Polizist traf 33-Jährigen am Hinterkopf

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Burghausen - Am Freitag hat ein Zivilpolizist im Rahmen einer Festnahme einen 33-Jährigen erschossen. Wie jetzt bekannt wurde, traf er den flüchtenden Mann am Hinterkopf.

Wie bereits berichtet kam es am Freitag, 25. Juli, im Zusammenhang mit der Festnahme eines mit Haftbefehl gesuchten 33-jährigen Mannes zu einem Schusswaffengebrauch durch einen Polizeibeamte. Der 33-Jährige wurde dabei tödlich getroffen. Die Staatsanwaltschaft Traunstein und das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) haben noch vor Ort die Ermittlungen übernommen. 

Die bisher durchgeführten Ermittlungen ergaben, dass der Zivilfahnder bei der Festnahmeaktion im Hinterhof eines Wohnblocks in Burghausen zuerst einen Warnschuss abgab und danach einmal auf den flüchtenden 33-Jährigen schoss. Nach ersten Angaben des Polizeibeamten zielte er auf die Beine, traf jedoch den Flüchtenden am Hinterkopf und verletzte ihn so schwer, dass er noch am Einsatzort verstarb.

Die in München durchgeführte Obduktion wurde am Wochenende abgeschlossen. Das Gutachten hierzu liegt zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor. Die Aufgabe des Sachgebietes Interne Ermittlungen Südbayern des LKA ist es nun, alle eingesetzten Polizeibeamten und mögliche Zeugen zu vernehmen. Außerdem wird durch Experten ein Schussgutachten erstellt. 

Gegen den bereits einschlägig vorbestraften 33-Jährigen bestand ein Haftbefehl des Amtsgerichtes Traunstein wegen eines Verbrechens des Handels mit Betäubungsmittel in nicht geringer Menge. 

Die Staatsanwaltschaft Traunstein hat gegen den Polizeibeamten ein Verfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Weitere Auskünfte können zum jetzigen Zeitpunkt nicht erteilt werden.

Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Traunstein und des Bayerischen Landeskriminalamts

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