Neuer Partner offiziell vorgestellt

Salzachzentrum: Das sind die neuen Pläne

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So wie in dieser Animation von SES könnte das Salzachzentrum einmal aussehen. Ob das Projekt überhaupt realisiert wird, ist indes noch immer nicht sicher.
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Burghausen - Ein neuer Partner ist mit im Boot, noch in diesem Jahr könnte mit dem Bau begonnen werden. An welchen Hürden das Projekt noch zu scheitern droht:

Jetzt ist es offiziell: Das österreichische Unternehmen SES (Spar European Shopping Centers) soll als neuer Projektpartner die Vermarktung des Salzachzentrums übernehmen. Auf einer Pressekonferenz am Freitagvormittag in Burghausen zeigten sich Marcus Wild, Geschäftsführer von SES, Ulrich Gerhardt, Geschäftsführer des Investors Taurus, Bürgermeister Hans Steindl sowie Anton Steinberger von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Burghausen zuversichtlich, dass das Projekt Salzachzentrum mit verändertem Konzept realisiert werden kann. Im Idealfall soll Ende 2014 mit dem Bau begonnen werden,  Anfang 2016 wäre dann die Eröffnung geplant. Es gilt allerdings noch einige Hürden zu überwinden, an denen das Vorhaben sogar noch komplett scheitern könnte.

Projekt kann noch immer "sterben"

Ulrich Gerhardt, Geschäftsführer von Taurus

"Die Gefahr, dass so etwas sterben kann, ist da", räumte Gerhardt ein. Alle Punkte seien geprüft, nun müssten sie umgesetzt werden. Man habe jedoch nicht alles selbst in der Hand, so der Taurus-Geschäftsführer. In einer Analyse hatte der neue Partner SES das bisherige Konzept auf den Prüfstand gestellt und im Wesentlichen drei Mängel ausgemacht: die Fassade, das Innendesign sowie das Park- und Verkehrskonzept.

Die Umgestaltung der Fassade dürfte wohl kein Problem darstellen. "Wir brauchen keine Neuaufsetzung des Bebauungsplans", stellte Bürgermeister Steindl klar. Alle Änderungen würden sich also im Rahmen der bisherigen Genehmigungen bewegen. Im Inneren des künftigen Shopping-Centers pocht SES auf mehr Qualität. Wie Gerhardt erläuterte, sollen andere Materialen verwendet werden, was die Kosten erhöhen würde. Dementsprechend muss in diesem Punkt die Finanzierung mit der Bank geregelt werden.

"No parking, no business"

Marcus Wild, Geschäftsführer von SES

Womöglich entscheidend für die Zukunft des Salzachzentrums könnte das Parkkonzept sein. "Das Zentrale spielt sich unter der Erde ab", sagte Steindl. Für einen optimalen Betrieb des Shopping-Centers müssen die Tiefgarage des Einkaufszentrums und die öffentliche Tiefgarage in der Marktler Straße sinnvoll miteinander sowie mit der Straße verbunden werden. Konkret brachte Steindl beispielsweise eine Unterkellerung des Bahnhofsvorplatzes ins Spiel. Auch über die genaue Anzahl sowie die Größe der Parkplätze in der neuen Tiefgarage muss noch entschieden werden.

Für Veränderungen im Parkkonzept wird die Zustimmung des Stadtrats erforderlich sein. Außerdem muss im Falle einer neuen Tiefgaragenzufahrt das Staatliche Bauamt Traunstein einbezogen werden, schließlich ist die Marktler Straße eine Bundesstraße.

Gerhardt und Wild machten deutlich, dass die Parkplatzfrage auch bei der Akquise von Ankermietern von Belang ist. "No parking, no business", formulierte Wild plakativ - ohne Parkplätze kein Geschäft. Gerhardt erklärte, dass beispielsweise Media-Markt auch wegen der unzureichenden Verkehrssituation nicht als Mieter gewonnen werden konnte.

Mehrere Interessenten haben abgesagt

So stellt sich SES das Salzachzentrum von innen vor.

Aktuell stehen die Projektpartner mit möglichen Ankermietern in Verhandlungen. Gerhardt zufolge hat Edeka weiterhin großes Interesse. Man stehe in "ausgezeichnetem Kontakt mit der Firma Edeka" und es habe auch in der "Phase des Stillstands" weiterhin Gespräche gegeben. "Ich denke, Edeka freut sich auch auf dieses Projekt", so der Taurus-Geschäftsführer. Wild indes berichtete, es habe eine Reihe von Interessenten gegeben, die abgesagt hätten. Der SES-Geschäftsführer gab sich aber zuversichtlich mehrere Interessenten noch von dem Projekt überzeugen zu können.

Insgesamt rund 50 Shops sollen in das Salzachzentrum einziehen, die Verkaufsfläche beläuft sich auf 15.000 Quadratmetern, verteilt auf zwei Etagen. Die Projektpartner kalkulieren mit 200.000 potenziellen Kunden, alleine 175.000 Menschen würden Gerhard zufolge in 20 Minuten Fahrzeit das Salzachzentrum erreichen. Insgesamt sollen etwa 500 Arbeitsplätze im Salzachzentrum entstehen, die allermeisten davon in den Shops. "Zehn Leute werden maximal im Center beschäftigt sein", erläuterte Wild.

"Ein Jahr hin oder her spielt keine Rolle"

Vor Baubeginn steht erst noch eine umfassende Prüfphase von drei bis maximal sechs Monaten auf der Agenda, in der alle Fragen rund um Fassade, Design und Parken geklärt werden sollen. Die Projektpartner verteidigten, dass man sich nun erst einmal Zeit lässt, um das Konzept zu überarbeiten. "Es wird kein Schnellschuss sein. Wenn, dann gibt's Qualität", sagte Wild und Steindl ergänzte: "Da spielt jetzt ein Jahr hin oder her auch keine Rolle mehr." Wichtig sei, dass nach Baubeginn alles in einem Zug gebaut werde.

Die Pressekonferenz in Bildern:

Die Pressekonferenz zum Salzachzentrum

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