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Rund 400 Teilnehmer in Burghausen

Globaler Klimastreik in der Region: „Jeder kann seinen Teil dazu beitragen“

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Rund 400 Teilnehmer beteiligten sich in Burghausen am globalen Klimastreik.
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Burghausen – Zum Auftakt des globalen Klimastreiks protestierten junge und alte Menschen für eine bessere Klimapolitik – so auch in Burghausen. Rund 400 Teilnehmen drückten so ihren Unmut über die aktuelle Umweltschutzpolitik aus.

„Unseren Nachkommen sollten wir nicht sagen, dass wir nur Rad gefahren sind oder auf Plastikstrohhalme verzichtet haben, um die Welt zu verbessern“, so die 16-jährige Schülerin Lisa bei der Kundgebung in Burghausen. Sie gehört der Fridays-for-Future Bewegung in Altötting an und organisierte die Demo mit. Jeder könne seinen Teil dazu beitragen, beispielsweise damit, nachhaltige oder gebrauchte Waren zu kaufen.

In der Pflicht sehen die Demonstranten aber die Politik. In mehr als 400 Städten gehen vom 20. bis 27. September hunderttausende junge und alte Menschen auf die Straße, um gegen die bisherige Umwelt- und Klimaschutzpolitik regierender Parteien zu protestieren. Auch in unserer Region fanden zahlreiche Protestmärsche statt.

Bilder aus Wasserburg:

Demonstration zum Klimaschutz am Wasserburger Rathaus 

Alt und Jung protestieren friedlich

In Burghausen marschierten die Demonstranten vom Bahnhof über die Marktler Straße Richtung Bürgerhaus. Dort fand die erste Kundgebung statt, ehe es Richtung Altstadt ging. Am Stadtplatz beendeten schließlich die letzten Kundgebungen einen friedliche Demonstration. Anders als bei den bisherigen Demos der Friday-for-Future-Bewegung in Altötting oder Mühldorf war das Teilnehmerfeld vom Alter her gut durchgemischt.

Sigi Franz, bekennender Umweltaktivist aus Burghausen, ermutigte die Anwesenden, kritisch zu sein: „Wir leben in einem der schadstoffreichsten Landkreisen. Daher seid wachsam“. Zuletzt hatte die OMV aufgrund eines Defekts 18 Tage lang abfackeln müssen. Dort seien laut Franz genügend Emission in unsere Umwelt gelangt. Zudem sorge sich der Burghauser um eine sichere Wasserversorgung (Anm.d. Red.: PFOA) in der Region. Den Filtern, die das Wasser von PFOA befreien sollen, stehe er skeptisch gegenüber. Alle Gemeinden müssten sich daher darum kümmern, eine andere Quelle zu erschließen. Burghausen beispielsweise beziehe das Wasser aus Österreich.

Globaler Klimastreik in Burghausen mit 400 Teilnehmern

Politik muss handeln

Gertraud Angerpointner, 1. Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, forderte in Burghausen eine klimafreundliche Politik für die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe. „Denn Klima und Landwirtschaft kann man nicht trennen“, so Angerpoitner. An die Teilnehmer der Demo appellierte sie zugleich, bei lokalen Metzgern und Bäckereien einzukaufen. Denn bei diesen könnten die Kleinbauern besser ihre Produkte vermarkten als in einem Supermarkt.

Angerpointner lies es sich dabei nicht nehmen, sich bei allen für ihr Kommen und das Engagement aller zu bedanken: „Danke, dass euch das alles nicht egal ist“.

jz

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