Das sagt die Feuerwehr zum Großbrand in Burghausen

Bus und Halle in Flammen: Auch Tankstelle und Supermarkt geräumt

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Burghausen - Große Aufregung herrschte am Nachmittag auf dem Gelände eines Busunternehmens in der Burgkirchener Straße: Dort hatte ein Elektrobus in einer Halle Feuer gefangen. Es gab zwei Verletzte. Der Schaden ist enorm hoch:

UPDATE, Samstag, 7.15 Uhr - Tankstelle und Supermarkt geräumt

Am Freitagnachmittag wurde die Freiwillige Feuerwehr Burghausen zu einem Brand eines in einer Fahrzeughalle stehenden Elektrobusses zu einem ortsansässigen Busunternehmen in die Burgkirchener Straße alarmiert. Obwohl die Freiwillige Feuerwehr Burghausen die Einsatzstelle nur wenige Minuten nach der Alarmierung mit starken Kräften erreichte, ließ der Einsatzleiter noch während der Anfahrt die Alarmstufe auf "B4 Großbrand" erhöhen. Bei der ersten Lage auf Sicht war bereits eine massive Rauchentwicklung festzustellen, welche in weiten Teilen des Landkreises noch wahrgenommen werden konnte. So lief ein Großeinsatz an, in dessen Rahmen auch viele Polizeikräfte im Einsatz waren. Auch eine nahegelegene Tankstelle und ein Supermarkt wurden sicherheitshalber geräumt, wie die Feuerwehr Burghausen auf ihrer Homepage mitteilte.

Bereits in der Anfangsphase des Einsatzes war laut Feuerwehr absehbar, dass der brennende Hallenteil nicht zu halten ist. Einsatzleiter Florian Hobmeier entschied deshalb, eine massive Riegelstellung an einer Brandwand zu errichten, um eine dahinterliegende Waschstraße und ein Büro- und Verwaltungsgebäude des Unternehmens vor einer weiteren Brandausbreitung abzuschirmen. Die Einsatzstelle wurde hierfür in zwei Abschnitte unterteilt. Als großer Vorteil erwies sich, dass das Gelände in der Vergangenheit von der Feuerwehr massiv beübt wurde und die Einsatzkräfte eine weitgehende Objektkenntnis hatten.

Nach etwa 45 Minuten konnte der Brand größtenteils gelöscht werden. Zwei Mitarbeiter des Busunternehmes wurden zur weiteren Abklärung dem Rettungsdienst mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation übergeben, welcher durch weitere ehrenamtliche Kräfte der BRK-Bereitschaft unterstützt wurde. Durch einen Bagger eines örtlichen Fuhrunternehmens mussten Blechteile der Fassade abgetragen werden, um dahinterliegende Glutnester ablöschen zu können. Es konnte trotz aller Bemühungen nicht verhindert werden, dass die Fahrzeughalle mit einem Omnibus und einem Kleinbus komplett ausbrannte. Weitsichtigen Entscheidungen des Einsatzleiters und der vorbildlichen Zusammenarbeit aller beteiligten Rettungskräfte ist es zu verdanken, dass sich der Brand nicht noch auf weitere Teile des Betriebsgeländes ausdehnen konnte.

UPDATE, 19.20 Uhr - Pressemeldung Polizei

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Zwei leicht verletzte Personen und ein Sachschaden, der möglicherweise eine Million Euro beträgt. So lautet die vorläufige Bilanz nach einem Großbrand am Freitag, 28. Juni, in Burghausen. Die Untersuchungen zur Brandursache führt die Kriminalpolizei. 

Gegen 16.30 Uhr wurde der Polizei der Brand eines unbesetzten Omnibusses mitgeteilt, der in den Betriebshallen eines Busunternehmens in der Burgkirchener Straße in Burghausen gestanden war. Das Feuer griff rasch von dem Bus auf die Betriebshallen des Unternehmens über. Ein großes Aufgebot der Feuerwehren aus Burghausen, Altötting und umliegenden Gemeinden, die zur Unterstützung eilten, brachte den Brand bald unter Kontrolle. Wegen der starken Rauchentwicklung waren zuvor vorsorglich die angrenzenden Einkaufsmärkte und ein Tankstellengelände geräumt worden. Die Bewohner der Burghauser Neustadt waren über Rundfunkmitteilungen aufgefordert worden, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Burgkirchener Straße musste ebenfalls gesperrt werden. 

Um 18 Uhr, nachdem die Helfer der eingesetzten Feuerwehren den Brand gelöscht hatten, wurden die eingeleiteten Maßnahmen aufgehoben. Die Sperrung der Burgkirchener Straße im Bereich des Brandortes musste noch für einige Zeit bestehen bleiben. Zwei Mitarbeiter des betroffenen Unternehmens wurden leicht verletzt, bei ihnen besteht der Verdacht auf eine leichte Rauchgasvergiftung. Der bei dem Großbrand entstandene Sachschaden dürfte ersten Schätzungen zufolge im Bereich von einer Million Euro liegen. Die Kriminalpolizei hat vor Ort ihre Untersuchungen aufgenommen. Zur Brandursache können zu diesem frühen Zeitpunkt jedoch noch keine Aussagen getroffen werden.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

UPDATE, 18.35 Uhr - Fenster und Türen geschlossen halten

Hinweis der Polizei: Bis die Löscharbeiten vollständig abgeschlossen sind, bittet die Polizei die Bevölkerung, Fenster und Türen im gesamten Stadtgebiet geschlossen zu halten. Auch Lüftungen und Klimaanlagen sollten ausgeschaltet werden, hieß es.

UPDATE, 18.15 Uhr - Feuerwehr bringt Brand unter Kontrolle

Das Feuer auf dem Gelände eines Busunternehmens scheint unter Kontrolle zu sein. Verletzt wurde offenbar niemand, auch wenn zunächst brenzlige Momente zu überstehen waren. Von vor Ort waren "explodierende Elektrobatterien" gemeldet worden. Laut Informationen von vor Ort soll der Einsatz wohl noch bis in die späten Abendstunden andauern.

Großeinsatz nach Brand von Elektrobus in Burghausen

UPDATE, 17.20 Uhr - Elektrobus brennt

Nun wird gemeldet, dass der Brandort auf dem Gelände eines örtlichen Busunternehmens liegt. Dieses grenzt direkt an die OMV-Tankstelle an. Deswegen wurde ein Großaufgebot der Feuerwehr alarmiert. Außerdem ist nun bestätigt, dass es sich bei dem Bus um einen Elektrobus des Stadtverkehrs Burghausen handelt.

Die Erstmeldung:

Ersten Erkenntnissen vor Ort zufolge brach das Feuer am Freitag, 28. Juni, gegen 16.15 Uhr in der Burgkirchener Straße in der Nähe der dortigen OMV-Tankstelle aus. Betroffen ist ein Bus, der offenbar in Vollbrand steht. Unbestätigten Angaben zufolge soll es sich um einen Elektrobus handeln.

Bei Brandausbruch war der Bus wohl leer, so dass wohl niemand zu Schaden gekommen ist. Zahlreiche Feuerwehren sind im Einsatz. Leser meldeten gegenüber innsalzach24.de eine "gewaltige Rauchsäule", die schon von weitem zu sehen sein soll.

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