Müllvermeidung als Lebenseinstellung

Erfolgreicher Workshop „Plastikfrei leben“ in Burghausen 

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„Rundherum gelungen“ — das war das Fazit der Teilnehmer beim Workshop „Plastikfrei leben“.

Burghausen - Großen Anklang fand der Workshop „Plastikfrei leben leicht gemacht“ mit Zeo-Waste-Aktivistin Aline Pronnet, der kürzlich am Bürgerhaus stattfand.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Viele der 40 Teilnehmer staunten über das kleine Schraubglas, in das Pronnets gesammelter Müll des letzten Jahres hineinpasst. Müllvermeidung ist für Aline Pronnet nicht nur ein Hobby, sondern eine Lebenseinstellung. Das brachte sie den Zuhörern sehr anschaulich nahe, als sie anfing davon zu erzählen, wie sie zunächst all ihren Müll einige Wochen lang aufbewahrt und dann analysiert hat. „Wegwerfen heißt ja nicht, dass der Müll dann einfach weg ist, sondern nur woanders, aus dem eigenen Kopf raus. Nur durch die Konfrontation mit diesem Gedanken und sich selbst kann man die notwendige Emotionalität zu dem Thema erreichen. Dabei ist es kein „Verzichten müssen“, sondern ein „Verzichten wollen“. Denn wer seinen eigenen Müllberg zuhause gesehen hat, bemerkt schnell, was eigentlich nicht benötigt wird, sondern nur aus Bequemlichkeit angeschafft wurde und weggelassen werden kann“, so Pronnet. 

Sie propagiert Eigenherstellung: Kosmetik, Putzmittel, Lebensmittel — der Fantasie seien keine Grenzen gesetzt. Es lohnt sich sehr, Schraubgläser, Taschen, leere Shampooflaschen o.ä. aufzuheben und wiederzuverwenden. Denn alles, was nicht neu angeschafft wird und ständig in Gebrauch ist, lässt den heimischen Müllberg sichtbar schrumpfen. Der Kompost stellt eine weitere Lösung dar, wie sich Stoffkreisläufe ganz einfach herstellen lassen. Erst am Ende dieser Reihe von Möglichkeiten kommt das Recyceln. Nur das, was danach noch übrigbleibt, wird in der thermischen Verwertung immerhin zu Energie gemacht. 

Optimismus, meint Aline Pronnet, ist ganz entscheidend: „Es geht nicht darum, sich hinter dem Plastikwahnsinn zu verstecken, sondern Fragen zu stellen, den Mund aufzumachen, auf Dinge hinzuweisen, weiterzuerzählen.“ 

Pronnets Begeisterung war ansteckend. Sogar in den Pausen stellten Teilnehmer ihr Fragen und nahmen gerne Tipps an. Schließlich wurden auch die von ihr vorbereiteten Produkte selbst angemischt und ausprobiert. Das Mückenspray fand großen Anklang und ist einfach hergestellt: zwei Esslöffel Alkohol mit genauso viel Wasser verdünnen und je nach Vorliebe acht Tropfen ätherisches Öl dazugeben (vier Tropfen Zitronengras gegen Mücken, vier Tropfen Teebaumöl gegen Zecken). Die Anti-Mückenstichjuckreiz- Mischung fand genauso gut ihre Liebhaber. Heilerde sowie Kaffeesatz als Körperpeeling waren bereits nach wenigen Minuten völlig aufgebraucht. 

„Ein rundum gelungener Workshop“ waren sich die Teilnehmer am Ende einig, nachdem die Referentin mit großem Applaus verabschiedet worden war. 

Mehr Infos gibt es auf der Homepage von Aline Pronnet: aufdiehand.blog 

Pressemeldung der Stadt Burghausen 

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