Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Burghausen startet Neugestaltungsprozess

„Burghausen findet NEUstadt“: Bürgerbeteiligung startet mit großem Zulauf

Bürgerbeteiligungsprozess zur Neugestaltung der Verkehrs- und Freizeitbereiche in der Neustadt Burghausen
+
Großer Zulauf: Bei der Bürgerbeteiligung machten wieder sehr viele Burghauser mit.

Im Burghauser Bürgerhaus ging es erneut um Mitsprache der Bürger, und die hatten viele wertvolle Ideen für eine nachhaltige und moderne Neustadt.

Burghausen – Die Bürgerbeteiligung am 15. November zur Neugestaltung der Verkehrs- und Freianlagen der Neustadt Burghausen war sehr gut besucht. Etwa 220 Burghauser waren gekommen und gleich zu Beginn – um 19 Uhr – musste deswegen im Bürgerhaus mit Stühlen aufgestockt werden. Auch der Erste Bürgermeister Florian Schneider erwähnte in seiner Begrüßung, dass er mit weit weniger Teilnehmern gerechnet habe. „Burghausen findet NEUstadt“, kündigte der Bürgermeister dann den Neugestaltungsprozess an. Es gehe jetzt nicht darum, etwas zu reparieren, das nicht gefällt, sondern darum, wie Burghausen in den nächsten 25 bis 30 Jahren ausschauen soll.

Bald Pläne für das Salzachzentrum?

Aus dem Ideenfindungsprozess ausgespart wurde zwar der Bereich des Salzachzentrums: Dort sollen aber laut Bürgermeister Schneider aber schon sehr bald Pläne präsentiert werden. Für die Einbringung der Bürgervorschläge gab es dennoch mehr als genug „Raum.“ Vom Berliner Platz am Bahnhof ausgehend soll die ganze Marktler Straße bis zum Bürgerhaus umgestaltet werden. Auch die Robert-Koch-Straße wird in die Transformation eingeschlossen. Wie sich die Bürger daran beteiligen können erklärte Florian Otto, Inhaber des Planungsbüros Bauchplan.

Großer Zulauf und viele interessante Diskussionen: Neugestaltungsprozess der Neustadt startet

Die Burghauser Bürgerbeteiligung im Bürgerhaus war ein großer Erfolg.
Im Bürgerhaus wurde diskutiert, wie die Neustadt in Zukunft aussehen soll. © Haindl
Die Burghauser Bürgerbeteiligung im Bürgerhaus war ein großer Erfolg.
Im Bürgerhaus wurde diskutiert, wie die Neustadt in Zukunft aussehen soll. © Haindl
Die Burghauser Bürgerbeteiligung im Bürgerhaus war ein großer Erfolg.
Im Bürgerhaus wurde diskutiert, wie die Neustadt in Zukunft aussehen soll. © Haindl
Die Burghauser Bürgerbeteiligung im Bürgerhaus war ein großer Erfolg.
Im Bürgerhaus wurde diskutiert, wie die Neustadt in Zukunft aussehen soll. © Haindl
Die Burghauser Bürgerbeteiligung im Bürgerhaus war ein großer Erfolg.
Im Bürgerhaus wurde diskutiert, wie die Neustadt in Zukunft aussehen soll. © Haindl
Die Burghauser Bürgerbeteiligung im Bürgerhaus war ein großer Erfolg.
Im Bürgerhaus wurde diskutiert, wie die Neustadt in Zukunft aussehen soll. © Haindl
Die Burghauser Bürgerbeteiligung im Bürgerhaus war ein großer Erfolg.
Im Bürgerhaus wurde diskutiert, wie die Neustadt in Zukunft aussehen soll. © Haindl
Die Burghauser Bürgerbeteiligung im Bürgerhaus war ein großer Erfolg.
Im Bürgerhaus wurde diskutiert, wie die Neustadt in Zukunft aussehen soll. © Haindl
Die Burghauser Bürgerbeteiligung im Bürgerhaus war ein großer Erfolg.
Im Bürgerhaus wurde diskutiert, wie die Neustadt in Zukunft aussehen soll. © Haindl
Die Burghauser Bürgerbeteiligung im Bürgerhaus war ein großer Erfolg.
Im Bürgerhaus wurde diskutiert, wie die Neustadt in Zukunft aussehen soll. © Haindl
Die Burghauser Bürgerbeteiligung im Bürgerhaus war ein großer Erfolg.
Im Bürgerhaus wurde diskutiert, wie die Neustadt in Zukunft aussehen soll. © Haindl
Die Burghauser Bürgerbeteiligung im Bürgerhaus war ein großer Erfolg.
Im Bürgerhaus wurde diskutiert, wie die Neustadt in Zukunft aussehen soll. © Haindl
Die Burghauser Bürgerbeteiligung im Bürgerhaus war ein großer Erfolg.
Im Bürgerhaus wurde diskutiert, wie die Neustadt in Zukunft aussehen soll. © Haindl
Die Burghauser Bürgerbeteiligung im Bürgerhaus war ein großer Erfolg.
Im Bürgerhaus wurde diskutiert, wie die Neustadt in Zukunft aussehen soll. © Haindl

„Burghausen hat Hausaufgaben gemacht“

Otto führte als Landschaftsarchitekt und Stadtplaner durch den Abend und stellte den Planungsstand vor: „Die Stadt Burghausen hat ihre Hausaufgaben gemacht“, lobte er. Denn im Rahmen der Bestandsaufnahme des ISEK (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) wurden bereits drei Gebiete der Stadt hinsichtlich Baustruktur, Nutzung, Funktionsweise und Topographie indentifiziert, welche untereinander schlecht verbunden sind. Diese sollen durch räumliche Beziehungen und mit thematischen Schwerpunkten gestärkt werden. Otto stellte heraus, dass im Rahmen des ISEK Verbesserungspotenzial bei den Themen Parkplätze, LKW-Verkehr, Salzachentrum und Radwege festgestellt wurde.

Klimaboulevard und Mobility-Hub

Die Neugestaltung der Neustadt befinde sich nun in der Entwurfsphase, so Otto. „Erst letztes Jahr konnten wir mit einer groben Idee loslegen, welcher der Burghauser Stadtrat dann zustimmte. So wurde sich geeinigt auf einen möglichen Radl-Skylink, eine Neugestaltung des Berliner Platzes, die Umgestaltung des Bahnhofes zum Mobility-Hub, eine Aufwertung der Robert-Koch-Straße und einem Klimaboulevard in der Marktler Straße mit einem Kopfplatz als Gelenk zur Robert-Koch-Straße.“ Die oberirdischen Parkplätze in der Marktler Straße sollen laut dem Architekten weitgehend verschwinden, Ampelanlagen aber bleiben. Eine Mittelinsel und eine Verschränkung der Spuren sollen den Verkehr in der Marktler Straße verlangsamen. „Wir möchten die Straße so bauen, dass sie einlädt, langsam zu fahren“, so der Planer.

Durchgängige Fahrradwege in dem kompletten Gebiet und eine Aufwertung der Tiefgarage in der Marktler Straße durch zusätzliche Aufzüge seien weitere Themen, die umgesetzt werden sollen. „Wenn das Salzachzentrum kommt, wird es auch hier eine weitere große Tiefgarage geben“, so Otto. „Der riesige Asphaltsee am Berliner Platz soll dagegen viele Bäume und Sitzbänke bekommen“, kündigte der Architekt an. „In vielen Bereichen gibt es noch eine große Offenheit in der Planung und wir bitten Sie hier um ihre Mitarbeit“, so der Bauchplan-Inhaber. „Wir möchten heute Ideen für die Multifunktionsflächen in der Marktler und Robert-Koch-Straße sammeln und werden diese dann als Planer auswerten und miteinbeziehen.“

Realisierung erst ab 2024

Als es um den anvisierten Realisierungszeitraum geht ergriff Bürgermeister Schneider das Wort: „Aktuell stehen wir am Anfang mit Untersuchungen zur Fernwärme. Dafür brauchen wir Leitungen in der Straße und es ist klar, dass diese Installation den Rhythmus vorgeben wird. Denn wenn man die Gestaltung gemacht hat, reißt man nicht wieder auf.“ Den vom Städteplaner angekündigten Realisierungsstart im Jahr 2024 schiebt Schneider etwas weiter in die Zukunft: „Es wird, denk ich, später werden als 2024. Bis Ende der 20er Jahre sollte aber die Fernwärme durch sein. Das müssen wir in der Planung mitbedenken.“

Rege und interessierte Teilnahme an Diskussionen

Schon im Vorfeld hatten interessierte Bürger ihre Ideen für die Neugestaltung der Burghauser Neustadt einreichen können: „Viel mehr Mülleimer“ und „Fußgängerzone“ war auf den ausgestellten Postkarten zu lesen. Auch die gefährlichen Stellen von Geh- und Radwegen wurden durch die Bürgern konsequent hervorgehoben. Genauso Forderungen nach Tempo 30, mehr Grün und Sitzbänken im Stadtgebiet. Im Rahmen der Veranstaltung am 15. November sollten sich die Besucher dann zur Diskussion an Tischen zusammentun. Dort wurden ihre Ideen von Morderatorinnen gesammelt und am Ende zusammen vorgetragen. Die Ergebnisse ließen sich sehen:

  • Ideen für Marktler Straße Nord
  • Stadteingang beleben
  • mehr Grün
  • Snack-Bar
  • Brunnen am Berliner Platz umgestalten
  • oberirdische Parkplätze und Kurzparkplätze erhalten
  • Spielbereiche für Kinder
  • Ideen für Marktler Straße Süd
  • mehr Grün am Konradplatz
  • mehr Sitzmöglichkeiten am Konradplatz
  • Radweg bei Apotheke am Eck verbreitern
  • Ansprechende Geschäfte für die Jugend
  • Parkplätze in der Mitte der Marktler Straße
  • Öffentliche Toiletten
  • Ideen für Robert-Koch-Straße
  • Radwege verbessern
  • Sitzmöglichkeiten
  • mehr Mülleimer
  • mehr Gastroflächen
  • Ladezonen in die Robert-Koch-Straße verlegen
  • Einbahnstraße?
  • Brunnen: Wasser plätschert auf Beton (Lautstärke)
  • Tiefgarage am Lindacher Hof
  • mehr Grün
  • Trinkbrunnen
  • Ideen der Unter- und Mittelstufe des Aventinus Gymnasiums
  • Begrünter Kirchturm
  • Begrünte Dächer
  • Grünstreifen, Blumenbeete
  • Bienen
  • Erneuerbare Energien
  • Solar- und Windenergie
  • 24 h Kiosk
  • Trinkwasserspender
  • Brunnen
  • Mehr Bänke
  • Spielplätze
  • Radwege verbessern
  • mehr Busse, E-Scooter, Leihräder
  • Tempo 30
  • Mehr Mülleimer

Termine mit Eigentümern und Gewerbetreibenden

Am 16. und 17. November werden im Bürgerhaus noch die Eigentümer und Gewerbetreibenden der betroffenen Neustadt-Straßen zu Wort kommen können. Hier dürfte es wohl zu hitzigeren Diskussionen kommen. Bürgermeister Schneider bezeichnete den ersten Tag des Bürgerbeteiligungsprozesses jedenfalls als Erfolg: „Ich fand es toll. Ich hab mir ein Bier geholt und genossen, dass hier so viel geredet und diskutiert wurde. Es ist Ihre Stadt und es ist mir wichtig, dass Sie gehört werden. Denn darum geht‘s: Sie sollen sich einbringen können.“

Kommentare