Geflügel-Skandal: "Landratsamt macht es sich zu leicht"

Burghausen - Nach dem jüngsten Geflügel-Skandal erhebt Grünen-Politikerin Sofie Voit Vorwürfe gegen das Landratsamt: In Sachen Tierschutz müsse strenger durchgegriffen werden.

„Bei dieser Argumentation beißt sich die Katze in den Schwanz.“ Mit diesen Worten kritisiert die Bundestagskandidatin der Landkreisgrünen, Sofie Voit, die Begründung von Landrat Erwin Schneider in Zusammenhang mit den von der „SOKO Tierschutz“ aufgedeckten Missständen auf dem Mastbetrieb im Landkreis Altötting. Dort hatten die Behörden „mehrfach Unregelmäßigkeiten“ festgestellt und erklärt, dass es in den Bereich der „höheren Gewalt“ falle, wenn hitzebedingt, so wie 2007 und 2012 geschehen, größere Geflügelbestände verenden würden. Hier liegt nach Ansicht der Sprecherin der Landkreisgrünen schon bei der Genehmigung von Mastanlagen einiges im Argen, denn das Landratsamt müsste von vornherein wesentlich strenger vorgehen.

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Sofie Voit: „Im Artikel 15 der Bayerischen Bauordnung steht klar, dass so gebaut werden muss, dass 'der Entstehung und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren und wirksame Löscharbeiten möglich sind'. Das heißt doch, dass die jeweilige Genehmigungsbehörde, also auch das Landratsamt Altötting, an diese Vorgaben gehalten ist. In Deutschland haben es andere Landkreisbehörden – zum Beispiel im Emsland - auch bereits vorgemacht, dass nur mit sehr strikten Bauvorgaben auch der Tierschutz eingehalten werden kann.“

„Wieso werden eigentlich bei Baugenehmigungen ausgerechnet Bauanträge für Massentierhaltung so schonend behandelt? Dabei zeigt der Skandal um den Wiesenhof-Mastbetrieb im Landkreis Altötting einmal mehr, dass diese Form der Tierhaltung unsere Gesundheit und Umwelt belastet. Wir Grünen setzen stattdessen auf naturnahe Landwirtschaft und gesunde Lebensmittel“, so die Grünen-Politikerin.

Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen

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