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Maja und Willi: "Ein schwieriges Bienenjahr!"

Deutschlandweit: Gewaltige Ernteausfälle beim Honig!

Kein gutes Jahr für Deutschlands Imker: Nur rund 29,5 Kilo Honig pro Bienenvolk. innsalzach24.de hat mit Imker Christian Müller aus Burghausen gesprochen.
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Maja und Willi: "Ein schwieriges Bienenjahr geht zu Ende"

Burghausen - Eine Umfrage unter Deutschlands Imkern macht klar: "Es war ein schwieriges Bienenjahr". innsalzach24.de hat mit Imker Christian Müller aus Burghausen gesprochen.

Einer Erhebung des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Westerwald - Osteifel (Fachzentrum Bienen und Imkerei in Mayen) zufolge, kommen die Imker landauf, landab nur auf rund 29,5 Kilo Honig pro Bienenvolk in diesem Jahr. Rund 5000 Imker aus ganz Deutschland nehmen regelmäßig an dieser halbjährlichen Erhebung teil und melden Ihre Ernteergebnisse. Ergebnis 2016 unterm Strich: "Es war kein gutes Bienenjahr". 

Die Ergebnisse im landesweiten Durchschnitt im Vergleich:

  • Frühjahr 2016: 17,6 Kilo (Vorjahreswert: 18,1 Kilo)
  • Sommer 2016: 11,9 Kilo (Vorjahreswert: 19,2 Kilo)
  • Das bedeutet im deutschlandweiten Schnitt nur 29,5 statt 37.3 Kilo pro Bienenvolk, ein Minus von rund 20% im Vergleich zum Vorjahr.
Angefangen hat es eigentlich ganz gut, das Bienenjahr 2016

Angefangen hat es eigentlich ganz gut“, sagt Imker Christian Müller. Im warmen Frühjahr hätten sich die Bienenvölker gut entwickelt „und die fleißigen Bienen konnten schon einiges an Nektar sammeln“. Die erste Honigernte war also "noch im Rahmen der Erwartungen gut".

Rund 12 Kilo Honig weniger Sommerhonig pro Volk

Bei Regen können sie nicht fliegen und tummeln sich vor den Fluglöchern

Das darauffolgende, vor allem anhaltend schlechte Wetter mit Dauerregen sorgte schließlich dafür, dass die Bienen nicht fliegen konnten. „Oft waren vor den Fluglöchern richtige Ansammlungen von Bienen zu sehen, die dort aber vergeblich auf ihren Start warteten“, beschreibt Christian Müller. Die wenigen schönen Tage reichten nicht für eine ordentliche Tracht. Das ist der Teil Honig, den die Bienen zwar in den Stock eintragen, selbst aber nicht verbrauchen, damit also das, was der Imker erntet. Die Bienen mussten erst einmal die Brut und sich selbst versorgen. Vorräte konnten also nur wenig bis gar nicht angelegt werden.

Hier "entsteht" der Burghonig der Hobby-Imkerei Christian und Hannes Müller

Erst gegen Mitte Juli kam dann noch ein wenig mehr Sonne zum Vorschein“, fasst Christian Müller das Bienenjahr in unserer Region weiter zusammen. „Doch da war die Blüte bereits überwiegend vorbei“. Die Linde sei noch eine der wenigen Nahrungsquellen für die Bienen gewesen.

Zu allem Übel tat der Regen auch den Läusen nicht gut, welche für den Honigtau entscheidend sind. Soll heißen: Bienen sammeln auch schon mal Honigtau, ein zuckerhaltigem Sekret von unter anderem Blattläusen. „Der Regen wusch die kleinen Honigtau-Erzeuger von den Nadelhölzern und sorgte für einen Ausfall des Waldhonigs“ erklärt Christian Müller.

„Ein schwieriges Bienenjahr geht zu Ende“

Jedes Volk werde momentan reichlich gefüttert, so Müller. Klar: Der Winter steht an und die Imker versuchen ihren Völkern die besten Voraussetzungen für ihre Überwinterung zu bieten, damit der Winter gut überstanden wird und der Start ins nächste Bienenjahr gelingt.

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