Acht Einbrüche in Kindergärten im Landkreis

Kindergärten: Einbruchsserie nimmt kein Ende

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Burghausen - Die beunruhigende Einbruchsserie in Kindergärten im Landkreis hält an, womöglich waren es stets dieselben Täter. Was die Polizei nun empfiehlt:

Mit erstaunlicher Regelmäßigkeit gerieten in den letzten beiden Monaten Kindergärten ins Visier von Einbrechern. Nach drei Einbrüchen und einem Einbruchsversuch zwischen dem 11. und 19. November in Burgkirchen/Hirten, Marktl, und Mehring ereigneten sich zwischen dem 11. und 19. Dezember in Burgkirchen/Holzen, sowie in Burghausen drei weitere Einbrüche. Zwei Mal, in der Nacht vom 18. auf den 19. November und in der Nacht vom 18. auf den 19. Dezember, schlugen die Täter jeweils doppelt zu.

Die letzte ähnlich gelagerte Tat fand schließlich irgendwann zwischen Samstag, 28. Dezember, und Montag, 30. Dezember statt, als ein Unbekannter erfolglos versuchte, in den Regenbogenkindergarten in Altötting einzubrechen.

Können Spuren den Tätern zugeordnet werden?

Nach Angaben der Polizeiinspektion Burghausen, die in engem Kontakt mit der Polizeiinspektion Altötting in den Fällen ermittelt, lässt sich anhand der Spurenlage nicht genau sagen, ob es sich jedes Mal um dieselben Täter gehandelt hat. Es gebe relativ wenig Ermittlungsansätze, so die Polizei. Andererseits vermute man durchaus Zusammenhänge zwischen den Taten.

Bei den jüngsten Einbrüchen müssen nun die Spuren gesichert und ausgewertet werden. Ob sie den Tätern zugeordnet werden können, ist noch unklar. Zumindest hinsichtlich der an exponierten Stellen sichergestellten Spuren - beispielsweise an den Fenstern - ist die Polizei jedoch optimistisch, sie den Tätern zuordnen zu können.

Ursache wahrscheinlich Beschaffungskriminalität

Die Polizei ist nach wie vor überzeugt, dass Beschaffungskriminalität hinter den Taten steckt - dass also Drogenabhängige mit den Einbrüchen ihre Sucht finanzieren. Dafür spricht, dass es sich bei Kindergärten um vergleichsweise leichte, nicht alarmgesicherte Ziele handelt. Außerdem ist die Beute bei derartigen Taten in der Regel gering. Im Kindergarten am Kapellweg in Mehring erbeuteten die Täter gerade einmal 70 Euro.

Der entstandene Sachschaden liegt indes gerne einmal im vierstelligen Bereich. In Mehring lag er bei rund 1600 Euro und bei dem jüngsten Einbruchsversuch in Altötting entstand gar ein Schaden von mindestens 2000 Euro. Die Beute war lediglich bei dem Einbruch in Hirten außergewöhnlich hoch. Dort nahmen die Täter einen Tresor mit, in dem sich die Einnahmen aus dem Martinsumzug befanden - immerhin ein vierstelliger Betrag.

"Alarmanlagen wären das Allerwichtigste"

Um solchen Taten künftig vorzubeugen, empfiehlt die Polizei, die Kindergärten mit Alarmanlagen zu sichern. "Alarmanlagen wären das Allerwichtigste", heißt es seitens der Polizeiinspektion Burghausen. Außerdem sollte in den Kindergärten kein Bargeld mehr aufbewahrt werden. Gerade bei Beschaffungskriminalität gehe es in der Regel um Bargeld, so die Polizei. Befindet sich in den Kindergärten kein Geld, fehlt potentiellen Tätern logischerweise der Anreiz, dort einzubrechen.

Auch seitens der Polizei werden spezielle Maßnahmen ergriffen. So werden die Streifen, die in den Wintermonaten ohnehin verstärkt unterwegs sind, Kindergärten aufgrund der Häufung der Vorfälle besonders im Auge behalten.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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