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Burghauser Bau- und Hauptausschuss

„Lärmende“ Jugendliche: Soll der Skatepark doch ins Burghauser Stadtzentrum?

Ausflug der BRK-Kinderkrebshilfe BALU
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Kommt der geplante neue Skatepark direkt daneben? Kinder haben beim Ausflug in den Burghauser Motorik-Park viel Spaß.

Lebhaft diskutiert wurde beim Hauptausschuss am 12. Januar darüber, ob die Jugendlichen mit ihrem Skatepark ins Stadtzentrum von Burghausen rücken sollen oder nicht. Der Plan, Motorikpark, Bikepark und Skatergelände zu kombinieren, scheint eine Mehrheit zu haben. Zahlreiche Bauprojekte werden von LEADER-Plus gefördert. Wenn im Stadtrat am 19. Januar alles nach Plan läuft, darf sich die Salzach-Metropole über eine Aufwertung freuen.

Burghausen - Wohin mit den Jugendlichen und ihrem Skatepark? Darüber gab es widerstreitende Meinungen beim Hauptausschuss der Stadt Burghausen am Mittwoch (12. Januar). Im Innenstadtbereich gibt es ein Problem: „Ständige laute ´Klack, Klack´-Geräusch und laut rollende Skateboards werden lärmschutztechnisch wie kleine Böllerschüsse gewertet“, so Max Hennersperger vom Tiefbau- und Umweltamt das Bike- und Skatepark-Projekt der Stadt.

Der alte Skatepark im Waldpark Lindach / Burghausen.

Projekt wird durch LEADER-Plus gefördert

Auf der Multifunktionsfläche im Waldpark Lindach, an der Bachstraße, soll neben dem Motorikpark ein Bike- und Skatepark als vielfältiges, kostenloses Bewegungsangebot installiert werden. Auf einer Gesamtfläche von 4.500 m² sollen mehrere Teilbereiche entstehen, um somit eine möglichst breite Bandbreite an Nutzern anzusprechen. Der Bikepark gliedert sich in zwei Bereiche: ein Übungs- und ein Technikrundparcours, der vor allem für Anfänger und weniger erfahrene Biker gedacht ist. Läuft alles nach Plan, wird der Antrag im Stadtrat am 19. Januar verabschiedet.

Florian Schneider spricht sich für Standort Waldpark aus

Das bedeutet für Bürgermeister Florian Schneider (SPD), „dass ein neuer Bike- und Mobilitätspark im Waldpark Lindach gut aufgehoben ist. Das bringt für alle Seiten Vorteile.“ In naturnaher Umgebung spielt der Lärmschutz eine untergeordnete Rolle. Das wäre gerade mit den Skateboardern im Zentrum anders. Sarah Freudlsperger vom Umweltamt zeigte am Mittwoch eine ausführliche Präsentation des neuen Projekts.

So könnte es auch in Burghausen aussehen: Der Skateparks mit Pumptrack in Berchtesgaden.

Sozialreferentin will jugendliche Skater-Szene „ins Stadtgeschehen als Attraktion einbinden“

„Ich plädiere dafür, dass die Jugendlichen stärker ans Jugendzentrum rücken und nicht in den Park quasi abgeschoben werden“, so eine andere Argumentation von Sozialreferentin Sabine Bachmeier (SPD). Ein möglicher Skatepark wäre im Stadtzentrum im Stadtpark der Neustadt denkbar. Doch es ist „platztechnisch einfach zu eng in der Innenstadt“, gibt Max Hennersperger gegenüber innsalzach24.de zu bedenken. Momentan sind Teile des alten Skateparks in Burghausen gesperrt, weil er renovierungsbedürftig ist.

Im Motorikpark sind laut Sabine Bachmeier „eher die Kleinen unter zwölf Jahren unterwegs“. Die Jugendlichen sollen ihren eigenen Platz bekommen, „gerne als Teil des Stadtgeschehens und als Attraktion“, so die Sozialreferentin. Viele Familien mit Kindern machten gerne Ausflüge zum Skaterpark, „um sich die spektakuläre Sprung-Action anzuschauen“.

Im Gegensatz zu vielen anderen Mitgliedern der Stadtverwaltung sieht sie „gute Argumente für einen Standort des Skaterparks neben der Feuerwehr und dem Jugendbüro, das bald umgebaut werden soll“. Sogar die Ruhezeiten ließen sich in der Innenstadt besser kontrollieren als im Waldpark: „Auch die Mitarbeiter vom Jugendzentrum sind dann näher dran an den Jugendlichen“.

Sogar die Bodenbeschaffenheit an der Messehalle sei „besser als im Waldpark“, so Bachmeier. Doch sie zeigt sich auch kompromissbereit: „Die Option Waldpark Lindach mit Bike-Skate- und Motorikpark ist ebenfalls eine gute Lösung“.

WC-Anlage wird im Park dringend benötigt

Einigkeit herrschte im Hauptausschuss im Hinblick auf die Notwendigkeit zusätzlicher WC-Anlagen im Waldpark: Bereits mit Inbetriebnahme des Motorikparks wurde klar, dass durch die oft stundenlange, oft ganztägige Nutzung des Geländes eine öffentliche WC-Anlage vor Ort nötig wird. Das Architekturbüro Karl-Markert aus Burghausen hat eine Planung vorgestellt, die Kosten belaufen sich auf ungefähr 105.000 Euro brutto.

Schnell den Förderantrag einreichen

Für die Umsetzung dieser Gesamtmaßnahme soll ein Förderantrag bei der LAG „LEADER TraunAlz-Salzach“ gestellt werden, da nur mit diesen Mitteln eine Projektumsetzung durchführbar ist. Die Förderquote läge bei 50 Prozent. Angesetzt werden können die Nettokosten (brutto ca. 42 Prozent). Die Umsetzung des Vorhabens wäre zwischen April und Juli 2022 angedacht, vorausgesetzt die Stadt Burghausen erhält einen positiven Förderbescheid. Derzeit sind entsprechende Mittel verfügbar, deshalb sollte der Antrag möglichst zeitnah eingereicht werden.

Um für Mountainbiker und viele weitere Rollsportarten einen Platz zu bieten, soll benachbart oder integriert ein Skatepark errichtet werden. Hier finden sich Möglichkeiten für Tricksprünge etc. Die Firma RadQuartier wurde mit der Planung eines Bike- und Skatepark direkt am Motorikpark beauftragt. Die vorläufigen Kostenschätzungen liegen für den Bikepark bei brutto ca. 170.000 Euro, und für den Skatepark bei brutto ca. 190.000.

-rok-

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