Griff in die Kasse des Burghauser Tierheims

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Burghausen - Bei der Jahresversammlung des Tierschutzvereins kamen alle Streitigkeiten auf den Tisch. Besonders ärgerlich: Ein Fehlbetrag in der Tierheimkasse in vierstelliger Höhe.

Der Tierschutzverein Burghausen hat am Wochenende eine denkwürdige Jahresversammlung erlebt. Der Zwist zwischen Vorstandschaft und ehemaliger Tierheimleiterin ist noch immer nicht beigelegt - auch am Samstag kam es wieder zu einem Schlagabtausch - und auch die Finanzsituation ist nicht rosig. Die Ausgaben überstiegen in den letzten Jahren die Einnahmen, der Verein zehrt von den Rücklagen. Positiv immerhin: Wie der Burghauser Anzeiger berichtet, verkündete der zweite Vorsitzende Anton Herndl, dass es von Bürgermeister Hans Steindl die Zusage gibt, einen Tierheimbau mit 100.000 Euro zu unterstützen.

Besonders ärgerlich für den Verein dürfte das Rechercheergebnis der Kassierin und des Kassenprüfers sein. 2014 und 2015 habe es offensichtlich einen unerlaubten Griff in die Kasse des Tierheims gegeben, berichtet der Burghauser Anzeiger. Der Fehlbetrag summiert sich auf 2034 Euro. Es sei nicht mehr nachvollziehbar, wie das Geld aus der Kasse kam, zitiert der Burghauser Anzeiger Kassenprüfer Wolfgang Tanfeld. Aus dieser Erfahrung hat der Verein seine Lehren gezogen: Inzwischen haben nur noch Kassenprüfer und Kassierin Zugang zur Kasse, zudem wurde eine klare und leichter nachprüfbare Buchführung eingeführt.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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