Millioneninvestition in Burghauser Gymnasium?

Barrierefreiheit: Warum das Kumax keine zwei Aufzüge braucht

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Das Kurfürst-Maximilian Gymnasium in Burghausen: rechts der Hauptbau, links der Kollegbau und in der Mitte die Verbindung (Archiv)
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Burghausen – Haupt- und Kollegbau am Kurfürst-Maximilian-Gymnasium sollen barrierefrei werden. „Zwei Gebäude, zwei Aufzüge“, besagt ein im Kreisausschuss vorgelegter Plan. Es geht aber auch anders.

Kommt man auf das Kurfürst-Maximilian-Gymnasium in Burghausen zu ist rechter Hand der Hauptbau und linker Hand der sogenannte Kollegbau. Beide sind im 1. Stock mit einem Übergang verbunden. Die Unterrichtsräume im Kollegbau gehen bis ins Dachgeschoss. Die Aula – hier finden auch Konzerte statt, die jedermann besuchen kann statt, befindet sich im 2. Stock des Hauptbaus. Die Aufgabe, die es zu lösen gilt: Beide Gebäude möglichst kostengünstig barrierefrei machen.

„Millioneninvestition in Sachen Barrierefreiheit“

Zwei Gebäude, zwei Aufzüge“: Das besagt ein im Kreisausschuss vorgelegter Plan. Wie die PNP berichtet sorgte der dort für Verwunderung. Von einer „Millioneninvestition in Sachen Barrierefreiheit“ ist die Rede. „Alles zusammen würde inklusive Verbindungsbau, begleitender Brandschutzmaßnahmen und der überfälligen Sanierung des WC-Bereichs im Hauptbau wohl mehr als 1,6 Millionen Euro kosten, davon alleine 800000 Euro für den Verbindungsbau.“ Dabei geht es offenbar weit günstiger.

„Zwei Gebäude, ein Aufzug“

Es reicht ein Aufzug“, erklärt Schulleiter Andreas Rohbogner auf Nachfrage von innsalzach24.de. Warum? Links gibt es zwei Obergeschosse plus Dachgeschoss, rechts zwei Obergeschosse. Ergo: Ein Aufzug links plus einen Übergang auf dem Verbindungsbau (das entspricht dem Niveau des zweiten Obergeschosses) und die Sache ist geritzt. Die Schule ist barrierefrei und auch die Aula im zweiten Stock ist für die Besucher der dort stattfindenden Konzerte ist für Menschen mit temporären wie dauerhaften Einschränkungen des Bewegungsapparates barrierefrei zu erreichen.

Ein Aufzug für zwei Gebäude

Wegen statischer Probleme müsse der Verbindungsbau auf Höhe des ersten Obergeschosses auf kurz oder lang sowieso abgerissen und neu gebaut werden, so Rohbogner weiter. Oben drauf könnte es dann einen Freiluft-Übergang auf Höhe des zweiten Obergeschosses geben. Einen zweiten Aufzug im Hauptbau brauche es damit nicht.

Bausünden beseitigen

Wie die PNP weiter berichtet, war man sich im Kreisausschuss einig, was die Fassadensanierung des Kollegbaus betrifft. Hier spricht man offenbar von einer siebenstelligen Summe an Kosten dafür. „Die Investition sei notwendig, um den Gebäudetrakt auf Vordermann zu bringen und einige in den 1960er-Jahren getätigten Bausünden wieder zu bereinigen.“

rw

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