Wir brauchen dabei neben dem Engagement der Firmen auch erhebliche Fördermittel des Bundes für Forschung und Investition“, so Steinberger. Bärbel Kofler betonte, dass die SPD-geführte Bundesregierung mit ihrer Wasserstoffstrategie genau dieses Thema mit Nach-druck verfolge: „Darüber hinaus ist auch mein Ministerium, das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), dabei stark eingebunden. Aus unserer Sicht ist grüner Wasserstoff eine Chance für uns und die Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.“

Weiteres Thema des Gesprächs, an dem auch der Burghauser Bürgermeister Florian Schneider und Altbürgermeister Hans Steindl über weite Strecken teilnehmen konnten, waren die aktuellen Meldungen der Bahn zur Verzögerung des Ausbaus der Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing. Hier sei die örtliche Wirtschaft bereits in Vorleistung getreten und bereits dabei, die Elektrifizierung des Güterterminals und des Güterbahnhofes in wesentlichen Teilen bis 2025 fertigzustellen. „Wir sind deshalb sehr enttäuscht über diese Nachrichten der Bahn“, betonten Bürgermeister Schneider und Geschäftsführer Steinberger. Bärbel Kofler ist deswegen bereits in Kontakt mit dem Verkehrsminister, denn: „Der Ausbau der Bahnstrecke darf sich nicht verzögern, sowohl der Güter- als auch der Personenverkehr auf der Schiene hier in der Region muss endlich auf einen zukunftsfähigen Standard gehoben werden. Schon jetzt fahren täglich 68 Züge von und nach Burghausen, dazu viele LKW. Es kann nicht sein, dass ein Teil einer europäischen Magistrale von Paris bis Budapest/Bratislava in Deutschland auf Jahre hinaus noch eingleisig und nicht elektrifiziert bleibt. Wir brauchen leistungsfähigen Schienenverkehr, um die Verkehrswende verwirklichen zu können.“

Die Staatssekretärin dankte Anton Steinberger abschließend für die vielfältigen Informationen. Sie sagte zu, weiter in Kontakt zu bleiben, um die Transformation der heimischen Chemieindustrie weiter voranzutreiben.

Pressemitteilung Dr. Bärbel Kofler, MdB

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