Solebecken in Burghausen eingeweiht

Neues 36-Grad-Außenbecken im Hallenbad eröffnet

Bei der Einweihung des neuen Edelstahlbeckens mit seinen zahlreichen Neuerungen kam bei den Vertretern des Stadtrates(vl), dem Seniorenbeauftragten Gerhard Hübner(CSU), Bürgermeister Hans Steindl(SPD), Norbert Englisch(SPD), Sabine Bachmaier(SPD) und Martin Lengfellner(CSU) gleich Wellness-Stimmung auf
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Bei der Einweihung des neuen Edelstahlbeckens mit seinen zahlreichen Neuerungen kam bei den Vertretern des Stadtrates(vl), dem Seniorenbeauftragten Gerhard Hübner(CSU), Bürgermeister Hans Steindl(SPD), Norbert Englisch(SPD), Sabine Bachmaier(SPD) und Martin Lengfellner(CSU) gleich Wellness-Stimmung auf.

Burghausen - Es soll auch in den Wintermonaten zum Baden unter freiem Himmel einladen: das neue Solebecken, mit einem Salzgehalt von 1,5%, wurde am Montagvormittag von Bürgermeister Hans Steindl (SPD) im Hallenbad feierlich eröffnet. 

„Das Becken ist so gebaut, dass der Ruhebereich und der Bereich für die Jugend jetzt besser getrennt sind“, erklärten die ausführenden Planer Walter Heinzl und Petra Hauemblas aus Vilshofen. In der Diagonale misst das neue Becken dabei stolze 25 Meter. „Das haben andere Bäder nicht mal als Schwimmerbecken“, betonte Bürgermeister Hans Steindl in seinen Begrüßungsworten. Den Vergleich mit so mancher Thermenanlage brauche das Burghauser Hallenbad nun also nicht mehr zu scheuen, erklärte Steindl: die teils lange Anfahrt, die Eintrittspreise oder die Parkplatzsituation sprächen klar dafür, angesichts der schönen Anbauten, die in den letzen Jahren in Burghausen entstanden, auch gleich hier zu bleiben. 


Auch Bademeister Markus Günthner stellte heraus, dass das Becken mit aktuell 36° sogar um ein Grad besser beheizt würde, als Rottal- oder Hubertustherme oder die Therme im österreichischen Geinberg. Stadträtin Sabine Bachmaier(SPD) betonte, dass es sich dabei aber um die sowieso anfallende Prozesswärme aus dem benachbarten Wacker-Werk handele: „Sonst hätten wir dem im Stadtrat wohl nicht zugestimmt!“, erklärte die Stadträtin.

Bürgermeister Hans Steindl wiederum verwies auf die vergleichsweise geringen Kosten, welche die Errichtung des Sole-Beckens mit sich gebracht hätte und die Burghausen aus städtischen Geldern, mit freundlicher Unterstützung vom benachbarten Wacker-Werk, komplett selbst finanziert habe: „Das Geld ist gut angelegt, wenn man es mit den 75 Millionen Euro für das Paracelsusbad in Salzburg oder mit den 55 Millionen Euro vom Freistaat für die Therme in Freilassing vergleicht!“. 


Allerdings merkte er auch an, dass das Burghauser Hallenbad, trotz des weitum besten Saunabereichs, der sich bester Beliebtheit erfreue, schon noch die ein oder andere Erweiterungen gebrauchen könnte, um auch den kompletten Spaß einer Therme bieten zu können. Allerdings sei das neue Solebecken mit seinen 280 Quadratmetern, den 50 Unterwasserdüsen, den Überwasser-Flutern, dem Whirlpoolbereich, der Unterwassermusik und der LED-Beleuchtung sicherlich ein guter Anfang. Ganz fertig geworden ist der Aussenbereich übrigens nicht, wie der Planer Walter Heinzl erklärt: "Die Bepflanzung und die Wärmeisolierung des Anbaus kommt dann im Frühjahr", so der Konstrukteur. Dem Badespaß stehe das aber nicht im Weg.

„Ursprünglich wurde das 50-Meter Becken ja als Leistungszentrum für die Olympiade 1972 gebaut!“, erinnert sich Stadtrat und Seniorenbeauftragter Gerhard Hübner(CSU), der auch in der Schwimmabteilung des SV Wacker Burghausen lange Verantwortung trug. In der Tat sind Hallenbäder mit solch enormen Abmessungen rar gesät. Die nächste derartige Sportanlage dürfte wohl die Olympia-Schwimmanlage in München sein. Damit das Burghauser Hallenbad familiengerechter wird, denkt der scheidende Bürgermeister Hans Steindl aber laut darüber nach, dass nun noch ein weiteres Gutachten zur Erneuerung des Hallendachs erstellt werden soll. „Das Dach muss ja früher oder später sowieso gemacht werden!“, erklärte Bademeister Markus Günthner im Gespräch mit innsalzach24.de. 

Ob es dann schlicht erneuert wird, oder ob man zum Beispiel eine höhere Konstruktion mit einer Rutschenanlage integriert, ist nach derzeit nicht klar. Schließlich tritt der dem Hallenbad freundlich gesinnte Hans Steindl im März 2020 nicht mehr zur Wahl an und auch Wacker weist ganz aktuell nicht die besten Betriebszahlen aus. Dennoch rechnet die Stadtverwaltung laut Steindl aktuell mit einer weiteren „Investition von 3-6 Millionen Euro“ für die Sanierung des Hallenbaddaches. Dabei könnten dann in zwei weiteren Bauabschnitten weitere Attraktionen im Burghauser Hallenbad integriert werden.

pbj

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