Ringerhochburg Burghausen investierte 2,2 Millionen Euro

Mit weltgrößter Ringermatte: Neue Halle an SV Wacker übergeben

Die Ringerhochburg Burghausen hat nun auch eine angemessene Halle.  Davon konnten sich Erster Bürgermeister Schneider (vorne rechts) und Altbürgermeister Steindl (vorne links) vor Ort überzeugen.
+
Die Ringerhochburg Burghausen hat nun auch eine angemessene Halle. Davon konnten sich Erster Bürgermeister Schneider (vorne rechts) und Altbürgermeister Steindl (vorne links) vor Ort überzeugen.

Burghausen - 2,2 Millionen Euro war der Ringerhochburg Burghausen die neue Halle für ihre Athleten wert. Diese wartet unter anderem mit der weltweit größten zusammenhängenden Ringermatte auf.

Die Pressemitteilung der Stadt Burghausen im Wortlaut:


Burghausen ist Ringerhochburg. Das ist nichts Neues. Doch nun haben die Athleten ihrer hervorragenden Leistungen entsprechend auch eine optimale Trainingshalle bekommen. Seit Anfang Dezember 2020 schon trainieren die Burghauser Ringer in der nagelneuen Ringerhalle, die an die Sportparkhalle des SV Wacker angebaut wurde. Die Halle wurde geplant von der Firma Hinterschwepfinger und ausschließlich von hiesigen Unternehmen errichtet.

Die Kosten von 2,2 Millionen Euro hat zu 100 Prozent die Stadt Burghausen getragen. Die Abteilung der Ringer selbst hat auch ordentlich angepackt und viel Eigenleistung reingesteckt wie Abteilungsleiter Jürgen Löblein erklärt. So sei unter anderem die kleine Sauna zum Abtrainieren komplett in Eigenleistung eingebaut worden oder etwa das Verlegen der einzigartigen Ringermatte von den Sportlern übernommen worden. „Allein das Verlegen hat uns 10.000 Euro eingespart“, so Löblein.


Eine Panorama-Aufnahme der neuen Ringerhalle in Burghausen.

Nachdem die Burghauser Ringer in der Saison 2017/2018 in Köllerbach den Deutschen Meistertitel geholt haben, wobei zwei weitere folgen sollten, entschied der heutige Altbürgermeister Hans Steindl, dass Burghausen als Ringerhochburg in der logischen Konsequenz auch zum Ringer-Leistungszentrum aufsteigen muss. „Und dafür brauchten wir moderne Trainingsbedingungen. Die Ringer sind seit jeher in der alten Lirkhalle beheimatet gewesen mit einer 50 Jahre alten Ausstattung. Wenn wir die Ringerelite aus ganz Deutschland bzw. Bayern einladen wollen, um bei und mit uns zu trainieren, dann war klar, hier besteht dringender Handlungsbedarf“, so Hans Steindl.

Gesagt getan: Vor gut einem Jahr, also im November 2019 war Spatenstich, nun erfolgte Anfang Dezember 2020 die Übergabe der neuen Ringerhalle von der Stadt Burghausen, vertreten durch Ersten Bürgermeister Florian Schneider an den SV Wacker mit 1. Vorsitzendem Thomas Frey, Geschäftsführer Heiko Hiller sowie Ringer Abteilungsleiter Jürgen Löblein und dem herausragenden Athleten Matthias Maasch.

Ringer Matthias Maasch trainiert nicht nur selbst in der neuen Halle, sondern wird auch den Nachwuchs trainieren. Er war in die Projektplanung von Anfang an eingebunden und findet das Ergebnis „optimal“. Neben einem Aufenthaltsraum und Schulungsraum gibt es eine Empore in der Halle, die den Kraftraum beherbergt. Von der Empore hat man direkten Kontakt in die Halle, in der auf 344 Quadratmeter die größte zusammenhängende Ringermatte der Welt liegt. Eine Sonderanfertigung mit 640 Kilogramm.

Der Kraftraum in der Empore der neuen Ringerhalle in Burghausen.

„Nichtsdestotrotz handelt es sich um eine Multifunktionshalle, die auch von anderen Gruppen genutzt werden kann, wenn die Ringer keinen Bedarf haben wie etwa in der Regel an den Vormittagen. Hier könnte man sich auch vorstellen, dass etwa Yogagruppen die neue Halle nutzen“, erklärt Erster Bürgermeister Florian Schneider. Mit wenigen Handgriffen kann man auch die Ringermatte ausbauen und hat dann eine volltaugliche Halle mit Sportschwingboden zur Verfügung. Die neue Halle soll in jedem Fall allen zu Gute kommen, wenn es sinnvoll ist.

Und die Bewerbung als Bayerisches Ringer-Leistungszentrum wird nun auch angegangen. Die Wettkämpfe werden weiterhin in der Sportparkhalle abgehalten. Durch den Anbau der neuen Ringerhalle habe man jetzt allerdings auch für Wettkämpfe viel bessere Voraussetzungen geschafft. „Für den SV Wacker e.V. ist der Neubau sehr gelungen. Wir danken der Stadt Burghausen an dieser Stelle nochmals für die großartige Unterstützung und das Engagement für die Abteilung Ringen und damit dem gesamten Verein“, erklärten Thomas Frey und Heiko Hiller bei der Übergabe. Sollte Burghausen als Leistungszentrum anerkannt werden habe dies auch Auswirkungen auf die ganze Stadt, wenn Ringer aus ganz Bayern über Wochen in Burghausen untergebracht und verköstigt werden müssen. „Die Stadt selbst davon dann auch wieder profitieren“, weiß Jürgen Löblein.

Pressemitteilung Stadt Burghausen/köx

Kommentare