Nach der Schließung des Tierheims "Arche Noah" in Raitenhaslach

"Wir werden weitermachen und uns für den Tierschutz stark machen"

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Burghausen - Zum Jahresende hat das Tierheim "Arche Noah" wie geplant geschlossen. Doch der Verein gibt nicht auf und will sich weitere für Tiere in Not einsetzen.

Wie geplant, hat das Tierasyl in Raitenhaslach zum Jahresende hin geschlossen. Ein trauriges Ereignis zum 40. Jahrestag des Tierheims "Arche Noah" in diesem Jahr. Aber dessen Mitglieder geben nicht auf. Die Vorsitzende Anneliese Anderson appelliert laut Burghauser Anzeiger an Mitglieder und Tierschützer, dem Tierschutzgedanken treu zu bleiben, und setzt auf Aufbauarbeit.

"Wenn es uns gelingt, die nötige Basis zu schaffen, werden wir in der Zukunft auch wieder ein Tierheim und dazu ein Grundstück bekommen", sagt sie im Bericht. Ziel ist es, den Verein wieder zu stärken, damit ein neues Tierasyl im Raum Burghausen errichtet werden kann, denn dies sei dringend notwendig.

"Mit der jetzigen Schließung des Heims in Raitenhaslach ist unser Verein ja nicht ebenso beendet. Wir werden weitermachen und uns für den Tierschutz stark machen", sagt Anneliese Anderson laut Burghauser Anzeiger. Rund 300 Mitglieder zählt der Tierschutzverein derzeit. Im Frühjahr soll bei der Jahresversammlung ein neuer Vorstand gewählt werden.

Das Problem: Für Tierheime ist es nur schwer möglich, sich eigenständig zu finanzieren. Ohne Zuschüsse oder Spenden geht es nicht. "Wir hatten schon einzelne Großspender. Aber selbst wenn wir 5.000 Euro bekommen, bleibt das einmalig. Wir können dann ein Jahr überbrücken, die Zukunft danach bleib ungesichert", erklärt Anneliese Anderson laut Burghauser Anzeiger.

Fundtiere müssen in andere Tierheime

Auch andere Tierheime in der Umgebung sind gut ausgelastet mit Tieren. Die Situation hat sich noch verschärft, da die "Arche Noah" schließt. Weil das Tierheim in Eisenfelden zu klein ist, soll es sogar erweitert werden. "Wir sind mehr als gut ausgelastet", heißt es auch vom Tierheim in Winhöring. Beide Einrichtungen haben sich mit den Konsequenzen der geschlossenen "Arche Noah" auseinanderzusetzen. Sieben Gemeinden hatten Fundtierverträge mit der "Arche Noah". Das heißt, es gibt eine sogenannte Fundtierpauschale. Diese wird in einem Umlageverfahren bestimmt, die jeder Bürger in einer Kommune zu zahlen hat.

ksl

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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