Halbjahres- und Corona-Bilanz

Feuerwehr Burghausen rückte zu 136 Einsätzen seit Jahresbeginn aus

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In der Silvesternacht musste die Feuerwehr bereits zum ersten Mal zu einem Großbrand in diesem Jahr ausrücken.

Burghausen - Die Feuerwehr der Stadt zieht Bilanz zum Halbjahr. Vor allem die Corona-Pandemie stellt die Freiwilligen Lebensretter vor neue Herausforderungen.

Das neue Jahr war gerade mal 21 Minuten alt, als in der Silvesternacht ein Großbrand in der Unghauser Straße den ersten langwierigen Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Burghausen im Jahr 2020 erforderte. Nach sechs Monaten zieht die Wehr nun Halbjahresbilanz und kann auf 136 Einsätze zurückblicken, bei denen die Ehrenamtlichen Hilfe leisteten. 


Neben einem weiteren Großbrand in einem Altöttinger Heizkraftwerk reicht die Art der Einsätze einmal quer durch das komplette Spektrum der facettenreichen Aufgaben der Feuerwehr. Neben kleineren Einsätzen, die das Tagesgeschäft prägen, wie etwa Wohnungsöffnungen bei akuter Gefahr, werden vor allem größere Ereignisse, wie etwa eine von einem Zug erfasste Person oder schwere Verkehrsunfälle in Erinnerung bleiben. 

Vielfach bewährt hat sich die neue Drehleiter, welche seit Mai bereits zu 27 Einsätzen ausrücken musste.

Seit 21. März greift aufgrund von Corona eine Dienstanweisung, welche den Einsatzkräften zahlreiche Maßnahmen zum Eigenschutz auferlegt. So wurden seit Inkrafttreten 56 Einsätze im „Corona-Modus“ absolviert. Auch bei Übung und Ausbildung erfordert das Virus einen viel höheren organisatorischen Aufwand bei den Verantwortlichen, da die Mannschaft hierzu in Kleingruppen aufgeteilt wurde und somit jedes Thema an mehreren Terminen geübt werden muss. 

Bei der Zahl der Sicherheitswachen sorgte Corona hingegen für eine deutliche Entspannung. Aufgrund der für gewöhnlich sehr hohen Veranstaltungsdichte in Burghausen muss die Feuerwehr in der Regel mehrmals wöchentlich Konzerte, Theateraufführungen, Versammlungen oder Ähnliches aus Sicherheitsgründen begleiten. 

Alleine im Monat März wären hier weit über 20 Veranstaltungen geplant gewesen, welche dann letztendlich aufgrund der einsetzenden Pandemie nicht durchgeführt wurden. So schlagen zum Halbjahr nur die 20 Sicherheitswachen aus den Monaten Januar und Februar zu Buche. 

„Seit der Indienststellung der neuen Drehleiter Anfang Mai musste diese bereits zu 27 Alarmen ausrücken“, weiß Kommandant Florian Hobmeier zu berichten. Markant war eine ganze Serie von Tierrettungseinsätzen zuletzt. „Vom Bienenvolk, über eine Katze, Schlange oder Taube war hier fast alles dabei“ rekapituliert der Kommandant abschließend.

Pressemitteilung Feuerwehr Burghausen

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