Ausstellung in der Studienkirche verlängert

„Leichtgewichtsklasse" geht in die Verlängerung

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Ines Auerbacher und Martina Salzberger inmitten ihrer Werke.

Burghausen - „Eine Freude!“, „Schöne Dinge!“ und „Wir kommen wieder!“, steht im Gästebuch der Studienkirche St. Josef zur aktuellen Sonderschau „Leichtgewichtsklasse – Textil, Struktur, Gewebe“. Die Künstler Tina Haase, Kora Keller, Martina Salzberger und Stefan Wischnewski zeigen seit dem 3. April 2016 skulpturale und installative Arbeiten.

"Speicher" von Martina Salzberger

Kuratiert hat die Ausstellung Kunsthistorikerin Ines Auerbach, die auch das Haus der Fotografie leitet. Jetzt wird die Sonderausstellung, die bereits 3.500 Besucher gesehen haben bis 3. Juli 2016 verlängert. „Wir öffnen an vier Tagen und haben festgestellt, dass eine große Besuchernachfrage da ist. Da das Interesse nicht nachgelassen hat, die Künstler selbst sehr begeistert sind von Konzept und Ausstellungsraum und die Werke glücklicherweise nicht anderweitig versprochen waren, freuen wir uns, die Ausstellung weitere drei Wochen zeigen zu können“, so Ines Auerbach. 

Die Ausstellung „Leichtgewichtsklasse“ ist eingebettet in das bayernweite Netzwerk Stadt Kultur e.V. bei dem Burghausen Mitglied ist. Der Überbegriff einer Vielzahl an Ausstellungen und Veranstaltungen ist hierbei „Gewebe – Textile Projekte“. „In der Leichtgewichtsklasse ist der Gewebebegriff total offen. Es geht um eine Spielart zwischen Struktur, Stoff, Netz oder auch nur der Andeutung von Gewebe“, so die Kuratorin.

Ganz verschiedene Materialien werden verwendet

Dabei stehe nicht der Werkstoff selbst im Fokus, was Künstlerin und Bildhauerin Tina Haase durch ihr namenloses Werk aus gestapelten Holzstühlen zeigt. „Sie schafft dadurch Struktur und Durchlässigkeit. Auch das sind Eigenschaften von Gewebe“, erklärt Ines Auerbach. Das Kunstwerk von Tina Haase ist in der Studienkirche entstanden und steht in direktem im Dialog mit dem Ausstellungsraum. „Es ist einzigartig, genau wie der Ausstellungsort.“ 

Kora Kellers Abschlussarbeit, ein Boot, das geflochten wie ein Weidenkorb zentral in der Sonderausstellung steht, versinnbildlicht die Absicht der Kuratorin, wie der Betrachter beim Durchgehen von Thema zu Thema gleitet. „Denn obwohl alle Künstler auf ihre Weise völlig unterschiedlich herangehen, andere Werkstoffe benutzen und diese nach ihrer Art verbinden, haben doch alle etwas gemeinsam“, sagt Auerbach. 

Die verbundenen Materialien sind ganz unterschiedlich: Von Plastikschlingen, über Draht und Garn, bis zu Wischnewskis Zelt, das unter der Kirchenkuppel hängt. „War das bei der Eröffnung auch schon da?“, fragt eine begeisterte Ausstellungsbesucherin nach oben deutend, die die Sonderschau zum wiederholten Mal besucht, „weil ich wirklich jedes Mal etwas Neues entdecke“.

Umfangreiches Programm begleitet die Ausstellung

Detail aus Stefan Wischnewskis "Anker".

Die frühbarocke Wandpfeilerkirche beherbergte inmitten der Ausstellung bereits  einen Workshop von und mit Stefan Wischnewski. „Zwei Tage lang haben zwölf Teilnehmer in einem offenen Arbeitsprozess mit Textilmaterialien experimentiert. Es war für beide Seiten ein großer Erfolg. Es ist immer wieder unglaublich, wie viel Energie in der Gruppe entsteht und schließlich in die künstlerische Arbeit einfließt“, so das Fazit von Ines Auerbach.

Aber es ist noch mehr geplant: Eine Künstlerführung durch die Burghauser Künstlerin Martina Salzberger am 11. Juni um 18 Uhr. Sowie ein Konzert der Kinderphilharmonie Burghausen. In einer interdisziplinären Werkstatt arbeiten Künstler Stefan Wischnewski und der Komponist Laurence Traiger mit Kindern an den Komponenten von Kunst und Musik. Diese „Tage Neuer Musik Burghausen 2016“ finden dann ihren Höhepunkt am 12. Juni um 11 Uhr bei einem Konzert in der Ausstellung. Die Leitung hat Musikschulleiter Helmut Lorenz inne.

Was als Finissage geplant war, ist jetzt ein „Zwischenstück“. Am 24. Juni bietet Ines Auerbach um 18 Uhr eine Kuratorenführung an und am 26. Juni schließlich gibt Heinrich Wimmer um 17 Uhr ein Orgelkonzert in der Studienkirche. geöffnet: noch bis 3. Juli 2016 Do + Fr 14 – 18 Uhr und Sa + So 10 – 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Pressemitteilung Kulturbüro Stadt Burghausen

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