Aus dem Burghauser Stadtrat

Parkplatznot in der Altstadt: So soll das Problem gelöst werden

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Parkplatznot in der Altstadt von Burghausen: So soll sie verbessert werden
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Burghausen – Für die neue Parkgarage in der Zaglau nimmt die Stadt sehr viel Geld in die Hand. Für eine solch große Baumaßnahmen gibt es Fördertöpfe. In diesem Fall verzichtet Burghausen auf Fördergelder. Das ist der Grund dafür:

Bei seiner jüngsten Sitzung am Mittwochnachmittag hat der Burghauser Stadtrat den Realisierungsbeschluss zur neuen Parkgarage in der Zaglau gefasst. Sie wird also kommen. 72+80 ist die Rechnung: Insgesamt soll die Parkgarage 152 Stellplätze haben. Ob sich noch ein paar mehr ausgehen? Das wird noch geprüft.

Bei der angespannten Parkplatzsituation in der Altstadt war bisher versucht worden, jeden Quadratzentimeter dafür auszunutzen. An dieser Stelle bietet sich eine weitere Möglichkeit, Parkraum zu schaffen - nämlich in der Höhe. Das ist teuer: Vier Millionen Euro soll die Parkgarage in der Zaglau kosten.

Hier wird die neue Parkgarage in der Zaglau in der Altstadt von Burghausen entstehen.

Parkraum in der Höhe

Teilt man vier Millionen durch 152, kommt man auf 26.315 und ein paar Zerquetschte. Teilt man vier Millionen durch 80, kommt man auf glatte 50.000. Das kostet jeweils einer der hinzugewonnenen Parkplätze in der neuen Parkgarage in der Zaglau in Euro.

Sehr viel Geld also dafür, dass Besucher von Konzerten oder ähnlich gelagerten Veranstaltungen einen Parkplatz für ihr Auto finden. Überhaupt soll sich die Parkplatzsituation in der Altstadt dadurch entzerren. So nennt der Erste Bürgermeister die neue Parkgarage "Quartiersgarage".

Ein Teil der Parkplätze soll nämlich an Anwohner vermietet werden. "Wir haben eine Warteliste von 30 Bewerbern und mehr für einen Stellplatz." Ergo: Die "da hinten" rein, der Rest an die Touristen und Besucher. Ein paar E-Autos vielleicht noch zum Vermieten.

Keine Förderung

Die vier Millionen Euro für die neue Parkgarage in der Zaglau trägt die Stadt alleine. Es gebe Fördertöpfe, sagt der Erste Bürgermeister auf der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Das mache aber keinen Sinn, denn die Stadt müsse sich alle Möglichkeiten für die Ausgestaltung offen halten. So würden Pläne wie die Vermietung von Parklätzen an Anwohner durch Förderungen reglementiert werden. "Wir wollen hier eine flexible Situation haben."

Wo hier noch 72 Parkplätze auf der Fläche stehen, wird es bald 80 mehr in der Höhe geben. Das hat der Burghauser Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

"Wir wollen hier eine flexible Situation haben"

Wie soll sie aussehen, die neue Parkgarage in der Zaglau? Auch darüber hat der Burghauser Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung am Mittwochnachmittag lange diskutiert. Der beauftragte Architekt Herbert Markert von Karl + Markert hatte eine "aufgelöste" Fassade vorgeschlagen. Passt das in die Zaglau neben die Studienkirche und das Gymnasium? "Wir haben in Burghausen das Privileg, dass man Altem etwas Neues gegenüber stellen kann", sagte Hans Steindl.

Aus den Vorschlägen des Architekturbüros Karl + Markert aus Burghausen: So sieht die Auflösung der Fassade aus.

Die Fassade soll eine fünffache werden: Zu den vier Seiten kommt das Dach. Die fünf Seiten sollen also offen und mit Lamellen verkleidet sein. 30 Prozent der Verkleidung der neuen Parkgarage in der Zaglau müssten wirklich offen sein, erklärte Architekt Herbert Markert. Hintergrund war die Nachfrage aus dem Stadtratsgremium nach den Lärmemissionen. Schließlich liegt nur 16 Meter entfernt einer von zwei Gebäudeteilen des Kurfürst-Maximilian-Gymnasiums. Auch diesem Problem könne geholfen werden, sagt der Architekt

Die neue Parkgarage in der Zaglau in der Altstadt in Burghausen. Von fünf seiten her (also auch auf dem Dach) wird die Fassade "aufgelöst".

rw

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