13 Ziegen, zwölf Zicklein und ein Bock

Naturstadt Burghausen: Stadt-Ziegen haben Sommerquartier bezogen

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Stadt-Ziegen im Sommerquartier.

Burghausen - 25 Ziegen und Kitze beweiden seit Mittwoch den Burghang über dem Burghauser Wöhrsee.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Die Naturstadt Burghausen ist um eine Attraktion reicher: Die städtischen Ziegen haben diese Woche am Mittwoch wieder ihr Sommerquartier am Wöhrsee bezogen: Bereits im 16. Jahr helfen die „natürlichen Rasenmäher“ bei der Landschaftspflege am Burghang. Seit der Landesgartenschau 2004 kümmert sich die Stadt, respektive das städtische Umweltamt um die Beweidung des Burghangs. Was davor teilweise kostspielig durch Hubschrauber erledigt werden musste, bereitet Tieren und Spaziergängern große Freude. Als Sarah Freudlsperger vom Umweltamt und FÖJler Valentin Baumgartner die ersten fünf Ziegen aus dem Hänger auf die Weide brachten, fühlten sich die Tiere sofort wieder sichtlich wohl: „Die Ziegen sind den Transport im Frühjahr und Herbst mittlerweile gewohnt. Auch das Verladen ist ganz entspannt abgelaufen“, berichtet Landwirt Franz Eineder aus Winhöring, wo die Tiere seit einigen Jahren gut überwintern. 

Zwei Freiwillige im Ökologischen Jahr beschäftigt die Stadt Burghausen jedes Jahr, die sich federführend um die Tauernschecken in ihrem Sommerdomizil kümmern. Mit dem Lockruf „Bezi, Bezi“ bringt Valentin Baumgartner die Tiere auf die Weide. „Die Tauernschecken sind eine vom Aussterben bedrohte Ziegenrasse, die sich vor allem auch in steilem Gelände wohl fühlt“, weiß der 17-jährige Burghauser. Insgesamt zählt die städtische Ziegenherde dieses Jahr 13 Ziegen, zwölf Zicklein und einen Bock. Bock Guido kommt jedoch erst im Sommer dazu, er hat bei Landwirt Eineder derweil noch wichtige Aufgaben zu erledigen. 


„Besonders bei Familien mit Kindern kommen unsere Ziegen immer gut an“, weiß Sarah Freudlsperger. Und das sei in der jetzigen Situation ja auch eine schöne Abwechslung für Spaziergänger und Jogger. Im Vorfeld haben die FÖJler die Tränken gesäubert, die Zäune gecheckt und teilweise verstärkt sowie ausreichend Salzsteine aufgehangen, damit die Wiederkäuer die Stoffwechselumstellung vom Stall auf die Weide gut packen. „Uns ist wichtig zu betonen, dass die Ziegen am Burghang alles finden, was sie brauchen. Sie dürfen nicht gefüttert werden. Wasser bekommen sie aus den eigens für sie aufgestellten Tränken“, betont Sarah Freudlsperger vom Umweltamt und freut sich auf eine unfallfreie und gesunde Weidesaison unterhalb der längsten Burg der Welt.

Pressemeldung der Stadt Burghausen

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