KV-Terminal ab März 2014 in Betrieb

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Burghausen - Trotz des langen Winters soll das "Terminal für den kombinierten Verkehr" (KV-Terminal) im März 2014 in Betrieb gehen. Möglich machen das zusätzliche Investitionen.

Voraussichtlich im März nächsten Jahres wird das "Öffentliche Terminal für den kombinierten Verkehr", kurz KV-Terminal, in den Probebetrieb gehen. Dies bestätigte Anton Steinberger, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Burghausen, auf Anfrage von innsalzach24. Dies ist möglich, obwohl der lange Winter den Bau verzögert hat.

Winter verzögerte Bau um fünf Wochen

"Wir hatten mit sechs Wochen Winterpause kalkuliert, hatten dann aber elf Wochen Pause", sagt Steinberger. Damit eine Inbetriebnahme im März dennoch möglich ist, muss zusätzliches Geld in das Projekt investiert werden. "Wir müssen Beschleunigungsmaßnahmen ergreifen", so Steinberger. So werden alleine für die Beschleunigung des Kanalbaus 280.000 Euro ausgegeben - eine notwendige Investition, um eine teure Projektverzögerung abzuwenden.

OMV will werkseigene Gleisharfe erweitern

Das neue Terminal erweitert die logistischen Möglichkeiten der Burghauser Unternehmen deutlich. So plant etwa OMV einen Ausbau der werkseigenen Gleisharfe. Wie viele neue Gleise OMV bauen wird, steht aber noch nicht endgültig fest. Derzeit liegt der Stadt Burghausen diesbezüglich noch kein Bauantrag vor.

Stadt und Landkreis arbeiten gemeinsam mit mehreren Burghauser Unternehmen seit Jahren an dem Projekt KV-Terminal. Eigens dafür wurde im Dezember 2011 die RegioInvest Inn-Salzach GmbH ins Leben gerufen, deren Geschäftsführer ebenfalls Anton Steinberger ist. Spatenstich für den Bau war schließlich am 30. November 2012.

Freistaat unterstützt Projekt mit Millionenbetrag

Die Kosten für die Errichtung des Terminals belaufen sich auf rund 26 Millionen Euro. Zusätzlich investiert die Stadt Burghausen 4,3 Millionen Euro in Straßen und Erschließungen. So wird zum Beispiel die B20 als Zubringerstraße des Terminals den neuen Anforderungen angepasst. Erst im Januar hat der Freistaat über eine Million Euro für die Straßenbauprojekte rund um das KV-Terminal zur Verfügung gestellt.

72.000 Containerhübe pro Jahr

Mit dem KV-Terminal soll ein erheblicher Teil des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Alleine in der ersten Ausbaustufe sollen im Terminal jährlich 40.000 Containerhübe von Lastwagen auf Züge umgeladen werden. In der zweiten Ausbaustufe sollen 72.000 Containerhübe pro Jahr möglich sein. Pro Tag wird mit 216 Lkw-Umläufen und vier ein- und ausgehenden Zügen kalkuliert.

Bürgerinitiative kämpft für besseren Lärmschutz

Teile der Bevölkerung sehen das Projekt durchaus kritisch. Vor allem eine möglicherweise zu hohe Lärmbelastung durch vorbeifahrende Züge bereit Anwohnern Sorge. Die "Bürgerinitiative Verkehrskonzept Burghausen" kämpft deshalb für ein besseres Lärmschutzkonzept. Doch selbst die Bürgerinitiative ist nach eigener Aussage grundsätzlich für das KV-Terminal.

Rubriklistenbild: © dpa

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