Stadtratssitzung in alt-ehrwürdigem Gemäuer

Burghausen will mit Bildung punkten

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Eine "Sondersitzung" des Stadtrats Burghausen im Kloster Raitenhaslach
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Burghausen - Drei Jahre haben die Renovierungsarbeiten im Prälatentrakt des Klosters Raitenhaslach gedauert. Am Mittwoch tagte der Stadtrat dort und es ging auch um die Bildung.

Drei Jahre hat es gedauert. Jetzt liegen die Renovierungsarbeiten im sogenannten Prälatentrakt des Klosters Raitenhaslach in den letzten Zügen. Am Mittwochnachmittag nahm ihn der Burghauser Stadtrat ganz praktisch unter die Lupe und tagte in dem Gebäude, dessen Grundmauern auf das Jahr 1752 datieren.

Ein Blick auf den Standort:

Dies ist eine Sondersitzung“, sagte Burghausens 1. Bürgermeister Hans Steindl zur Eröffnung der Stadtratssitzung am Mittwochnachmittag. „Zum ersten Mal tagen wir hier“. Stolz sei er auf die Geschicke der Stadt und ihrer Verantwortlichen, so Steindl: 2004 hatte die Stadt das Areal aus der Insolvenzmasse des Vorbesitzers ersteigert. Jetzt, 2016, würden die Renovierungsarbeiten kurz vor dem Abschluss stehen. Schon bald werde es einen Tag der offenen Tür für die Bevölkerung geben und im Herbst werde hoher politischer Besuch erwartet. Tatsächlich geht es hier nämlich um eine diffizile Baumaßnahme unter strengsten Vorgaben des Denkmalschutzes.

Burghausen will mit Bildung punkten

Hausherr in Raitenhaslach ist die TU München. Mit dem Kloster als Ort für Studierende wird Burghausen also zum Satellitenstandort der Technischen Universität München. Das, so im Sitzungsverlauf weiter besprochen, bringe Burghausen einen deutlichen Mehrwert. Studien hätten gezeigt, dass die sogenannten Satellitenstandorte großer Universitäten vielfältig davon profitieren. Das werde auf Burghausen in besonderem Maße zutreffen.

Ein Blick auf die Finanzen:

  • 18 Millionen Euro hat die Stadt Burghausen für das Kloster Raitenhaslach und dessen Renovierung ausgegeben.
  • 13 Millionen Euro Fördergelder aus verschiedenen Förderprogrammen hat sie dafür bekommen. 
  • Allein der Freistaat Bayern gibt 10 Millionen. 
  • Eine Million soll noch aus anderen Fördertöpfen kommen und eine gesonderte EU-Förderung ist beantragt.

Wie bereits berichtet, geht es Burghausen finanziell blendend. Der 1. Bürgermeister Hans Steindl auf der Stadtratssitzung am Mittwochnachmittag: „Wir tragen die Verantwortung, sinnvoll mit dem Geld umzugehen“. Investitionen in die Bildung seien wichtig, weil sie die Menschen in der Region halten würden. „Von zehn, die von hier weggehen, kommen später nur zwei zurück“, mahnte er. Das bedeute natürlich auch, genügend Wohnraum zu schaffen.

Was die Stadt Burghausen in punkto Wohnraum, insbesondere für die erwarteten Studenten tun will, beleuchtet innsalzach24 demnächst in einem gesonderten Artikel.

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