Einmalig in unserer Region

Burghauser Sportkita hat den Betrieb aufgenommen

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Wollen die Bewegung im Alltag der Kinder verankern. Heiko Hiller (l.), Geschäftsführer SV Wacker Burghausen, und Einrichtungsleitung Maria Schmölz.
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Burghausen – Seit dem 4. November hat die Sportkita in Burghausen mit der Eingewöhnungsphase begonnen. Dabei setzt der SV Wacker Burghausen als Träger seine Schwerpunkte auf Bewegung und Ernährung.

Seit knapp drei Wochen können die 91 Kinder in die neue Sportkita in Burghausen gehen. Am 4. November hat die Einrichtung unter der Trägerschaft des SV Wacker Burghausen nun mit der Eingewöhnungsphase begonnen. Die Sportkita richtet sich nach dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan und identifiziert sich mit den Hauptschwerpunkten Bewegung und Ernährung. Eine Einrichtung mit einem solchen Konzept gibt es bisher noch gar nicht in unserer Region – die nächste vergleichbare Einrichtung ist in Nürnberg.

„Wir wollen die Bewegung im Alltag verankern und gleichzeitig die Entdeckungsreize der Kinder fördern“, so Heiko Hiller, Geschäftsführer SV Wacker Burghausen. Dabei gehe es nicht darum, möglichst viele Sportstunden abzuhalten. Wichtig sei es, den Kindern Bewegungsangebote anzubieten. So hat jede Gruppe eine eigene Spielanlage mit Kletterelementen in ihrem Gruppenraum stehen, die allerdings auch für Rollenspiele ausgelegt sind.

Eine solche Einrichtung ist für den Sportverein schon lange ein Thema. Besonders in der aktuellen Zeit des Wandels passe eine solche Kindertagesstätte sehr gut. Gesundheit spiele immer mehr eine größere Rolle, auch bei den Kindern.

Ende 2017 haben dann auch die Rahmenbedingungen gepasst. Die Stadt Burghausen war auf der Suche nach einem Träger für eine neue Kita. „Das war der Zeitpunkt, an dem wir gesagt haben. Wir befassen uns mit diesem Thema“, so Hiller. Seit 2018 liefen die intensiven Planungen.

Hiller: „Man muss das Rad nicht neu erfinden“

In diesem Jahr wurde auch bereits die Einrichtungsleiterin, Maria Schmölz, gefunden. Man habe sich mit den anderen Einrichtungen ausgetauscht und Frau Schmölz, selbst aktive Sportlerin im Sportverein, hat in der Sportkita in Nürnberg hospitiert. „Man muss das Rad nicht neu erfinden“, so Hiller. Aus den Erfahrungswerten und den eigenen Ideen sind viele Puzzleteile entstanden, die man zusammenbringen musste.

Doch auch Personal musste gefunden werden. 15 Mitarbeiter hat der Sportverein eingestellt. „Wichtig dabei war, dass diese sich mit dem Konzept und den Schwerpunkten Ernährung und Bewegung identifizieren können“, so Schmölz über die Auswahl der Angestellten.

Erste Einblicke in die Burghauser Sportkita

91 Kinder betreuen die Mitarbeiter der Kita, davon sind 15 in der Krippe. Die restlichen 76 sind in drei Gruppen aufgeteilt. „Damit sind wir bereits voll ausgelastet“, berichtet Schmölz. Jetzt heißt es für alle, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.

Nach der Eingewöhnungsphase, die bis Januar andauert, soll auch das teiloffene Konzept angewendet werden. Zwar gehöre jedes Kind einer festen Gruppe an, jedoch soll diesen die Möglichkeit gegeben werden, sich in den vorhandenen Bewegungslandschaften und Aktionsflächen frei zu entfalten. Heißt: Hat ein Kind Lust zu zeichnen, geht es ins Malatelier - oder eben in den Werkraum.

„Wir haben nahezu alle Einrichtungswünsche von der Stadt erfüllt bekommen“, freut sich Hiller. Zusätzlich hat die Sportkita 30 Prozent mehr Fläche als der Standard, damit die Kinder genügend Platz haben. Zusammen mit Lehrern der Kindersportschule (KiSS) gibt es zwei Mal pro Woche eine Art Sportunterricht.

Kinder dürfen keine Getränke oder Nahrungsmittel mitnehmen

Das Thema Ernährung ist auch ganz klar geregelt. So dürfen Kinder keine Getränke oder Nahrungsmittel mitnehmen. „Bei uns hat alles Bio-Qualität. Wir bekommen die Ware vom Schacherbauer-Hof in Mehring“, erklärt die Einrichtungsleitung.

Doch auch für die Eltern soll es ein Zusatzangebot geben. So stehen Koch- und Sportkurse auf der Agenda, damit die Mütter und Väter auch die Schwerpunkte vermitteln können, die für die Kita wichtig sind. Kochkurse sollen zusätzlich für eine leichtere Migration dienen, wenn Eltern aus anderen Ländern Gerichte aus ihrem Herkunftsland kochen.

Mit dieser Kita hat die Sportstadt Burghausen auf jeden Fall wieder ein tolles Angebot mehr. Eine Konkurrenz zu den bestehenden Einrichtungen soll es nicht geben. „Jeder Träger hat unterschiedliche Ziele. Und jede Einrichtung steht für etwas anderes“, so Hiller. Dennoch hofft der Geschäftsführer des SV Wacker Burghausen mit diesem Projekt Anregungen für andere Kommunen und Träger geschaffen zu haben. Man müsse es ja nicht 1:1 umsetzen, aber vielleicht kann man sich ja einzelne Aspekte herausnehmen.

jz

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