Kinder lernen die Rap-Essentials von Profi-Rapper ,,Samahdi"

Ferien-Hip-Hop mit dem DGB in Burghausen

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Burghausen - Der DGB ermöglichte in diesem Jahr zum ersten Mal ein Rap-Kurs im Ferienprogramm. Rap-Lehrer Smahdi brachte den Kindern alles rund um die Rap-Kultuer bei.

Zum ersten Mal beteiligte sich auch der DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) in diesem Jahr am Burghauser Ferienprogramm. Neun Kinder im Alter zwischen acht und fünfzehn Jahren ließen sich von Profi-Rapper „Samahdi“ die Basics beibringen. Der 35-Jährige Wortkünstler, der mitbürgerlichem Namen Marcel Nagler heißt und in Gera geboren ist, brachte den Jugendlichen an zwei Tagen die Essenz des amerikanischen Sprechgesangs und der zugehörigen Kultur bei. 

Bilder: Ferien-Hip-Hop mit dem DGB in Burghausen

Am Ende waren die drei Mädchen und sechs Jungen sogar so fit, dass sie ihren stolzen Eltern eigene Rap-Songs präsentieren konnten. Zunächst aber hieß es, auch die Grundlagen über Reime, Rhythmus und die Geschichte des Rap und seiner Subkulturen, wie Breakdance, Graffitti und DJ-ing zu büffeln: „Und das in den Ferien!“, scherzte der junge Justin und rollte dabei mit den Augen. 

Doch zweifellos machte das Programm den Jugendlichen sehr viel Spaß und sie durften über die aus Amerika stammende Subkultur erfahren, dass sie keineswegs aus gewalttätigen Texten und illegalen Aktivitäten besteht: „Viele Kids fangen gleich an, mit Schimpfwörtern oder Fäkalsprache zu texten“, erklärt Rapper Sam, der selbst bereits mit 15 seine Heimatstadt verließ und ins damalige Mekka des Hip-Hop und Rap, nach Stuttgart, ging. Doch das ist in den Augen des heutigen Wahl-Berliners nicht der Zweck des Rap: „Ich frage sie dann immer: ist es wirklich das, was Du sagen willst?“, so der Mann, der schon über 300 Konzerte gegeben und 70 derartige Workshops veranstaltet hat. 

Bei Letzteren habe sich oft gezeigt, dass die Kinder, wenn erst einmal das Eis gebrochen ist, auch sehr poetische Texte zustande bringen. „Grade die ,,harten Jungs" können so viel mehr, wenn erstmal ihre Schale weg ist!“, meint der Rapper mit Künstlernamen „Samadhi“. Das Wort stammt aus dem Sanskrit und bezeichnet das völlige Aufgehen in einer Sache, ohne dass man sich noch Gedanken über das Für und Wider machen muss. Ein kleines bisschen scheint Samadhi davon den Kindern am Wochenende vermittelt zu haben, denn später singen die Kinder vor ihren Eltern von ewiger Freundschaft, der Schule und davon, Verantwortung übernehmen zu wollen. „Wir sind eins geworden!“, freut sich auch Veranstalterin Jasmin Geltinger vom DGB, für die das erste eigene Ferienprogramm für Jugendliche in Burghausen ein voller Erfolg war.

Peter Becker

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