Anleger mit Schneeballsystem betrogen?

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Burghausen - Anleger bangen um ihr Geld: Ein Finanzunternehmer aus Burghausen hat Selbstanzeige gestellt. Anwälte vermuten ein Schneeballsystem.

Jetzt sind Staatsanwaltschaft und BaFin  an der Reihe: Ein Burghauser Finanzunternehmer hat nach eigenen Angaben Selbstanzeige gestellt. Wie er selbst auf dem Anrufbeantworter seines Handys erklärt, seien "Unregelmäßigkeiten" die Ursache. Der Geschäftsbetrieb sei eingestellt, BaFin und Staatsanwaltschaft seien informiert. Zudem erklärt der Unternehmer, dass alle Konten eingefroren seien. "Zwecks Auszahlung werden sich BaFin und Staatsanwaltschaft in circa zwei bis drei Wochen bei Ihnen melden", so der Finanzunternehmer weiter.

Geld der Anleger "massiv dezimiert"?

Mehrere Geschädigte werden von dem Münchner Rechtsanwalt Wilhelm Lachmair vertreten. Wie auf der Homepage seiner Kanzlei erklärt wird, liegen alle Indizien für ein Schneeballsystem vor. Auszahlungen, die einzelne Anleger erhalten haben, stammten danach von Einzahlungen anderer Investoren und nicht aus etwa erzielten Gewinnen. Es sei davon auszugehen, dass das Geld der Anleger "massiv dezimiert" sei. Zudem sei es eine Tatsache, dass die Geschäfte des Finanzunternehmers einer bankaufsichtsrechtlichen Genehmigung bedürften, über die er nicht verfüge.

Auch Anleger aus der Region könnte von dem Vorfall betroffen sein. Nach Angaben der Kanzlei Starflinger & Coll., die ebenfalls Geschädigte vertritt, habe "eine Vielzahl von Kunden aus der Region Burghausen" Geld bei dem Unternehmen des Burghausers angelegt.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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