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„Nachhaltig, bürgernah und zukunftsorientiert“

Burghausen plant Nachhaltigkeitskonzept: Ein Herzensprojekt für Bürgermeister Schneider

  • Jens Zimmermann
    VonJens Zimmermann
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„Burghausen 2030 - nachhaltig, bürgernah und zukunftsorientiert“ - unter dieser Devise will die Stadt die kommenden Entscheidungen treffen. Dafür bedarf es einem Konzept, das in der letzten Stadtratssitzung dem Gremium vorgestellt wurde. 

Burghausen - Es ist ein Thema, das Bürgermeister Florian Schneider am Herzen liegt und ein zentraler Aspekt seiner Amtszeit sein soll. „Das ist mir sehr wichtig und ich will es mit ihnen vorantreiben“, so das Stadtoberhaupt gegenüber den Stadtratsmitgliedern. Zwar würde der Begriff Nachhaltigkeit inzwischen inflationär verwendet, dennoch soll es laut Schneider die große Klammer für die kommenden Entscheidungen sein. Im Fokus steht dabei nicht nur die Stadtverwaltung, sondern die Stadt im Allgemeinen.

Burghausen plant Nachhaltigkeitskonzept

Sarah Freudlsperger aus dem Burghauser Umweltamt wird sich zukünftig um das Projekt kümmern und erklärte dem Stadtrat im ersten Schritt die Hintergründe dazu. Das Konzept ist angelehnt an die „Agenda 2030“, die von den Vereinten Nationen 2015 verabschiedet wurden. Darin wurden 17 globale Ziele formuliert. Dabei gibt es fünf Kernbotschaften: 1. Die Würde des Menschen im Mittelpunkt, 2. den Planeten schützen, 3. Wohlstand für alle fördern, 4. Frieden fördern und 5. Globale Partnerschaften aufbauen.

Auch die Bayerische Regierung formulierte bereits klare Ziele. Bis 2040 soll Bayern klimaneutral sein und damit fünf Jahre früher als von der Bundesregierung vorgegeben. Da der Staat eine Vorbildfunktion habe, sollen alle Verwaltungen bereits 2030 dieses Ziel erreicht haben.

Bis Ende 2021 will die Stadt nun einen Nachhaltigkeitsbericht mit einer Bestandsaufnahme und klaren Zielen entwickeln, um anschließend mit guten Voraussetzungen ins Jahr 2022 zu starten und mit den ersten Maßnahmen zu beginnen. Die einzelnen Fraktionen sollen hierzu bis Ende Juli ihre Schwerpunkte und Handlungsfelder nennen. Auch die Bürger sollen sich beteiligen können.

Große Zustimmung im Stadtrat: „Sinnvoll“ und „dringend notwendig“

Das skizzierte Nachhaltigkeitskonzept fand großen Anklang im Stadtrat. Für Franz Kammhuber (SPD) sei es an der Zeit, dies auf den Weg zu bringen, da sich seine Partei schon lange damit beschäftigen würde. Denn es gebe nicht die eine Lösung, vielmehr müsse man den Burghauser Weg finden.

Peter Schacherbauer (UWB) halte die Idee für eine „strategische Entscheidung, die wichtig und sinnvoll“ sei. Der Bericht könnte schließlich auch eine Art Selbstkontrolle für die Arbeit des Stadtrates sein. Auch Dr. Birgit Schwab (FDP) halte es für „dringend notwendig“. Die Unternehmen würden sich bereits seit längerer Zeit damit beschäftigen.

Ohne Gegenstimme wurde das Projekt auf den Weg gebracht. Schneider stellte abschließend auch nochmal klar, dass die Idee keinesfalls gegen die chemische Industrie arbeiten soll. Energieaspekte spielen auch für die Unternehmen eine wichtige Rolle. „Wir machen das, damit sie hier bleibt“, so der Bürgermeister.

jz

Rubriklistenbild: © jz

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