Stadt investiert rund sechs Millionen Euro

Hess-Schule wird modernste Schule der Region

+
Schulreferent Norbert Englisch, Schulleiterin Jutta Rösler-Dehs und Stefan Haberlander vom Gebäudemanagement der Stadt Burghausen begutachten den Baufortschritt.

Burghausen - Die Wissenschaftsstadt Burghausen investiert nicht nur in die Hochschule und in die Ausbildung von Studenten, sondern auch in die Bildungslandschaft für die kleinen Bürger. Aktuell wird die Johannes-Hess-Schule generalsaniert.

Die Investitionssumme liegt bei 5,7 Millionen Euro. Die Schule im Herzen der Neustadt wurde 1951 erbaut und seit Ende Januar 2017 saniert. „Die Sanierung wurde aus vielfältigen Gründen nötig, unter anderem, weil sich auch medial seit der Erbauung so viel geändert hat, dass die Klassenzimmer fit für digitale Medien gemacht werden mussten. Aber auch die Ganztagesbetreuung hat uns vor neue Herausforderungen gestellt, die baulich so nie vorgesehen waren“, erklärt Schulreferent und Stadtrat Norbert Englisch. 

Im Erdgeschoss entsteht daher eine große Mensa mit Essensausgabe, Aufenthaltsbereich und einer kleinen Aula. Eine Aula fehlte der Schule bislang. „Hier entsteht das neue Herzstück der Schule“, sagt Schulleiterin Jutta Rösler-Dehs und deutet auf der Baustelle in die Ecke, wo gerade die Mensa entsteht.

Wichtig für eine barrierefreie Schule: ein Aufzug

Der erste Bauabschnitt soll bereits Ostern 2018 beendet sein. „Danach können die Klassen in den neuen Teil umziehen und der zweite Abschnitt kann beginnen. Dann erneuern wir die Klassenzimmer und Sanitärbereiche im anderen Gebäudetrakt“, erklärt Stefan Haberlander, Gebäudemanager bei der Stadt Burghausen. Ein großer Fortschritt für die Hess-Schule ist auch der Einbau eines Aufzuges. „Damit sind wir eine barrierefreie Schule“, sagt Rösler-Dees. Diese Tatsache könnte hinsichtlich des Themas Inklusion einmal wichtig werden. „Wir sind auf dem Weg die modernste Schule der Region zu werden“, freut sich die Schulleiterin, die schon ein Fest verbunden mit einem Tag der offenen Tür plant. „Viele ehemalige Schüler fragen bereits an, ob sie die Schule nach der Generalsanierung besuchen dürfen.“

So eine Modernisierung braucht aber auch Fachpersonal, das die hochmodernen Medien mit interaktiven Tafeln, Dokumentenkameras etcetera bedienen kann und will. „Da bin ich sehr glücklich, dass unser Lehrerkollegium so offen und motiviert ist. Wir alle freuen uns sehr auf die neue Schule“, so Rösler-Dees. Bis dahin vergehen aber noch ein paar Monate. Zum Ende des nun beginnenden Schuljahrs wird die Hess-Schule fertig sein. Dann werden die Außenanlagen neu gestaltet. Und die vier ausgelagerten Klassen, die sich derzeit in der ehemaligen VR-Bank beziehungsweis im Aventinus-Gymnasium befinden, können wieder in ihr Schulgebäude einziehen.

535.000 Euro für weitere Maßnahmen

Pünktlich zum neuen Schuljahr hat die Stadt aber auch an den anderen Schulen im Stadtgebiet nicht gespart: Die Franz-Xaver-Guber-Schule etwa hat einen neuen Boden in der Turnhalle sowie einen neuen Trennvorhang und ein neues Dach bekommen. Die Gesamtinvestitionssumme beträgt hier circa 255.000 Euro. In der Raitenhaslacher Schule wurde die Mittagsbetreuung ausgebaut und die Hans- Stethaimer-Schule in der Altstadt hat ein neues Dach für rund 80.000 Euro erhalten.

Damit hat die Stadt aktuell mehr als sechs Millionen Euro in Schulen investiert und die Generalsanierung der Stethaimer-Schule steht 2018 an. „Es sind nicht nur Baumaßnahmen, die eine Schule ausmachen. Wir haben in den letzten Jahren viele Zusatzleistungen aufgebaut: Sozialarbeit, Hip-Hop-Musikgruppen, Streitschlichter, 30 Personen bei der Mittagsbetreuung, fünf Hortgruppen und mehr. Wir bieten auch besondere Förderkurse für Migrationskinder an, insgesamt ein Paket von nahezu 200.000 Euro an Extrakosten für die Individualbildung“, so Burghausens Erster Bürgermeister Hans Steindl.

Pressemitteilung Stadt Burghausen

Zurück zur Übersicht: Stadt Burghausen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser