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Zum Gedenken an ehemalige Burghauser Bürgermeister

Denkmal auf dem Friedhof eingeweiht

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Zur Enthüllung der Gedenkstele ist Luzia Miesgang eigens aus dem Bäderdreieck angereist. Bürgermeister Hans Steindl begrüßte außerdem Hans Stiglocher, Seban Dönhuber und Steinmetz Walter Herbst.

Burghausen - Damit die verdienten Bürgermeister von Burghausen nicht in Vergessenheit geraten, wurde jetzt auf dem Friedhof eine Gedenkstele auf gestellt. Die Idee dazu hatte der frühere Landrat Seban Dönhuber.

Er war von 1970 bis 2000 Landrat des Altöttinger Landkreises. Im vergangenen Jahr bei einem Besuch auf dem Burghauser Friedhof stellte er fest, dass das Familiengrab von Altbürgermeister und Ehrenbürger Georg Schenk aufgelassen wurde. 

„Dann hab ich mir gedacht, es kann doch nicht sein, dass von so einem verdienten Ehrenmann kein Gedenkstein in Burghausen zu sehen ist“, erzählt Seban Dönhuber. Damit war die Idee geboren, eine Gedenkstele für die Burghauser Altbürgermeister der Nachkriegszeit am Friedhof aufzustellen. 

Die Namen für die Nachwelt konserviert

Nun wurde die Stele, gefertigt von Steinmetz Walter Herbst aus Burghausen, feierlich enthüllt. Zur Enthüllung kam auch die Witwe von Altbürgermeisters Georg Miesgang, Luzia Miesgang, die eigens aus dem Bäderdreieck dafür angereist ist. Hans Stiglocher, dessen Großvater als erster auf der Gedenkstele steht, gesellte sich ebenfalls zu der Runde. 

Insgesamt 12 Namen sollen auf den Gedenkstein passen.

Die Stele ist aus Untersberger Granit gefertigt und ist zentral auf dem Friedhof befestigt. Die massive Stele trägt die Inschrift: „Zum Gedenken an die Altbürgermeister der Stadt Burghausen.Johann Stiglocher, Franz Huber, Georg Schenk – Ehrenbürger und Georg Miesgang – Ehrenbürger." Auf der rechten Seite der Stele sind die Amtsjahre in Stein gemeißelt und auf der linken Seite die Daten zu Geburt und Sterbetag. Etwa 70 Stunden Arbeit hat Walter Herbst in die Stele investiert

Auch den politischen Gegner geschätzt

Bei der Enthüllung sind viele Erinnerungen an die Altbürgermeister ausgetauscht worden. Luzie Miesgang etwa erzählte, dass sie mit ihrem Mann in Österreich gewohnt habe. „Da war ja noch die Grenze und sie bildete auch die natürlich Barriere der Ruhe. Da ist nicht so leicht einer am Abend noch vorbei gekommen und hat sein Anliegen vorgetragen“, so Miesgang. Sie lebt heute wieder in ihrer alten Heimat, im niederbayerischen Bäderdreieck. 

Für Alt-Landrat Dönhuber und Bürgermeister Steindl ist das Gedenken wichtig. Das sieht auch die Witwe von Altbürgermeister Miesgang so.

Auch Seban Dönhuber erinnert sich an viele Gespräche mit Georg Schenk und Georg Miesgang. Als Schenk in Burghausen Bürgermeister war (1948 – 1966), war Seban Dönhuber Landesvorsitzender der Jungsozialen und Mitglied des Neuöttinger Stadtrates sowie im Kreistag Altötting. „Schenk und ich waren häufig nicht einer Meinung, aber am Ende haben wir uns immer vertragen und vor allem menschlich haben wir uns immer geschätzt“, sagt Seban Dönhuber.

Nach Steindl passen noch sieben weitere Namen auf den Stein

Für den heutigen Ersten Bürgermeister Hans Steindl, der seit 1990 im Amt ist, hat die Stele große Bedeutung: „Alle Altbürgermeister Burghausens der Nachkriegszeit haben hier einen Platz verdient, weil sie sich um Stadt und Bürger verdient gemacht haben. Die Stele ist ein schönes Symbol dafür.“ Etwa acht weitere Namen haben laut Steinmetz Herbst auf der Stele noch Platz.

Pressemitteilung Stadt Burghausen

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