Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Olympia-Entscheidung im Zweierbob

„Chefin“ Jamanka holte 2018 Platz eins: Am Samstag noch einmal Gold mit Alex Burghardt?

Mariama Jamanka und ihre Anschieberin Lisa Buckwitz in Pyeongchang 2018.
+
Mariama Jamanka (vorne) will ihren Titel im Zweierbob verteidigen. Beim Anschieben hilft ihr Alexandra Burghardt.

Am Samstag (19. Februar) fällt die Entscheidung im Zweierbob der Frauen - im vierten Finaldurchgang. Es geht in Peking um Gold, Silber und Bronze. Nach „nur“ Halbfinale über 100 Meter bei den Sommerspielen in Tokio 2021 könnte Sprinterin Alexandra Burghardt doch noch eine Olympiamedaille holen. Die Vorzeichen stehen nicht schlecht: Ihre Pilotin im Bob, Mariama Jamanka, gewann 2018 mit Anschieberin Lisa Buckwitz in Pyeongchang olympisches Gold.

Peking/Burghausen - Die Information von Alexandra Burghardt (27), dass sie sich „im Bobsport als Anschieberin mal ausprobieren möchte“ kam überraschend bei einem Galaabend der Stadt Burghausen im November 2021.

Der Sprint-Star vom SV Gendorf Wacker Burghausen hat dann die Siebenmeilen-Stiefel ausgepackt und schon in wenigen Tagen könnte sie sich - wenn alles optimal läuft - eine olympische Goldmedaille um den Hals hängen.

Am Freitag (18. Februar) und am Samstag (19. Februar) stehen die vier Läufe im Zweierbob der Frauen auf dem Programm. Für die Medaillen entscheidend ist der letzte Durchgang.

Erfolgversprechenes Duo: Anschieberin Alexandra Burghardt (links) und Mariama Jamanka.

Alle vier Läufe im Liveticker

chiemgau24.de ist bei allen vier Läufen im Zweierbob der Frauen bei den Olympischen Winterspielen in China mit dabei. Außerdem sind die Rennen im ZDF live im TV zu sehen - am Freitag und Samstag jeweils ab 13.15 Uhr deutscher Zeit - in China ist es zur gleichen Zeit sieben Stunden später.

Da fällt die Entscheidung - und Mariama Jamanka, die „Chefin“ des Zweierbobs kennt das Gefühl des Triumphs. Sie ist amtierende Olympiasiegerin. Den Titel von 2018 will sie 2022 verteidigen.

Jamankas Ex-Anschieberin im Playboy - gemeinsam mit Janine Flock aus Österreich

Vom Team zur hauseigenen Konkurrenz: Die Berlinerin Buckwitz startet ebenfalls bei Olympia 2022 - diesmal als Anschieberin von Zweierbob-Pilotin Kim Kalicki aus Wiesbaden. Detail am Rande: Lisa Buckwitz posiert in der März-Ausgabe 2022 des Playboys hüllenlos, ebenso wie auch die österreichische Skeleton-Pilotin Janine Flock.

Lisa-Marie Buckwitz im Playboy in der Ausgabe März 2022

Das lenkt die Berlinerin aber nicht von sportlicher Höchstleistung ab - sie wird jetzt in Peking versuchen, Jamanka und Burghardt zu besiegen. Und das auf dem „Fliegenden Drachen“, der Bobbahn in Yanqing, geplant von zwei Deutschen. Die olympische Bob- und Rodelbahn schlängelt sich in spektakulärer Form über fast zwei Kilometer Richtung Tal.

Beim Bob-Weltcup in Altenberg am 12. Dezember 2021 lagen Buckwitz/Kalicki knapp vor Jamanka/Burghardt.

Spektakulär: Das National Sliding Centre, der Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking für Bob, Skeleton und Rodeln.

Burghardt hat für neue Sportart Feuer gefangen - Trotzdem naht der Abschied

An den Geschwindigkeitsrausch des Bobfahrens auf Top-Niveau musste sich Alex Burghardt erst gewöhnen: „Das sind echte Adrenalinstöße und Zentrifugalkräfte, die ich so bisher nicht kannte.“

Der Sport gefällt ihr und sie wird immer besser. Obwohl schon heute feststeht, dass sie im Frühjahr/Sommer 2022 in die Leichtathletik zurück wechselt.

„Zuerst bin ich mehr mit dem Bob mitgelaufen als dass ich ihn geschoben hätte“, so Alex Burghardt bei einer Pressekonferenz des Deutschen Bob- und Schlittenverbands. Das hat sich danach rasant geändert. „Sie hat technisch große Fortschritte gemacht und ihr Platz im Bob ist absolut berechtigt“, so Bundestrainer René Spies.

Bobsport „bedient“ sich öfter mal in der Leichtathletik

Im Verband hatte es leise Kritik gegeben, warum man einer Leichtathletin den Vorzug vor einer „gelernten“ Bobfahrerin gegeben hatte. Doch auch Ex-Bundestrainer Christoph Langen zum Beispiel holte sich immer wieder starke Anschieber aus der Leichtathletik für seinen legendären Viererbob.

Alex Burghardt hat nachgewiesen, dass sie anschieben kann. Dass sie schnell laufen kann, ist sowieso klar: Die 1,82 Meter große Athletin lief im Juli 2021 beim Meeting „De la Gruyère“ in Bulle (Schweiz) 11,01 Sekunden über 100 Meter.

Diesen Top-Speed kann sie mittlerweile in Anschubwirkung auf den Bob übersetzen. Ob es für eine Medaille reicht, werden die Finalläufe am 18. und 19. Februar in Peking zeigen.

Rückblick auf die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang - mit Eishockey und Zweierbob der Frauen:

-rok-

Kommentare