Premiere am 13. Juli

„Star Wars“ - gedreht und produziert in Burghausen

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Burghausen – Drei Schüler vom Kumax-Gymnasium produzieren ihren eigenen Film mit dem Titel „Star Wars - Eine Geheime Macht“. Circa 50 Drehtage, 4500 Arbeitsstunden und nicht einmal 100 Euro stecken in diesem Projekt.

Im Gespräch mit den Machern des Films wird schnell klar, dass es mehr als ein Hobby für sie ist. In den letzten zwei Jahren drehte sich für Siri Laube (Produktion/Regie), Malte „Simus“ Siemers (Director of Photography/Editor/Postproduktion) und Yara Zemke (Drehbuch/Hauptdarstellerin) alles um ihre große Leidenschaft. Rund 4.500 Arbeitsstunden haben besonders die drei Schüler in ihren Fan-Film investiert. Es ist ein freiwilliges Schülerprojekt, dass nicht im Rahmen eines Seminars war. Parallel dazu haben die 17-jährigen Filmemacher auch noch erfolgreich ihr Abitur absolviert.

Trailer als Vorgeschmack:

Produktion steckt in den letzten Zügen

Aktuell heißt es ihrem 97 Minuten langen Film den letzten Feinschliff zu geben. In Kürze findet nämlich die Premiere statt - am Samstag, den 13. Juli, im Ankersaal in Burghausen. Zusammen haben die Abiturienten den Film angeschaut und noch eine To-Do-Liste der Korrekturen erstellt. „Da geht es beispielsweise um Videoübergänge und Tonüberblendungen. Zum Glück ist die Liste nicht so lang geworden“, berichtet Malte. Zudem müsse die Musik und Soundeffekte noch integriert werden. Die Lieder werden von vier verschieden Komponisten gefertigt, je nach Stimmung im Film.

Schüler voll in ihrem Element

Das Filmplakat wurde auch von Malte erstellt.

Die Idee für den Film entstand während eines Star-Wars-Filmmarathons. Siri wollte schon immer einen eigenen Spielfilm machen. „Ich habe früher Star Wars Lego-Filme gemacht, aber leider war die Geduld meiner damaligen Crew nicht so groß“, so die Produzentin. Jetzt ist sie aber ganz in ihrem Element. Sie war sozusagen das Mädchen für Alles. Schauspieler, Regie, Kostumnäherin, Organisation und noch vieles mehr - es gibt nichts, woran sie am Film nicht beteiligt war.

Maltes Leidenschaft für den Film begann mit seiner ersten eigenen Kamera. Dann folgten die ersten Videos – so kam eins zum anderen. Das Schnittprogramm und die Kamera für den Film gehören ihm. „Es gab 20 Nächte, in denen ich nicht in meinem Zimmer schlafen konnte, weil der Rechner so laut und warm geworden ist“, berichtet der 17-Jährige über den aufwendigen Prozess. Er ist auch für die Filmeffekte zuständig, was er sich teilweise selbst und durch Tutorials im Internet angeeignet hat. So wurden aus Stöcken oder Plastikrohre im Nachhinein Laserschwerter. Das Ergebnis kann sich sehen lasen.

Budget unter 100 Euro und viele andere Probleme

Nicht einmal 100 Euro haben die Schüler für den Film ausgegeben. Das Kamera-Equipment gehört Malte, für die Requisiten wurden alle Keller geplündert und die Kostüme haben sie sich auch selbst genäht. Knapp 30 Schauspieler, darunter auch der Schuldirektor, Lehrer und Eltern, kommen auf 40-50 Rollen.

Insgesamt 50 Drehtage hatten sie während der vergangen zwei Jahre. Drehorte waren unter anderem die Burg, der Wöhrsee, die Schule und Wälder in der Umgebung. Was das Wetter betraf, hatten die Abiturienten alles dabei – kalt, heiß, nass, Schnee und Regen. Ein Drehtag bereitete aber enorme Probleme. Es war eine relative große Szene mit den sogenannten Botschaftern. 98 Einstellungen gab es dabei. „Der Termin dafür lag relativ ungünstig. Wir waren einen Tag vorher noch auf Studienfahrt in der Toskana und mussten die ganze Shotliste in Italien fertig machen“, erzählt Siri.

Doch auch andere Probleme hatte die Filmcrew. „Egal ob es um eine Drehgenehmigung oder etwas anders ging, sobald das Wort Schülerprojekt gefallen ist, hatte ich das Gefühl, die Leute haben uns nicht ernst genommen“, so Malte.

Ein Blick hinter die Kulissen bei den Dreharbeiten.

Proben für Premiere am 13. Juli

Nun geht es aber in den Endspurt. „Mehr als die Hälfte der Zeit haben wir in der Postproduktion verbracht“, berichtet Malte. Zwar würde ihnen drehen mehr Spaß machen, aber das gehöre eben dazu. So werden aktuell neben den Feinschliff auch bereits Tonproben im Kino praktiziert. Am Kopfhörer sei es natürlich etwas anderes als im Kinosaal mit einer Surround-Anlage.

Es scheint als seien sie bestens vorbereitet für die Premiere am 13. Juli um 20 Uhr. Tatkräftige Unterstützung haben sie sowohl von ihrer Schule, dem KuMax-Gymnasium, und der Stadt Burghausen, insbesondere vom 1. Bürgermeister Hans Steindl, erhalten. Bereits ein Großteil der kostenlosen Karten sind vergriffen, wer noch Interesse hat, kann sich Tickets für die Premiere ausschließlich unter siri.laube@web.de bestellen. Wer noch mehr Einblicke hinter die Kulissen haben will, sollte sich den YouTube-Channel der Filmcrew genauer anschauen.

jz

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