Stadt nimmt "Neue Mitte" in Angriff

Noch ein Gutachten zur Stadtentwicklung?

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Burghausen - Die Stadt hat ein weiteres Gutachten zur Stadtentwicklung in Auftrag gegeben. Die Arbeiten sollen schon am Dienstag beginnen.

Das Wappen thront über dem Stadtsaalgebäude in der historischen Altstadt.

Wofür braucht Burghausen noch ein Gutachten in Sachen Stadtentwicklung? „Es ist ein Instrument“, erklärte der 1. Bürgermeister Hans Steindl (SPD) auf der jüngsten Stadtratssitzung. Genau wie die bereits bestehenden Teilgutachten, werde das neue benötigt, um Mittel aus der Städtebauförderung zu beantragen und mehr noch, um die umfassenden Maßnahmen zur „Neuen Mitte“ zu begründen. 

An schönen Tagen lädt der Platz vor dem Bürgerhaus zu verweilen bei bisweilen öffentlichen Veranstaltungen, umsonst und draußen.

Sie hat derzeit höchste Priorität in der Stadtentwicklung. Das Besondere an diesem Gutachten: Es ist integrativ. Alle Seiten, Stadtrat, Verwaltung, Gewerbe, Tourismus und der Bürger sollen gehört und aktiv am Prozess beteiligt werden.

Der zweite Bürgermeister Norbert Stranzinger (CSU) fasst die Chancen, die in diesem Gutachten liegen, so zusammen: "Es wird interessant zu hören, wie Fachleute von außerhalb unsere Stadt in ihrem Entwicklungspotential sehen". Außerdem sei es der Stadt natürlich wichtig, alle Fördermöglichkeiten auszuschöpfen. "und dieses Planungsbüro macht das schließlich nicht zum ersten Mal"

Das Kloster Raitenhaslach: Die Arbeiten sind bald abgeschlossen.

Sie kriegen ja eh alles gesponsert“, scherzte die Landschaftsarchitektin und Städteplanerin Andrea Gebhard über die Möglichkeiten für die Stadt Burghausen, erneut an Geld aus Fördertöpfen zu kommen. Das Planungsbüro „mahl•gebhard•konzepte“, das sie mit ihrem Mann betreibt, erhielt den Auftrag für das „Gutachtenverfahren zur integrativen Städteplanung“, wie es offiziell heißt. 60% Förderung seien der Stadt für die Maßnahmen, vordringlich in punkto „Neue Mitte“, damit schon mal sicher. Dazu gebe es weitere Förderprogramme. 

Dass man in Burghausen was davon verstehe, rechtzeitig und zukunftsweisend Förderungen zu beantragen, werde am Kloster Raitenhaslach deutlich, so Gebhard (innsalzach24 berichtete).

Erste Analyse:

  • Burghausen hat eine besondere topografische Lage, insbesondere mit Burg und Salzach. 
  • Burghauser identifizieren sich mit in besonderer Weise mit ihrer Stadt. 
  • Burghausen hat eine historische Altstadt und eine Neustadt.

Der Ablauf im integrativen Gutachtenverfahren:

  • Zuerst wird der Ist-Zustand festgehalten und bewertet. 
  • Dann werden alle Seiten gefragt und am Entwicklungsprozess beteiligt. „Wir wollen das kreative Potential wecken“, erklärt Andrea Gebhard dazu. „Sie wissen, wie Ihre Stadt funktioniert“. 
  • Es folgen Diskussionsrunden zu Zielen und weiteren Entwicklungsmöglichkeiten sowie Konzeptentwurf und die Umsetzung.

Es soll also ein dynamisches Gutachtenverfahren werden und weil die „Neue Stadtmitte“ für 2016/17 im Vordergrund der Stadtentwicklung stehe, werde das Planungsbüro bereits am Dienstag seine Arbeit aufnehmen, so Steindl.

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