Fachübergreifender Wissensaustausch

Internationales Treffen für Nachwuchswissenschaftler in Raitenhaslach

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Christin Johnson (v.l.n.r.), Veronica Bessone, Direktorin Barbara Wohlmuth und Johannes Küchle.

Burghausen - Rund 150 Forscherinnen und Forscher aus aller Welt trafen sich vom 22. bis 24. Juli in Burghausen zu einem TUM Symposium der Extraklasse. Ziel: Die Vernetzung über traditionelle Fächer- und Ländergrenzen.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Wenn in alten Klostermauern ein deutscher Physiker, eine italienische Biomechanikerin und eine Architektin aus Texas über ihre Fachgrenzen hinweg intensiv hoch aktuelle Forschungsthemen diskutieren - dann findet im Kloster Raitenhaslach das jährliche Doktoranden-Symposium der International Graduate School of Science and Engineering (IGSSE) statt. Bereits zum 13. Mal trafen sich Doktoranden, Professoren und Forscher aus dem In-und Ausland in der restaurierten Klosteranlage von Burghausen zum „IGSSE-Forum“, diesmal unter dem Motto „Exzellenz in der Wissenschaft“. 

In zahlreichen Vorträgen, Präsentationen und Workshops wurde ein dreitägiger intensiver und vor allem fächerübergreifender Austausch gepflegt. „Hauptziel des Forums ist es, Nachwuchs¬- und erfahrene Wissenschaftler aus den verschiedensten Disziplinen miteinander ins Gespräch zu bringen. Damit eröffnet die IGSSE die Möglichkeit, neue Forschungsideen an den Schnittstellen der tradierten Fächergrenzen zu entwickeln“, so IGSSE-Direktorin Prof. Dr. Barbara Wohlmuth. Ein Konzept, das aufgeht. „Die grundsätzliche Idee der IGSSE, bereits Nachwuchswissenschaftler interdisziplinär und international auszubilden und zu vernetzen, wurde auf dem diesjährigen Jahrestreffen besonders intensiv gelebt.“ 

Auch für den Physiker Johannes Küchle aus München war das diesjährige IGSSE-Forum in Raitenhaslach bereichernd. Der Workshop zu „Kreativität in der Wissenschaft“ gab den Anstoß, seine Grundlagenforschung zum Thema zweidimensionale Schichten und Lichtenergie aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Für Veronica Bessone aus Italien war insbesondere der Kontakt mit Doktoranden aus anderen Forschungsgebieten inspirierend. Sie schreibt ihre Doktorarbeit über die Optimierung des Bewegungsablaufs beim Skispringen, insbesondere der Landung. Im Rahmen ihrer Forschung der Biomechanik hat sie unter anderem mit den Skispringern der Deutschen Nationalmannschaft zusammengearbeitet. Architektin Christin Johnson aus Texas forscht zur Nachhaltigkeit von Architektur. Für sie war das IGSSE-Forum in mehrfacher Hinsicht attraktiv: „Für mich ist es sehr spannend, die Restaurierungen hier zu sehen und in Deutschland, wo noch so viel historische Gebäude stehen, forschen zu können. Besonders mitreißend war, dass ich mit völlig anderen Wissenschaftsbereichen in Kontakt gekommen bin und jetzt ein neues Projekt mit Kollegen plane, die sich mit Energiesystemen beschäftigen.“ 

Direktorin Barbara Wohlmuth freut sich, dass die TUM mit ihrem Akademiezentrum in der ehemaligen Klosteranlage Raitenhaslach einen Ort mit besonderer Atmosphäre bietet: „Die Anlage hier ist ein imposanter Rahmen und die Mischung aus Tradition und Moderne, die spürbar ist, überträgt sich auf die jungen Wissenschaftler. Diese kommen jedes Jahr gerne her, übrigens auch unsere Ehemaligen, die inzwischen Managementpositionen bei international tätigen Firmen innehaben, um über ihre Karrieren zu berichten.“ So profitiert der akademische Nachwuchs in Raitenhaslach von den Erfahrungen ihrer Vorgänger und hat Gelegenheit, Netzwerke zu bilden. Die Alumni ihrerseits betonen, dass die in der IGSSE gewonnenen interdisziplinären Erfahrungen prägend waren und interessante Berufsperspektiven eröffnet haben. Das Konzept, die jungen Wissenschaftler beim interdisziplinären Austausch und dem Bilden von internationalen Netzwerken aktiv zu unterstützen, sei auch in wissenschaftlicher Hinsicht ein Gewinn: „Durch die IGSSE werden zukunftsweisende Strukturen für die universitäre Graduierten-Ausbildung geschaffen. Das macht sie zu einer Keimzelle von neuen, wegweisenden wissenschaftlichen Projekten“, ist sich Barbara Wohlmuth sicher. 

Pressemeldung der Stadt Burghausen 

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