Kein Feuerwerk an Silvester

Burghausen spart, doch der Motorikpark kommt

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Der Stadtrat hat beschlossen: In Lindach entsteht im Frühjahr 2020 ein Motorikpark, der dem in Braunau am Inn ähnlich ist.
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Burghausen – Der geplante Motorikpark stand aufgrund von Sparmaßnahmen auf der Kippe. Trotz Gegenwind der CSU wird das Projekt im kommenden Frühling gebaut.

Sieben Gegenstimmen, allesamt aus der CSU-Fraktion, gab es in der jüngsten Stadtratssitzung gegen den geplanten Bau des Motorikparks in Lindach. Zuletzt wurde bereits benötigtes Aushubmaterial einer benachbarten Baustelle für das geplante Freizeitangebot dorthin transportiert. Dies sei für CSU-Fraktionssprecher Paul Kokott jedoch kein Zwang zum Bauen.

Vielmehr sollte die Stadt diese Maßnahme verschieben, bis bessere Zeiten vorherrschen. Gemeint ist damit die angespannte Finanzsituation der Stadt Burghausen. Aufgrund weniger Einnahmen aus der Gewerbesteuer im Vergleich zum Vorjahr wurden alle möglichen Sparmaßnahmen unter die Lupe genommen – so auch der Motorikpark.

Doch da die Stadt nun unerwartet Nachzahlungen der Gewerbesteuer aus vorherigen Jahren erhält, hat sich die Finanzlage unerwartet etwas entspannt. Dennoch sieht die CSU beim Motorikpark keine Notwendigkeit. „Man baut etwas, was nicht unbedingt benötigt wird. Das wäre in der aktuellen Situation kein gutes Zeichen nach außen“, so Kokott. Diese Maßnahme habe man zu Zeiten entschieden, als wir gedacht haben, wir haben noch Geld.

Investition von 320.000 Euro

Auf der Gegenseite argumentierte Franz Kammhuber (SPD), dass es sich dabei nur um eine kleine Summe handeln würde. Knapp über 300.000 Euro wird der Park nach aktuellen Schätzungen kosten. Dieses Angebot biete zudem auch etwas für die Gesundheit. „Der Motorikpark ist eine gute Ergänzung zum Trimm-Dich-Pfad. Zudem müssen wir der wachsenden Bevölkerung in diesem Gebiet auch etwas bieten“, so Kammhuber. Auch die Grünen halten das Projekt in Lindach als sinnvoll.

Es war die spannendste Entscheidung im Nachtragshaushalt. Gegen die Erweiterung an der Hans-Kammerer-Schule, Sanierung der Hans-Stethaimer-Schule gab es ebenso keine Gegenstimme wie beim Bau der neuen Ringerhalle. Vier Gegenstimmen erhielt die Errichtung der Parkgarage an der Zaglau.

Von den Sparmaßnahmen sind aber auch andere Bereiche betroffen. So wird es in diesem Jahr kein Feuerwerk an Silvester geben. Ebenso im Kulturbereich wird in den kommenden Jahren eingespart. Bürgermeister Hans Steindl (SPD) verspricht aber: „Der Qualitätsanspruch für die Bürger soll gleich bleiben.“

jz

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