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Christoph Well liest aus den Briefen Mozarts an seine Cousine

„Ich küss sie tausendmal“

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Zusammen mit dem Bäsle-Quartett entsteht bei Christoph Wells Lesung ein guter Eindruck der Mozart-Zeit.

Burghausen - Aus den zahlreichen Biografien weiß man, dass W.A. Mozart ein begeisterter Briefeschreiber war – was blieb ihm anderes übrig, Facebook und Whats App waren ja noch nicht erfunden.

Einen regen Briefwechsel über Jahre hinweg unterhielt er mit seiner Cousine Maria Anna Thekla Mozart, genannt Marianne, aus Augsburg. Neun Briefe Mozarts sind erhalten geblieben, die berühmten Bäsle-Briefe (wobei die Antworten des „Bäsles“ leider verschollen sind) aus denen Stofferl Well am 2. Dezember 2017 um 20 Uhr im Kloster Raitenhaslach liest. 

Mozart schreibt ausgelassen, derb, ergeht sich in erotischen Anspielungen und reimt wild drauf los. Die verwendete Fäkalsprache mag uns heutzutage aufstoßen, damals gehörte sie jedoch offenbar zum Alltag. Zu Beginn des Briefwechsels ist eine enge Beziehung erkennbar, die sich mit zunehmendem Alter jedoch abkühlt.

Was jedoch der junge Briefeschreiber nie thematisiert, sind seine schwierigen Lebensumstände zu der Zeit – die erhoffte Festanstellung in München blieb aus, während des Aufenthalts in Paris starb die Mutter. 

Der widersprüchlichen Charakter Mozarts

Eine vielfältige Künstlerpersönlichkeit: Christoph Well.

Der musikalische Tausendsassa Christoph „Stofferl“ Well probiert nach der Auflösung der über drei Jahrzehnte erfolgreichen Biermösl-Blosn immer neue Seiten seiner Künstlerpersönlichkeit aus. Als Interpret dieser amüsanten Briefe lotet er mit Humor und Souveränität scheinbare Widersprüche zwischen dem genialen Komponisten und dem eher derben und ganz und gar „normalen“ jungen Mann und dessen Lust an Prahlerei und Provokation aus

Das Bäsle-Quartett lässt musikalische die damalige Zeit lebendig werden.

Musik gehört natürlich dazu – das ist die Aufgabe des Bäsle-Quartetts (Andrea Ikker, Querflöte, David Schultheiß, Geige, Wolfang Berg, Bratsche und Ives Savary am Cello). Es untermalt Wells Lesung mit einer Auswahl von Flötenquartetten, die ungefähr zur selben Zeit entstanden sind. Es entsteht eine unterhaltsame Dramaturgie, die Zeit und Künstler äußerst lebendig werden lässt. Ein vergnüglicher Hörgenuss in der barocken Raitenhaslacher Aula maior

Mit dem Bus zum Kulturgenuss

Veranstalter ist das Kulturbüro der Stadt Burghausen. Auch hier gibt es den Shuttle-Bus: ab 19 Uhr fährt ein Kleinbus der Firma Brodschelm eine Runde, beginnend beim Diabelliblock über verschiedene Haltestellen über die Altstadt nach Raitenhaslach und nach Ende der Veranstaltung ab 22.45 wieder zurück. Die Fahrt kostet 2,--. Den genauen Fahrplan gibt es auf unserer Homepage unter www.burghausen.de/kulturbuero

Karten gibt es im Burghauser Bürgerhaus, Telefon 08677/97400, in der Burghauser Touristik, Telefon 08677/887140 und bei allen Inn-Salzach-Ticket-Vorverkaufsstellen, auch als print@home.

Pressemitteilung Stadt Burghausen

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