Nach mehr als 20 Jahren

Servus, Dorle! - Gründerin des Kindernests geht in Rente

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Bürgermeister Hans Steindl, die Erzieherinnen Silvia Seebald, Nathalia Wert, Michaela Wimmer, Doris Graf, Christine Könning, Karin Terhörst und der Geschäftsführer der Kreis-Caritas Manfred Tausch (v.l.n.r.).

Burghausen - Doris Graf kennt in Burghausen jeder nur als Dorle Graf und man kennt sie als eine „durchsetzungsstarke, lebensfrohe Frau mit einem großen Familiensinn“.

So jedenfalls brachte es der Erste Bürgermeister Hans Steindl bei der offiziellen Verabschiedungsfeier im Burghauser Kindernest im Bürgerhaus auf den Punkt. Und genau ihr ausgeprägter Familiensinn ist der Grund, warum Dorle Graf nach mehr als 20 Jahren Erzieherin im Kindernest nun offiziell in den Ruhestand geht. „Ich bin jetzt Oma“, sagt sie stolz und deswegen wolle sie nun mehr Freizeit und Energie mit ihrer Enkeltochter Josefine verbringen

Stadträtin und Familienreferentin bleibt sie aber natürlich noch. Verabschiedet haben Dorle Graf neben Bürgermeister Steindl „das tolle Team“ aus dem Kindernest: Michaela Wimmer, Nathalia Wert und Silvia Seebald sowie Manfred Tausch, Geschäftsführer der Kreis-Caritas, im Namen des Trägers.

Eine Kinderkrippe war damals noch ein Novum

Mit dabei war auch Christine Könning. Sie hat zusammen mit Dorle Graf das Kindernest am 9. November 1996 gegründet. Dem war natürlich einiges an Protest und persönlichem Engagement vorausgegangen. Erinnerungen, die bei der Verabschiedung laut wurden, denn das Kindernest diente seit jeher als Krippe der Beaufsichtigung von Kleinkindern von 1 – 3 Jahren bevor sie in den regulären Kindergarten kommen. 

„Das gab es 1996 weit und breit nicht. Das kann man sich heute nicht mehr vorstellen. Aber die Nachfrage war da. Gerade in Burghausen, wo so viele Familien der Arbeit wegen herziehen, fehlen damals wie heute vielfach die Großeltern zur Unterstützung. Das haben wir gewusst und am eigenen Leib als junge Mütter erlebt, deswegen haben wir uns für die Gründung eines Kindernestes eingesetzt“, sagen Dorle Grad und Christine Könning. 

Unterstützung vom Bürgermeister und den SPD-Frauen

Einen großen Aufschrei habe es gegeben. „Es war eher verpönt, sein Kind nicht selbst zu beaufsichtigen bevor es in der Kindergarten kommt“, sagt Dorle Graf, die ganz klar weiß, dass es ohne die Hilfe von Bürgermeister Steindl und den „starken SPD-Frauen“, allen voran Annette Heidrich, auch nicht möglich gewesen wäre. „Geholfen hat auch, dass wir von Anfang an mit der Caritas einen kompetenten und verlässlichen Träger im Boot wussten“, unterstreicht Christine Könning.

Nun will sich die Familienreferentin mit dem „großen Tatendrang und der enormen Zielstrebigkeit“, wie es mehrfach anerkennend von den Anwesenden formuliert wurde, aber mehr der eigenen Familie widmen. „Meine Tochter ist jetzt selbst Mutter und lebt in Waging. Ich will sie so gut es geht unterstützen.

Geheimnisvolle Hinweise auf die Zukunft

Bürgermeister Hans Steindl nahm die Abschiedsfeier zum Anlass, weitere Spekulationen bezüglich eines neuen Hauses der Familie anzufachen: „Es steht mehr als ein Umzug an. Das kann ich schon mal sagen.“ Es betonte aber auch, welch „tolles Team“ Dorle Graf hinterlässt und dass sie für die Stadt mit dem Projekt Kindernest viel erreicht habe. 

„Wir waren und sind Vorreiter, wenn es um Kinderbetreuung geht. Leider wird es für die Eltern schnell selbstverständlich, wenn man so viel tut.“ So wurden in der Juni-Stadtratssitzung erneut die Kindergartengebühren für die nächsten drei Jahre übernommen. „Das gibt es nur in bayernweit nur in Unterföhring und Burghausen. Das kostet uns 300.000 Euro jährlich. Und es ist nicht selbstverständlich!“

Pressemitteilung Stadt Burghausen

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