Aus dem Burghauser Stadtrat

Parkplatzproblem bei Wacker-Süd: Warum das wohl noch andauern wird

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Burghausen – Vor der Süd-Einfahrt zur Wacker Chemie AG gibt es ein besonderes Parkplatzproblem, das nun auf der jüngsten Stadtratssitzung zur Sprache gekommen ist: „Keine einfache Situation“, sagte der Erste Bürgermeister Hans Steindl dazu. Eigentlich nämlich sollte sich dieses Problem von selbst erledigen.

Die Wacker Chemie AG am Standort in Burghausen: Zig Tausende Menschen arbeiten hier. Viele davon kommen mit dem Auto. Problem: Wo hin damit? Da gibt es offenbar sehr „kreative“ Fahrer, die jeden Zentimeter nutzen, oft zum Leidwesen anderer Verkehrsteilnehmer und zum Leidwesen von Anwohnern vor der Süd-Einfahrt und sehr oft verkehrswidrig.

Darauf hat Stadträtin Doris Graf (SPD) auf der jüngsten Sitzung des Stadtrates im Falle der Liebigstraße hingewiesen und nach der Möglichkeit der Einrichtung eines einseitigen Parkverbotes für diese Straße oder der Hinwirkung seitens der Stadt auf die Wacker Chemie AG auf Errichtung von zusätzlichen Parkplätzen gefragt.

Die Liebstraße in Burghausen wird als eine von mehreren Straßen vor der Süd-Einfahrt zur Wacker Chemie AG in Burghausen zugeparkt.

„Keine einfache Situation“ (Hans Steindl)

Das Burghauser Stadtoberhaupt führte aus, dass es sich hierbei um keine einfache Situation handle. Warum ist das so? Immer mehr Straßen in der Umgebung der Süd-Einfahrt der Wacker Chemie AG werden laut Steindl zugeparkt. „Vor allem auf den großflächigen Parkplätzen werden die Pkws oft verkehrswidrig geparkt, dass bei einem eventuellen Feuerwehreinsatz kein Platz für die Einsatzfahrzeuge wäre.“ In Abstimmung mit dem Betriebsrat der Wacker Chemie AG sei das verkehrswidrige Verhalten vieler der dortigen Mitarbeiter seitens der Stadt tolerant akzeptiert worden. Nur sporadisch habe die kommunale Verkehrsüberwachung dort kontrolliert.

Kein Parkhaus für die Einfahrt Süd

Was also könnte man tun? Steindl führte in punkto der großflächigen Parkplätze an der Süd-Einfahrt zur Wacker Chemie AG die Möglichkeit einer Schranke ein mit Zählmechanismus. Ist die maximale Anzahl erreicht, sperrt die Schranke ab. Dazu gebe es die Möglichkeit von Parkverboten. Die aber müssten „auch wieder“ kontrolliert werden. Von einem Parkhaus hält der Erste Bürgermeister der Salzachstadt jedoch nichts. Der Grund: Es würde zu viel Verkehr in die Stadt bringen, wo er nicht hingehöre. „Ziel muss es sein, das jetzige Verkehrsaufkommen bei der Süd-Einfahrt zu reduzieren.“ Die Errichtung eines Parkhauses sei kontraproduktiv.

Veränderte Sachlagen sollen helfen

Seit Jahren würde den Betriebsrat die Parkplatzthematik beschäftigen, so der Dritte Bürgermeister der Stadt Burghausen, Norbert Stranzinger (CSU/Betriebsrat der Wacker Chemie AG). „Man muss jedoch wissen, dass sich durch Einführung der autonomen und gleitenden Arbeitszeitmodelle auch die Arbeitszeiten komplett verschoben haben.“ Was heißt das? Damit sollen die Mitarbeiter zu unterschiedlichen Uhrzeiten ihre Arbeitzeit beginnen können: eine Entzerrung der Stoßzeiten also.

Hat wohl nicht gefruchtet in Sachen Parkplatzproblem im Umgriff der Süd-Einfahrt zum Werk. Auch nicht gefruchtet hat offenbar eine Busaktion. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen nach wie vor gerne mit dem eigenen Auto und nehmen die Parkplatzsuche und nicht zuletzt verkehrswidriges Parken in Kauf.

Die Nord-Einfahrt soll es richten

Durch die Errichtung der Polyanlagen habe sich die Hauptbeschäftigung sowieso eher in den Norden verlagert, so Stadtrat Stranzinger weiter. Er begrüße die Errichtung weiterer Parkplätze an der Nord-Einfahrt der Wacker Chemie AG am Standort in Burghausen. Wie es in der Liebigstraße dann weiter gehen wird und wann: Darüber gab es keine detaillierten Auskünfte.

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