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+++ Eilmeldung +++

Reanimation erfolglos

Schlittenfahrer verunglückt tödlich an der Kampenwand

Schlittenfahrer verunglückt tödlich an der Kampenwand

Sicher, komfortabel und ein Hingucker

Feuerwehr Burghausen mit neuer Einsatzkleidung

Feuerwehr Burghausen mit neuer Schutzkleidung
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vorne: Vorsitzender Thomas Lindner, Erster Bürgermeister Florian Schneider, Kommandant Florian Hobmeier hinten: Stellv. Kommandant Andreas Spindler, Stellv. Vorsitzender Markus Szehr

Burghausen - Eine grundlegende und längst überfällige Verbesserung hat seit ein paar Tagen bei der Freiwilligen Feuerwehr Burghausen Einzug gehalten. Seitdem sind nämlich alle Einsatzkräfte mit einer neuen, einheitlichen Schutzkleidung ausgestattet. 

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Diesem „bedeutenden Meilenstein“, wie es Kommandant Florian Hobmeier bezeichnet, waren Jahre der technischen und kaufmännischen Planung vorausgegangen. Die bestehende Schutzkleidung war dermaßen in die Jahre gekommen, dass sie teilweise nicht mehr den aktuellen Normen entsprach und eine Neubeschaffung dringend notwendig und unausweichlich war. Deshalb wurden bereits im Jahr 2019 die ersten Schritte zur Beschaffung der neuen Schutzausrüstung eingeleitet. Es begann die zeitintensive Arbeit eines eigens dafür gegründeten Arbeitskreises, der sich in vielen Sitzungen durch unzählige Normen, Vorschriften, Empfehlungen und Informationen von potentiellen Lieferanten kämpfen musste.

Ziel war es, aus dem großen Angebot am Markt, für alle Feuerwehrdienstleistenden eine einheitliche, sowie den aktuellen Normen und Vorschriften entsprechende Schutzkleidung zu finden. Diese sollte einen bestmöglichen Schutz vor Hitze und Brandgefahren bieten, wenn Einsatzkräfte im Innenangriff zur Brandbekämpfung vorgehen. Andererseits spielen sich fast 70 % der Einsätze der Feuerwehr Burghausen weit entfernt von jeglicher Hitze und Feuersgefahr ab, sodass für die Mehrzahl der Fälle eine atmungsaktive, wasserdichte und angenehm zu tragende Schutzkleidung völlig ausreichend und zielführend ist. Diesen Spagat galt es zu meistern, was in dem umgesetzten Ergebnis nach vielen Vorführungen, Trageversuchen und Angebotsauswertungen perfekt gelang.

Nach einem offiziellen Ausschreibungsverfahren erhielt die Hubert Schmitz GmbH aus Heinsberg den Zuschlag, welche als Hersteller für Einsatzkleidung im Bereich Feuerwehr und Rettungsdienst unter dem Markennamen „S-GARD“ am Markt etabliert ist. Aus logistischen und praktischen Gründen haben alle Feuerwehrdienstleistenden den selben Hosentyp, welcher aufgrund einer Funktionsmembran, sowie einem extrem hitze- und flammbeständigen, aber dennoch hochelastischen und atmungsaktiven Obergewebe für den Innenangriff zugelassen ist.

Alle Einsatzkräfte, die eine Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger haben und somit im Einsatz an vorderster Front Flammen, Hitze und Rauch ausgesetzt sind, haben eine Überjacke aus dem identischen Material erhalten, aus der auch die Hose gefertigt wird. Sie bietet besten Schutz im Innenangriff bei maximaler Atmungsaktivität, um einem Hitzestau vorzubeugen und eine Polsterung im Schulterbereich erleichtert das Tragen des ca. 20 kg schweren Atemschutzgerätes. Ein spezielles Material verhindert zudem, dass Rauchgaspartikel in den Anzug eindringen können und von der Haut aufgenommen werden. Dies bedeutet für jeden einzelnen Feuerwehrdienstleistenden einen deutlich verbesserten Schutz vor krebserregenden Stoffen, da diese nicht auf ungeschützte Hautoberflächen gelangen können. Mit der Neubeschaffung der Schutzkleidung geht auch ein erweitertes Hygienekonzept einher, das vorsieht, dass verschmutzte und kontaminierte Schutzkleidung direkt an der Einsatzstelle abgelegt und luftdicht verpackt wird. Für die Einsatzkräfte steht dann Wechselkleidung bereit, so dass Schadstoffe nicht in die Einsatzfahrzeuge oder bis ins Feuerwehrhaus verschleppt werden.

Um den großen Anteil an technischen Hilfeleistungen abzudecken, wurde für die Mehrheit der Mannschaft zusätzlich eine „leichte“, aber dennoch sehr leistungsfähige Einsatzjacke beschafft. Neue Schutzhandschuhe und Flammschutzhauben für Atemschutzgeräteträger sind ebenfalls Bestandteil der neu angeschafften Schutzausrüstung.

Doch nicht nur technisch stellt die neue Schutzkleidung einen Quantensprung dar. Auch rein optisch ist sie ein wahrer Hingucker. Es ist nämlich gelungen, durch die Integration des Logos der Feuerwehr Burghausen, das Corporate Design der Wehr, auch auf das neue Schutzgewand auszurollen. So findet sich die Erkennungsgrafik mit Burg und Jakobskirche nun nicht nur auf allen Burghauser Feuerwehrfahrzeugen, sondern auch auf der Schutzkleidung wieder.

„Die Kombination aus einer neuartigen, segmentierten Warnbestreifung und dem Burghauser Logo, das sich mit dem Schriftzug FEUERWEHR BURGHAUSEN auf dem Rücken wiederfindet, sowie solo auf der Patte der linken Hosentasche abgebildet ist, gibt der Einsatzkleidung ein einzigartiges, einheitliches Erscheinungsbild bei höchster Warnwirkung bei Tag und bei Nacht“, erklärt Kommandant Florian Hobmeier, welcher sichtlich stolz auf die neue Ausrüstung ist.

Äußerst zufrieden zeigte sich auch Erster Bürgermeister Florian Schneider bei der symbolischen Übergabe am Dienstagabend. Die Gesamtinvestitionssumme von 115.000 € wurde jeweils zur Hälfte über den städtischen Haushalt der Jahre 2020 und 2021 finanziert. „Durch diese zukunftsweisende Investition ist die komplette Mannschaft der Feuerwehr Burghausen für die nächsten 10-15 Jahre mit einer innovativen, zeitgemäßen und praxistauglichen Schutzkleidung ausgestattet, so dass jeder einzelne gut geschützt in den Einsatz gehen und aus dem Einsatz gesund zurückkehren kann“, so Bürgermeister Schneider. Dass dies hervorragend funktioniert, zeigt Tatsache, dass sich die neue Schutzkleidung bei zehn Einsätzen, zu denen die Ehrenamtlichen alleine in den letzten Tagen ausrücken mussten, bereits bestens bewährt hat.

Pressemeldung der Feuerwehr Burghausen 

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