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Verdacht auf Chemikalien-Austritt in Burghausen

Grau-braune Schlieren auf dem Alzkanal - Wacker reagiert mit Ölsperren

Im Simssee rötliche Schlieren zu sehen, die sich über das Wasser ziehen. Vertreter des Gesundheitsamtes vermuten Rotalgen. Durch Wasserproben habe man das aber nicht bestätigen können.
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Bräunlich-rötliche Schlieren, die sich über das Wasser ziehen. Die Ursache dafür können auch Rotalgen sein. Wasserproben werden jetzt ausgewertet.

Gefährliche Chemikalien, die aus Versehen aus dem Wacker-Chemie-Werk in den Alzkanal geflossen sind? Oder doch nur eine Eintrübung durch Reste von abgestorbenen Pflanzen? Am Mittwoch ließ Wacker vorsichtshalber Ölsperren errichten, damit der Fluss hinter dem Wasserschloss weitgehend sauber bleibt. Das Wasserwirtschaftsamt in Traunstein wertet jetzt die Proben aus, um Klarheit hinsichtlich der Ursache der Farbveränderung zu bekommen.

Burghausen - Optischer Schreckmoment am Mittwoch (16. Februar) rund um die chemische Industrie in Burghausen: Grau-braune Schlieren zogen sich auf dem Alzkanal. Der Verdacht bei den Verantwortlichen von Wacker Chemie war zunächst, dass gefährliche Chemikalien ausgetreten sein könnten.

Die Wacker-Werksfeuerwehr reagierte schnell und errichtete verbeugend Ölsperren. Wacker selbst ging offen mit dem sensiblen Thema um und veröffentliche eine Pressemitteilung:

„Gegen 7.30 Uhr (am 16. Februar) wurden die zumeist nur in geringem Umfang sichtbaren, grau-braunen Schlieren bemerkt. Umgehend brachte die Werkfeuerwehr eine Ölsperre am Oberwasserkanal vor dem sogenannten Wasserschloss des Wasserkraftwerks ein.“

Video zur Wiederinbetriebnahme des Wacker-Alzkanals 2016:

Schuld sind offensichtlich „nur“ Reste von abgestorbenen Pflanzen

Ein weiterer Durchfluss der verdächtigen Brühe konnte demnach verhindert werden. Aktuell sieht es glücklicherweise so aus, dass die Ursache harmlos und natürlich ist: „Wie sich herausstellte, waren die Schlieren bereits stromaufwärts des Werkgeländes zu sehen, das Werk scheidet damit als Ursache aus.

Nach Angaben des Wasserwirtschaftsamts Traunstein ist denkbar, dass die Verunreinigungen natürlichen Ursprungs sind – etwa in Form von abgestorbenen Wasserpflanzen“, so Wacker-Pressesprecher Christoph Kleiner.

Auf Nachfrage erfuhr innsalzach24.de am Donnerstag (17. Februar), dass das Wasserwirtschaftsamt aktuelle Proben aus dem Alzkanal im Labor untersucht. Kleiner: „Am Mittwoch war seitens der Behörde die Rede davon, dass die Analyse mehrere Tage dauern kann.“

Luftaufnahme des Wacker Werks Burghausen

Stürmisches Wetter erschwert die genaue Beobachtung - Bäume drohen umzustürzen

Mittlerweile sind auf dem Alzkanal keine Schlieren mehr zu erkennen, wobei das aktuelle Sturm- und Regenwetter die genaue Beobachtung erschwert – schließlich waren die zumeist nur geringfügig auftretenden, grau-braunen Rückstände am 16. Februar selbst bei ruhiger Wasseroberfläche nur bei genauem Hinsehen zu erkennen.

Die Werksfeuerwehr von Wacker baut die Ölsperren aktuell zurück. „Beim im Unterwasserkanal - außerhalb des Werkgeländes - eingesetztem Exemplar kann sich die Entnahme wetterbedingt etwas verzögern. Hier befindet sich der Kanal in unmittelbarem Anschluss zum Auwald, entsprechend besteht Baumsturzgefahr aufgrund der Sturmböen“, so Wacker in einer Stellungnahme.

Hinzu kommt, dass die Regenfälle der letzten Stunden das Erdreich aufgeweicht haben, so dass der Einsatz von schweren Fahrzeugen aktuell nicht ratsam ist.

-rok-

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