Leistungszentrum in der Schwebe

Burghauser Ringer bekommen neue Halle für 2.500.000 Euro

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links: Die bestehende Sportparkhalle soll erweitert werden. rechts: Der rot markierte Bereich zeigt die Ergänzung der Traingshalle am Bestandsgebäude.
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Burghausen – Die erfolgreiche Ringerabteilung des SV Wacker Burghausen bekommt eine neue Trainingshalle - finanziert von der Stadt. Die Lirkhalle soll aber vorerst bestehen bleiben.

So wird die neue Trainingshalle aussehen.

Der Spatenstich für die Ringerhalle soll vor dem 1. Heimkampf des amtierenden deutschen Meisters am Samstag, den 28. September, erfolgen. Das gab Bürgermeister Hans Steindl in der jüngsten Sitzung des Bauauschusses bekannt. Das Gesamtprojekt soll schätzungsweise zwischen 2.200.000 und 2.500.000 Euro kosten und zu 100 Prozent von der Stadt getragen. Bauherr ist allerdings der Sportverein. Durch Eigenleistung will der Sportverein die Kosten allerdings noch reduzieren.

Der neue Trainingsbereich wird an die bestehende Sportparkhalle angebaut. „Der große Vorteil bei dieser Variante ist, dass die Ringer die vorhandenen Sanitäranlagen benutzen können“, so Heiko Hiller, Geschäftsführer SV Wacker Burghausen. Die bisherige Trainingshalle ist Teil des Gebäudekomplexes der Lirkhalle und diese besteht seit 1930.

Steindl: "Halle ist keine Belohnung für sportlichen Erfolg"

Trotz der nicht immer leichten Rahmenbedingungen hat es die Abteilung geschafft, in den vergangenen beiden Jahren deutscher Meister zu werden. „Die Halle soll aber keine Belohnung für die tollen Erfolge der letzten Jahre sein, sondern es ist auch dringend notwendig“, so Steindl. Das Gebäude sei einfach in die Jahre gekommen.

Hier weicht ein Teil des Trainingsplatzes für neue Parkplätze.

Die Lirkhalle soll aber vorerst bestehen bleiben – auch nach der voraussichtlichen Fertigstellung der Trainingshalle im Herbst 2020. Der restliche Teil des Gebäudekomplexes wird dagegen nach dem Umzug abgerissen. Im Zuge der Umgestaltung entstehen auch neue Parkplätze, dafür wird ein Trainingsplatz östlich der Halle etwas verkleinert.

Ziel ist ein Leistungszentrum

„Ziel ist es, optimale Rahmenbedingungen zu schaffen“, so Matthias Maasch, sportlicher Koordinator, Ringer und Eigengewächs der Abteilung. Nicht nur für den Kampf um die deutsche Meisterschaft soll die neue Halle helfen, sondern der Wunsch ist es, ein Leistungszentrum am Standort in Burghausen zu schaffen.

Die Lirkhalle (links) soll bestehen bleiben. Der Gebäudekomplex (rechts) allerdings wird nach dem Neubau abgerissen.

Problematisch sind dabei allerdings noch einige Punkte, die geklärt werden müssen. „In Nürnberg steht bereits ein Leistungszentrum, das sie nicht aufgeben wollen. Zudem gab es Pläne, ein Zentrum in München in der Nähe des olympischen Stützpunktes zu errichten“, so Maasch. Zudem sei ein solches Leistungszentrum nur sinnvoll, wenn es auch eine Sportschule gäbe. Das wiederum ist Frage des Kultusministerium. Eine Entscheidung darüber soll in den nächsten Wochen gefällt werden. Selbst Staatssekretär Stephan Mayer hat die Stadt und der Sportverein kontaktiert, um ihnen in dieser Angelegenheit zu helfen.

Ringerbund fällt Entscheidung

Es sind mehrere Stoßrichtungen möglich: eine Verlegung von Nürnberg nach Burghausen oder eben auch ein zusätzlicher Standort in München oder Burghausen. Die Entscheidung darüber fällt letztendlich der Ringerbund. Da Leistungszentren staatlich gefördert werden, spielt der finanzielle Rahmen dabei natürlich auch eine Rolle.

Es würde auf jeden Fall zur Sportstadt Burghausen passen. Im November eröffnet ein Sportkindergarten und der Sportverein bietet viele attraktive Sportarten an. Denn im Falle eines Leistungszentrums soll laut Maasch nicht nur die Ringerabteilung davon profitieren.

jz

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