Im Haus der Familie

Neues Beratungsangebot für Menschen mit erworbener Hirnschädigung

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Alex Dirksen (l.) hat sich dank der begleitenden Beratung von Claudia Kleindorfer (r.) wieder gut von seinem schweren Schädel-Hirntrauma erholt. Familienreferentin Doris Graf (Mitte) begrüßt das neue Angebot der Beratungsstelle für Menschen mit erworbener Hirnschädigung im Haus der Familie.

Burghausen - Ab Donnerstag, 16. Mai, findet im Haus der Familie einmal im Monat eine offene Sprechstunde der Beratungsstelle für Menschen mit Hirnverletzungen statt.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Der Unfall, der das Leben von Alex Dirksen komplett auf den Kopf gestellt hat, ist jahrelang her. Immer noch hat er mit den Spätfolgen seines schweren Schädel-Hirntraumas zu kämpfen, und doch grenzt es fast an ein Wunder, dass er sich inzwischen so gut regeneriert hat. Einen großen Beitrag dazu hat die Beratungsstelle für Menschen mit Hirnverletzungen des Netzwerks 18 geleistet: „Zunächst wurden meine Angehörigen dort wirklich gut betreut, und als ich selbst wieder fitter war, habe ich mich dort auch sehr gut aufgehoben gefühlt und vom Angebot profitiert“, so Dirksen, der Betroffene ermuntern möchte, Mut zu fassen und sich zu trauen, die Beratung in Anspruch zu nehmen. „Wir verstehen unser Angebot nicht als passive Beratung, sondern als eine dauerhafte, begleitende Unterstützung“, beschreibt Heilerziehungspflegerin Claudia Kleindorfer, die zusammen mit ihrer Kollegin Daniela Wolf die kostenlosen Beratungen in Burghausen übernimmt. „In geschützter Atmosphäre bieten wir vertrauliche Gespräche, um den Leuten in ihrem Ausnahmezustand bestmöglich helfen zu können. Es gibt auch Hausbesuche, weil ja die ganze Familie betroffen ist.“ Ihr ist es wichtig, den Menschen mit viel Herzblut und ganz praxisnah zu helfen, für den Einzelnen auch individuell über ihr gut strukturiertes Netzwerk etwas erreichen zu können. 

Da sind zum Beispiel Hilfestellungen zur Einteilung des Pflegegrades genauso ein Thema wie der Beistand beim Suchen von Tagespflegeeinrichtungen. Die Termine werden über das Programm des Hauses der Familie bekannt gegeben. Anvisiert wird jeder erste Donnerstag im Monat von 14 bis 16 Uhr

Es werden Menschen mit erworbenen Schädigungen des Gehirns, deren Fähigkeiten durch eine Verletzung oder Krankheit stark beeinträchtigt sind, und deren Familien und Freunde angesprochen. 

Beispiele sind: 

• Schädel-Hirn-Trauma, Hirnquetschung (durch Unfall) 

• Schlaganfall, Hirnblutung, Hirntumor 

• Infektionen (Meningitis, Enzephalitis, etc.) 

• Sauerstoffmangel (Herzinfarkt, Ertrinken etc.) 

• Vergiftungen 

• Neurodegenerative Erkrankungen (Chorea Huntington, Multiple Sklerose) 

• Demenz, Parkinson, Alzheimer 

Die Beratung ist kostenfrei und absolut vertraulich, mehr Infos unter Tel. 08631 987 27 99. 

Pressemeldung der Stadt Burghausen

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