Girls‘Day 2017 im Berufsbildungswerk Burghausen (BBiW)

40 Mädchen testen Azubiluft und -kluft

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Realschülerin Verena Zauner aus Pfarrkirchen (3.v.l.) beim Herstellen eines eigenen Plexiglasrahmen. Azubi Eva-Maria Kreuzeder (l.) gab Hilfestellung.

Burghausen - Girls'Day-Berufe sind Berufe, in denen nur wenige Frauen eine Ausbildung machen oder arbeiten. Vor mehr als 15 Jahren wurde der Girls‘Day ins Leben gerufen, um junge Frauen schon während ihrer Schulausbildung auch für eine naturwissenschaftlich-technische Ausbildung zu interessieren. Und das geht am besten, wenn man vor Ort erlebt, wie spannend diese Arbeit dort ist.

Insgesamt 40 Schülerinnen, meist aus der 8. oder 9. Jahrgangsstufe von verschiedenen Schulen der Region haben kürzlich am Girls‘Day im Berufsbildungswerk Burghausen (BBiW) teilgenommen. Sie alle nutzten die Gelegenheit, sich über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten bei Wacker zu informieren.

Die Mädchen, die sich zum Beispiel für den Beruf der Chemikantin interessierten, erfuhren wie man verfahrenstechnische Anlagen kontrolliert, steuert und überwacht. Auch verschiedene Messmethoden konnten ausprobiert und der Umgang mit Glasgeräten geübt werden. 

Bei den Industriemechanikern in der großen Werkhalle testeten die Powergirls ihre Fähigkeiten unter anderem beim Sägen und Warmbiegen eines Plexiglasrahmens. Der fertige Bilderrahmen mit eigenem Selfie ist eine coole Erinnerung an den Girls‘ Day in Burghausen.

Technik macht auch Mädchen Spaß

 Überwiegend weibliche Azubis aus dem 2. und 3. Lehrjahr begleiteten die Mädchen während des Schnuppertages. Sie beantworteten gern alle Fragen und teilten ihre Lehrlingserfahrungen mit. So konnten die Schülerinnen im BBiW einen „echten“ praxisbezogenen Einblick gewinnen und erfuhren aus erster Hand, dass chemische und technische Berufe auch Frauen Spaß machen. Dass dabei die richtige Arbeitskleidung getragen wird, versteht sich von selbst. Labormantel, Schutzbrille oder -handschuhe und Blaumann sind Vorschrift bei diesen Berufen.

„Der Girls‘Day ist immer ein ganz besonderer Tag für uns im BBiW“, bestätigt Eva Kroneder, betreuende Ausbilderin im Bereich Chemie im BBiW. „Wir freuen uns, junge Mädchen dabei zu unterstützen, ihren Traumberuf zu finden, und sie dabei zu ermutigen, auch solche Berufe in Erwägung zu ziehen, in denen immer noch weniger Frauen als Männer arbeiten“, so Kroneder.

Praktische Erfahrung überzeugt mehr als nackte Theorie

Auch BBiW-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Neef zieht eine positive Bilanz der diesjährigen Veranstaltung: „Die klassischen Rollenklischees haben ausgedient. Technische Berufe verlangen heute Aufmerksamkeit, Köpfchen und Interesse und keine Muskelkraft. Hier machen unsere weiblichen Azubis ihren männlichen Kollegen oft was vor. Das konnten die Teilnehmerinnen an diesem Tag sehr gut selbst erfahren – und das war unser Ziel!

Pressemitteilung Wacker Chemie Burghausen

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