Auch die Infrastruktur soll gefördert werden

SPD-Politiker sagen Burghauser Campus Unterstützung zu

+
Spitzengespräch in Burghausen (v.l.): Prof. Dr. Philipp Keil, Günther Knoblauch, Hans Steindl, Markus Rinderspacher, Anton Steinberger.

Burghausen - Die SPD-Politiker Rinderspacher und Knoblauch haben bei einem Treffen versprochen, sich weiter für die Förderung des dortigen Campus einzusetzen.

Die Gründung des Hochschulstandorts Burghausen war nach Ansicht des SPD-Fraktionsvorsitzenden Markus Rinderspacher eine "Jahrhundertentscheidung" für die Region. Bei einem Besuch vor Ort und Gesprächen mit den Verantwortlichen sagte Rinderspacher: "Ich bin total begeistert davon, was hier geschaffen wurde. Das ist eine hervorragende Investition in die Zukunft Burghausens." 

Weitere Förderung des Campus das Ziel

In der Außenstelle der Hochschule Rosenheim liegt der Schwerpunkt der akademischen Ausbildung auf dem Bereich Chemie. Bislang werden hier Studiengänge für künftige Chemieingenieure und für Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt auf Chemieindustrie angeboten. 

Und Erweiterungen sind bereits in Planung. Markus Rinderspacher und der örtliche Abgeordnete Günther Knoblauch hoben besonders das große Engagement der Stadt Burghausen unter ihrem Ersten Bürgermeister Hans Steindl hervor. "Vor allem seinem Weitblick und seiner Kreativität ist es zu verdanken, dass Burghausen so hervorragend dasteht", betonten beide.

Allerdings dürfe sich der Freistaat nicht aus der Verantwortung stehlen, warnt Knoblauch, der dem Haushaltsausschuss des Landtags angehört. Er will sich im Parlament weiter für eine finanzielle Unterstützung des Hochschulcampus einsetzen. Er fordert zudem den zweigleisigen und elektrifizierten Ausbau nach München und Salzburg, aber auch die Anbindung an den Flughafen über die Walpertskirchener Spange. 

Ausbau der Infrastruktur wichtig

Der Geschäftsführer der Burghauser Wirtschaftsbeteiligungsgesellschaft, Anton Steinberger, rechnete bei dem Treffen vor, dass die örtliche Industrie, darunter Wacker Chemie als Weltunternehmen, auf bessere Infrastruktur angewiesen ist: "Momentan dauert die Fahrt eines Güterwaggons von Burghausen nach München elf Stunden - für nur 65 Kilometer!" 

Rinderspacher und Knoblauch versprachen, im Landtag entsprechende Unterstützung zu geben: "Der Freistaat hat die Verpflichtung, diese wichtige Industrieregion zu fördern. Das gilt auch für die Ansiedlung eines neuen Batteriewerks für Elektromobile. Der Standort wäre perfekt, Fachleute, Wissenschaft und Kommunen stehen bereit. Wir müssen der Staatsregierung hier wohl auf die Sprünge helfen."

Pressemitteilung der Bayern-SPD-Landtagsfraktion

Zurück zur Übersicht: Stadt Burghausen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser