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Kloster Raitenhaslach

Burghausen: "Jetzt kann nur noch Pronold helfen"

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Staatssekretär Florian Pronold hat der Stadt offenbar den entscheidenden Tipp gegeben
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Burghausen - Die Stadt erhält satte zwei Millionen Euro Förderung vom Bund für das Kloster Raitenhaslach. Zu verdanken ist das einer Bewerbung im letzten Moment.

Das Kloster Raitenhaslach ist ein "national bedeutsames Projekt des Städtebaus". Das findet jedenfalls - und darauf kommt es in diesem Fall an - eine 14 köpfige Jury, die bundesweit Fördergelder in Höhe von insgesamt 150 Millionen Euro verteilt. Das Kloster, das ab kommenden Jahr das "Science and Study Center" der TU München beherbergen soll, wird derzeit renoviert. Die umfangreichen Arbeiten werden nun mit zwei Millionen Euro aus dem Förderprogramm "National bedeutsame Projekte des Städtebaus" unterstützt. Das Kloster ist eines von nur 46 Projekten bundesweit, die in den Genuss der Förderung kommen.

Pronold: "Wir haben nicht getrickst"

Von links: Ortsheimatpfleger Wolfgang Hopfgartner, Florian Pronold und Hans Steindl mit dem zwei Millionen Euro-Scheck (zum Vergrößern Bild anklicken)

Dabei ist es, rein zeitlich, richtig eng geworden, wie Bürgermeister Hans Steindl bei der symbolischen Scheckübergabe am Montag verriet. Gemeinsam mit Stadtmitarbeiter Werner Lechner sei er zufällig auf das Programm gestoßen, erzählte Steindl. Als die Stadt dann die Bewerbung beim Bundesministerium für Umwelt und Bauen einreichte, war die Sorge groß, dass die Bewerbung eine von vielen - zum Teil viel früher eingereichten Bewerbungen - ist. Wie Steindl erzählte, habe er sich gedacht: "Jetzt kann uns nur noch der Florian Pronold helfen."

Der Bundestagsabgeordnete Florian Pronold ist Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium und konnte tatsächlich etwas für Burghausen tun. Als er sich über das Projekt informiert habe, habe er festgestellt, dass in Raitenhaslach viel mehr stattfinde, als im Antrag gestanden habe, sagte Pronold. Der Tipp des Staatssekretärs an Burghausen war deshalb, die Bewerbung um die entsprechenden Informationen zu ergänzen. "Wir haben nicht getrickst, sondern wir haben einfach nur aufgeschrieben, was hier passiert", erklärte Pronold.

Steindl will "Geist der Mönchskultur"

Dank der Ergänzungen hat die 14-köpfige Jury dem Kloster Raitenhaslach, einem im Vergleich zu anderen Bewerbern bundesweit weniger namhaften Bauwerk, Fördermittel zugesprochen. Bemerkenswert ist auch die Höhe der Förderung. "Die Summe ist fantastisch. Es sind alle Möglichkeiten ausgereizt worden", sagte Steindl - der sich freilich auch über den Titel des Förderprogramms freut. "Wir haben hier ein nationales Denkmal", so der Bürgermeister.

In Raitenhaslach hat die Stadt viel vor: "Wir wollen eine Laborwerkstatt Denkmalschutz für dieses Areal haben", sagte Steindl. Anders als andere ehemalige Kloster, die generalsaniert worden seien, müsse man in Raitenhaslach den "Geist der Mönchskultur" erkennen. Die Stadt nimmt dabei auch in Kauf, dass das Projekt dadurch eher teurer wird.

Ein Denkmal für Pronold?

Das Projekt wird nun mit insgesamt 13 Millionen Euro gefördert, wobei alleine zehn Millionen Euro vom Freistaat kommen. Die Fördergelder vom Bund sollen Steindl zufolge vor allem in die Außenanlage investiert werden. Vor zwei Wochen haben die Arbeiten im Außenbereich begonnen. Im Juni 2016 soll die große Eröffnungsfeier stattfinden.

Florian Pronold könnte dann zum Stammgast werden. Steindl sagte, Pronold habe sich um Raitenhaslach verdient gemacht, und kündigte an, ihn zu den Seminaren und Symposien einzuladen. "Irgendwann werden wir ein kleines Denkmal errichten", so Steindl mit einem Augenzwinkern.

Zwei Millionen Euro für Kloster Raitenhaslach

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