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Verstärkung für die Werkfeuerwehr

Die erste, die bei Wacker in Burghausen „rettet, löscht, birgt und schützt“

Laura Spindler ist bei WACKER in Burghausen die erste aktive Werkfeuerwehrfrau im Schichtdienst.
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Laura Spindler ist bei WACKER in Burghausen die erste aktive Werkfeuerwehrfrau im Schichtdienst.

Das Feuerwehr-Gen ist Laura Spindler schon mit in die Wiege gelegt worden: Ihr Vater und mehrere ihrer Onkel sind aktive Mitglieder bei der Freiwilligen Feuerwehr Haag. Laura selbst ist auch dabei.

Die Meldung im Wortlaut:

Burghausen - Schon mit 14 Jahren schloss sich die heute 22-Jährige der Haager Feuerwehr an und engagiert sich dort bis heute mit vollem Einsatz. Daher wunderte es in Lauras Umfeld auch niemanden, als sie sich 2019 dazu entschloss, nach ihrer Ausbildung zur Zahnarzthelferin noch eine weitere zu beginnen – und zwar zur Berufsfeuerwehrfrau.

„Alle haben meinen neuen Berufswunsch sehr gut nachvollziehen können und sich gefreut, als ich die Zusage von WACKER bekam. Meine Mama war am Anfang etwas unsicher, aber sie unterstützte mich in meiner Ausbildungszeit sehr“, erzählt die junge Erwachsene. Auf die Frage, warum sie sich ausgerechnet für eine Ausbildung bei WACKER entschieden hat, antwortet die frisch ausgebildete Feuerwehrfrau, dass sie Chemie einfach schon immer sehr interessiert und spannend gefunden habe. „Und außerdem steht WACKER für eine Top-Ausbildung“, ergänzt Laura.

Die dreijährige Ausbildung, die neben der Qualifizierung zur Rettungssanitäterin auch die Bereiche Fahrzeugtechnik, Mechanik, Metallverarbeitung, Elektrotechnik und Holzbearbeitung beinhaltet, hat Laura nun mit Erfolg abgeschlossen. Seitdem darf sie uneingeschränkt bei allen Einsätzen mitfahren und ist damit die erste aktive Feuerwehrfrau im Schichtdienst in der über einhundertjährigen Geschichte der Burghauser Werkfeuerwehr. Vor Laura war zwar schon einmal eine Feuerwehrfrau bei WACKER in Burghausen tätig, allerdings ausschließlich im Bereich des Notfallmanagements und der Administration.

Bei Einsätzen kann Laura ohne Probleme mit ihren 60 männlichen Kollegen mithalten. „Wenn es darum geht, in enge Räume zu klettern habe ich wegen meiner Statur sogar einen kleinen Vorteil“, sagt die 22-Jährige. Dass sie den ganzen Tag ausschließlich mit Männern zusammenarbeitet, ist für sie kein Problem. Im Gegenteil. „Unsere Zusammenarbeit ist super entspannt und angenehm. Natürlich gab es anfangs ein gegenseitiges Herantasten. Aber ich wurde sofort akzeptiert und werde immer wertgeschätzt. Ich leiste schließlich Gleiches wie meine Kollegen und werde dabei auch nicht geschont“, ergänzt sie mit einem Augenzwinkern.

Frei nach dem Motto der deutschen Feuerwehren bietet die Burghauser Werkfeuerwehr jährlich zwei Ausbildungsplätze im „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ an. Die Besetzung erfolgt unabhängig davon, ob Frau oder Mann. „Laura war mit ihrem Fachwissen und ihrer Erfahrung ihren Mittbewerbern deutlich überlegen. Daher haben wir uns für sie entschieden“, sagt Dr. Niels Friede, Leiter Gefahrenabwehr und Brandschutz bei der Wacker Chemie. „Laura tut der Gruppe mit ihrer Ausstrahlung und Lockerheit gut. Sie kommt jeden Tag mit einem Lächeln zur Arbeit. Das bedeutet aber gleichzeitig auch, dass es ihr hier bei uns gut gefällt. Und wir geben uns alle Mühe“, ergänzt Wachabteilungsführer Vincenzo Bucci.

Rund ein Jahr vor Lauras Ausbildungsbeginn wurden alle Dusch- und Waschräume der Burghauser Feuerwache saniert, nun gibt es eine zusätzliche Damendusche und -umkleide. „Meine weibliche Verstärkung aus dem zweiten Ausbildungsjahr und ich haben die Dusche für uns alleine, alle anderen Schichtkollegen müssen sich die Herrenduschen teilen. Das ist für uns beide schon Luxus“, sagt Laura lachend.

Seit ihrer Übernahme arbeitet Laura im für Berufsfeuerwehren üblichen Drei-Schichtdienst. Das heißt, sie arbeitet 24 Stunden am Stück und das rund drei Mal die Woche. Wobei die Bereitschaft vor Ort den Großteil der gesamten Arbeitszeit ausmacht. Das Schichteln sei für sie aber kein Problem, sagt sie, schließlich habe sie dadurch auch relativ viel zusammenhängende Freizeit.

Lauras Arbeitstag beginnt um 6:45 Uhr mit der Schichtübergabe, hier werden die diensthabenden Feuerwehrleute den Fahrzeugen zu- und einzelne Aufgaben eingeteilt. Danach startet sie ihre Tagschicht-Tätigkeit in der Atemschutzwerkstatt. Dort wird Laura aktuell eingelernt. In die Aufgaben der Feuerlöscher-Werkstatt und des Gerätewarts durfte sie schon hineinschnuppern. Nach Ende der Tagschicht gegen 16:15 Uhr hat sie „Freizeit“, die oft für gemeinsames Kochen, Fitness oder Filmeschauen genutzt wird. Um 6:45 Uhr am nächsten Tag endet ihre Schicht. Sobald aber der Alarm der Wache ertönt – egal zu welcher Uhrzeit – müssen Laura und ihre Kollegen sofort alles stehen und liegen lassen.

Im Schnitt muss die Werkfeuerwehr zwei Mal pro Tag ausrücken, dabei handelt es sich aber größtenteils um „kleinere“ Einsätze, wie Ölspuren, Tiere in Not oder Fehlalarme aufgrund der äußerst sensiblen Brandmeldeanlagen. Vor größeren Einsätzen ist Laura bisher verschont geblieben. „Angst habe ich bei den Einsätzen nie, nur den nötigen Respekt sollte man schon mitbringen“, findet Laura. „Aber das sollte man ja ohnehin, wenn man Feuerwehrler ist. Egal ob ehrenamtlich oder beruflich, ob Mann oder Frau.“

Pressemeldung der Wacker Chemie GmbH

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