"Keine Chance auf Erfolg"?

Krankenhaus Burghausen: Was, wenn die Gefäßchirurgie weg ist?

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Krankenhaus Burghausen: Was, wenn die Gefäßchirurgie weg ist?
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Burghausen - Die Notaufnahme im Krankenhaus Burghausen war unter anderem Thema auf der jüngsten Stadtratsitzung in Burghausen. Frage: "Was, wenn die Gefäßchirurgie weg ist?"

Die Notaufnahme im Krankenhaus Burghausen soll aufrecht erhalten werden“. Norbert Stadler hat dieses Thema auf der jüngsten Sitzung des Stadtrats Burghausen zur Sprache gebracht. Es sei für die Bevölkerung wesentlich, dass die Notaufnahme nicht geschlossen wird. Offenbar ist das aber keine leichte Aufgabe. Fest steht aber nach wie vor, dass die vom Kreistag seinerzeit beschlossene Schließung des Krankenhauses zum 1. Januar 2016 per eindeutigem Votums im entsprechenden Bürgerentscheid abgewehrt wurde.

Die Schwierigkeit

Laut Hans Steindl, Erster Bürgermeister der Stadt Burghausen, wird aller Voraussicht nach die Abteilung Gefäßchirurgie im Krankenhaus als nächstes in das Kreiskrankenhaus Altötting verlagert. Das werde Auswirkungen auf die Notaufnahme in Burghausen haben. Sich dagegen zu wehren, hätte in seiner Meinung nach aber keine Chancen auf Erfolg. Vielmehr müssten nun mit Fachleuten neue Konzepte erarbeitet und diskutiert werden. Das Ergebnis aus dem Bürgerentscheid sehe er als Aufforderung der Bürger an die Stadt, sich für das Krankenhaus Burghausen eine einigermaßen wirtschaftlich zukunftsfähige Lösung zu überlegen.

Die Warnung

Stadtrat Dr. Markus Braun warnte im weiteren Verlauf der Sitzung davor, dass durch die Einführung der kassenärztlichen Notfallpraxis am Kreiskrankenhaus in Altötting bald wohl niemand mehr nach Burghausen gehen werden wird. Deshalb müsse ein Konzept für die Zukunft der Notaufnahme gut überdacht werden. Gerade ambulant habe er sich eine Stärkung des Krankenhauses in Burghausen gewünscht. Die Bereitschaftsdienstpraxis, wie sie jetzt in Altötting angesiedelt ist, gehöre eigentlich nach Burghausen. Es sei aus strategischen Gründen nicht nachvollziehbar, warum dem nicht so ist. „In Burghausen werden der nördliche Landkreis Traunstein, der südliche Landkreis Rottal-Inn und die Südhälfte des Landkreises Altötting mitversorgt“. Eine Bereitschaftsdienstpraxis wäre daher in Burghausen strategisch gesehen, weitaus besser untergebracht.

Fest steht, dass es eine Entscheidung der kassenärztlichen Vereinigung war, dass die Bereitschaftsdienstpraxis am Kreiskrankenhaus Altötting angesiedelt wurde.

rw/ce (Stadt Burghausen)

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